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IIoT-Starterkit von Syntax

In sechs Monaten zum MVP

IIoT-Starterkits bestehen oft aus Gateway, einer Handvoll Sensoren und Daten-CD. Nicht so bei Syntax: Die Einstiegslösung des Industriespezialisten umfasst Vor-Ort-Beratung, Retrofit, Software und Integration. In sechs Monaten soll damit ein optimiertes MVP entstehen, das bei Anwendern die Lust auf mehr erweckt.

 (Bild: ©Robert Kneschke/stock.adobe.com)

(Bild: ©Robert Kneschke/stock.adobe.com)

Die IT-Firma Syntax will Hersteller mit IIoT-Starterpaketen befähigen, Erfahrungswerte mit der IIoT-gestützten Fabrikvernetzung aufzubauen. Im Paket sind Beratung, Hard- sowie Software enthalten und sein Nutzen lässt sich gut am Szenario Predictive Maintenance veranschaulichen, also der vorausschauenden Instandhaltung. Denn die Aussicht auf Kosteneinsparungen und schnelle Ergebnisse macht diesen Bereich zu einem vielversprechenden Testballon.

Planung und Beratung

Vor der testweisen Vernetzung einer Maschine oder Linie steht eine individuelle Planung und Beratung mit Syntax-Mitarbeitern an, nachdem diese das Werksgeschehen untersucht haben. Es folgt ein Workshop mit den Verantwortlichen aus IT und OT, Werkern sowie eventuell Data-Scientists, um ein Konzept zu entwickeln und wichtige Kernfragen anzugehen, wie die Erwartungen an das IIoT-Szenario oder eine sinnvolle Priorisierung. Auf der anderen Seite stehen die IT/OT-seitigen Voraussetzungen: Gibt es bereits anbindbare Maschinen? Wo ist ein Retrofit nötig? Wie sieht die aktuelle Datenumgebung und -architektur aus? Lassen sich bereits Sensordaten mit ERP-Daten verknüpfen, um ein transparentes Bild der gesamten digital erfassten Prozesslandschaft zu erhalten und eventuell sogar schon Closed-Loop-Szenarien umzusetzen? Die Ergebnisse des Workshops werden anschließend in eine konkrete Roadmap überführt.

Daten sammeln und bündeln

Nun müssen die relevanten Daten erfasst werden. Dazu umfasst das Paket Sensoren, Gateways und Edge Devices, etwa für Maschinen-Retrofits. Die Zahl der eingesetzten Komponenten hängt von der Ausstattung im Werk ab. Die nun erfassten Rohdaten müssen aggregiert, gefiltert, analysiert und die Ergebnisse in den Gesamtprozess zurückgespielt werden. Dafür nutzt das Starterkit eine Cloud-Umgebung in AWS und den dort integrierten Plattformservice. Die Lösung wertet Maschinen- und Sensordaten mithilfe von Algorithmen aus, die sich anhand erster Ergebnisse dann via Machine Learning sukzessive an die individuellen Anforderungen des Kunden anpassen. Zum Monitoring des System stellt Syntax eine IIoT-Plattform zur Verfügung. Diese fungiert als Steuerzentrale, die alle gesammelten Daten und Ergebnisse zusammenfasst, visualisiert und verwaltet.

Klein anfangen

Mit dem Starterpaket gehen Produzenten keine lebenslange Verpflichtung ein. Nach der Probezeit lassen sich alle Maßnahmen rückgängig machen. Ziel des Projektes ist es, durch positive Ergebnisse zu überzeugen. Deshalb sollte der erste Meilenstein ein Minimal Valuable Product (MVP) sein – im diesem Fall also ein erstes funktionierendes Predictive-Maintenance-Konzept, das innerhalb weniger Wochen fertiggestellt wird und als Proof of Concept (PoC) dient. Im Laufe der restlichen viereinhalb Monate wird dieses MVP angepasst und optimiert. Im Erfolgsfall sollen die Ergebnisse eine Überzeugung befördern, dass dieser ‚IIoT-Testlauf‘ nur der erste Schritt einer umfassenden strategischen Modernisierung ist, die Unternehmen neue servicebasierte und zukunftssichere Geschäftsmodelle ermöglicht.


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