Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Vernetzte Arbeitsplätze im Weidmüller-Werk

iPod statt Klemmbrett

Lange liefen die Drucker im Weidmüller-Werk in Wutha-Farnroda morgens an ihrer Leistungsgrenze, wenn sie das ganze Papier zu den Fertigungsaufträgen ausgaben. Nach dem Rollout der Digital Manufacturing Suite von SAP änderte sich das. Heute sind die meisten Informationen digitalisiert und Werker mit mobiler IT statt Klemmbrettern unterwegs.

Bild: © Coolpicture/stock.adobe.com

Bild: © Coolpicture/stock.adobe.com


Weidmüller ist zugleich Anbieter und Anwender von Industrie 4.0-Technologie, etwa rund um das Industrial Internet of Things (IIoT). Das Detmolder Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern in mehr als 80 Ländern hat eine breites Angebot rund um elektrische Verbindungs- und Automatisierungstechnik im Portfolio. Anfang des Jahres stellte die Firma eine eigene Software für Aufgaben wie Predictive Maintenance vor. Jetzt hat das Unternehmen sein Thüringer Werk zusammen mit dem IT-Dienstleister Syntax mit komplett digitalgestützten Arbeitsplätzen ausgestattet.

Mit SAP-Software digitalisiert

Im Shopfloor wurden früher bei Weidmüller morgens die Drucker beim MRP-Lauf an ihre Leistungsgrenzen getrieben und haben stapelweise Begleitpapiere und Formulare ausgedruckt. Nachdem das entsprechende Produkt hergestellt und verpackt war, hatten sie ausgedient und landeten im Schredder. Diesen Zustand wollte das Unternehmen ändern und in seinem thüringischen Werk Wutha-Farnroda die Fertigungsprozesse mithilfe eines Manufacturing Execution Systems (MES) digitalisieren – als Blaupause für weitere Produktionsstandorte rund um den Globus. Ziel war es, die digitale Durchgängigkeit zu erhöhen, soweit wie möglich papierlos zu arbeiten, Transparenz in die Prozesse zu bringen sowie die Flexibilität von Mensch und Maschine zu maximieren. Da die Weidmüller-Gruppe bereits SAP-Software nutzte und die Schnittstellen-Problematik umgehen wollte, sollte die SAP Digital Manufacturing Suite ausgerollt werden. Bei dem entscheidenden Meeting brachten die SAP-Vertreter einen Mitarbeiter des IT-Dienstleisters Syntax mit. „Berater erklären einem in solchen Meetings oftmals die eigene Arbeitswelt. Aber Syntax hat genau unsere Sprache und insbesondere die des Fachbereichs gesprochen, der mit am Tisch saß“, sagt Daniel Behnke, Head of Corporate Factory IT & Technologies bei Weidmüller. „Sie kannten die Terminologie und die konkreten Abläufe in Werken wie unseren sehr genau. Das schafft Vertrauen.“

Agile Methoden

Damit standen SAP als Lösungsanbieter sowie Syntax als Implementierungspartner fest, und das Projekt nahm schnell Fahrt auf. Die Partner einigten auf einen agilen Ansatz mit Sprints, Reviews und Backlogs. Dieser eröffnet die Möglichkeit, Apps agil zu entwickeln, Schwerpunkte relativ spontan zu setzen und die Arbeit auf die Anforderungen von Weidmüller und den Werkern zuzuschneiden.


Das könnte Sie auch interessieren:

PerfectPattern hat die kostenlose Basisversion von Insights App vorgestellt. Mit der Software können Prozessingenieure, Produktionsexperten und Datenwissenschaftler die von PerfectPattern entwickelte KI-Technologie Aivis nutzen, um Einblicke in Produktionsprozesse zu erhalten.‣ weiterlesen

Die Buss-Unternehmensgruppe ist in vielen unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätig. Eine Herausforderung, stand doch ein Wechsel des ERP-Systems ins Haus - mit mehr als 80 Unternehmen innerhalb der Gruppe. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Sven Mahn IT gelang es, das Projekt innerhalb von 14 Wochen umzusetzen.‣ weiterlesen

Werden neue Technologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz Teil des Arbeistalltages wünscht sich ein Großteil der unter 31-Jährigen, darüber informiert zu werden. Dies geht aus einer Studie des IT-Security-Anbieters Kaspersky hervor. Auch ein menschliches Antlitz könnte laut Studie für mehr Akzeptanz sorgen.‣ weiterlesen

Schlechtere Stimmung als noch im Juni. Geschäftsklima-Index des Ifo Instituts hat in der aktuellen Erhebung im Vergleich zum Vormonat nachgegeben.‣ weiterlesen

Die Sprints zu Covid19-Impfstoffen zeigen den Leistungsdruck, unter dem die Technologieentwicklung steht. In kürzester Zeit sollen Forscher und Ingenieure Lösungen für die kritischen Probleme unserer Zeit finden. Der Accelerated-Discovery-Ansatz soll helfen, Forschungs- und Entwicklungsprozesse mit KI, Hybrid Cloud und schließlich Quantencomputern um das zehn- bis hundertfache des heute Möglichen zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Trebing + Himstedt hat die Partnerschaft mit Celonis bekanntgegeben. Die Unternehmen wollen zukünftig beim Thema Process Mining zusammenarbeiten.‣ weiterlesen

Im Rahmen einer Partnerschaft wollen Crate.io und Zühlke zukünftig gemeinsam an Smart Factory- und Industrie 4.0-Lösungen arbeiten.‣ weiterlesen

Die Dualis GmbH IT Solution hat für Lean-Manufacturing-Aufgabenstellungen ein Add-on zur 3D-Simulationsplattform Visual Components entwickelt. Basierend auf Process Modelling können damit automatisch branchengängige Standardized Work Sheets generiert werden.‣ weiterlesen

Um verschiedene Daten aufzubereiten und den Mitarbeitern nutzenbringend bereitzustellen, ist nicht immer ein großes IT-Projekt nötig. Wer schnell Daten für die Beschäftigten visualisieren möchte, sollte sich einmal näher mit Dashboards befassen.‣ weiterlesen

Die Simulation am digitalen Zwilling macht die Inbetriebnahme von Anlagen und Maschinen mit automatisierten Bewegungen sicherer. Fehler fallen früher auf und können behoben werden, bevor die Anlage aufgebaut ist. So lassen sich Schäden und Verzögerungen vermeiden. Auch als Schulungstool für Bediener und Programmierer ist die digitale Maschine hilfreich.‣ weiterlesen

ISPE, APV, Concept Heidelberg und die VDI/VDE Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik richten am 30. November bis zum 1. Dezember 2021 im Dorint Kongresshotel in Mannheim die 14. Offizielle GAMP 5 Konferenz aus.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige