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HSplan-Integration in SAP

Planzeit ermitteln, termintreu liefern

Die Fahrtreppen von Thyssenkrupp Elevator befördern Menschen weltweit. Ihr Preis sowie Termintreue sind ein großer Wettbewerbsfaktor. Dabei hat sich die IT-gestützte Planzeitermittlung als wichtiger Hebel erwiesen.

(Bild: Thyssenkrupp AG)

(Bild: Thyssenkrupp AG)

Der ursprüngliche Thyssen-Betrieb hat seinen Standort seit 1865 in Hamburg Billbrook. Im Jahr 1954 richtete sich das Unternehmen auf das Fahrtreppen-Geschäft aus. Nach der Fusionierung mit der Krupp AG im Jahr 1999 erfolgte die Umfirmierung des Industriekonzerns in Thyssenkrupp AG. In diesem Zuge wurden dem Geschäftsfeld Elevator Technology die Units Aufzüge und Fahrtreppen zugeordnet. Dieses Geschäftsfeld erwirtschaftet mit seinen 52.660 Beschäftigten einen Umsatz von rund 8Mrd.? und gehört weltweit zu den vier größten Aufzugherstellern. „Wir verstehen uns als Partner für städtebaulich orientierte Planer von urbanen Mobilitätslösungen. Die Projekte werden von uns beginnend mit der Planung, über die Fertigung und Installation bis hin zur After Sales Betreuung im Sinne des ‚Full Life Cycle‘-Ansatzes begleitet. Produziert wird aber auch in unseren Werken in Spanien und China“, berichtet Dipl.-Ing. Ronny Ischganeit, Managing Director bei Thyssenkrupp Fahrtreppen. Im Laufe der Jahre haben sich aus den diversen Kundenwünschen im Wesentlichen drei Anforderungsprofile herauskristallisiert, die in den Modellreihen Velino, Tugela und Victoria abgebildet werden. Das Hamburger Werk verfügt über drei Produktionsbereiche, die ihrerseits den Abteilungen Neuanlagen, Disposition und After Sales zugeordnet sind. Dementsprechend werden in der Disposition sowie auch im After Sales bzw. Servicebereich jeweils Arbeitspläne für selbst zu fertigende Lagerteile erstellt. Dabei handelt es sich in der Regel um bereits kalkulierte Ersatz- bzw. Standardbauteile.

Fehlkalkulation vermeiden

Insofern war dort die Dringlichkeit, eine geeignete IT-Lösung einzusetzen, nicht so gegeben wie bei der Arbeitsplanerstellung auf dem Sektor der Neuanlagen. Da es sich dabei im Wesentlichen um Unikate handelt, lag es nahe, eine Softwarelösung in die vorhandene IT-Infrastruktur zu integrieren und so mit belastbaren Planzeiten das Risiko einer Fehlkalkulation im Bereich Neubau zu reduzieren.

Einblick in den Antriebsmechanismus einer Fahrtreppe. (Bild: Thyssenkrupp AG)

Einblick in den Antriebsmechanismus einer Fahrtreppe. (Bild: Thyssenkrupp AG)

Arbeits- und Terminplanung

Die Planzeiten dienen zur Erstellung von Arbeitsplänen sowie zur Kapazitäts- und Terminplanung für die Fertigung. Zudem nehmen sie Einfluss auf die Vorkalkulation und Angebotserstellung. Letztlich sind nicht nur die reinen Bearbeitungszeiten zugrunde zu legen, sondern auch Rüst-, Neben- sowie Pufferzeiten. Eine Fehlkalkulation kann dazu führen, dass ein Angebot den Zuschlag nicht erhält oder die Auftragsabwicklung erweist sich als nicht kostendeckend und stellt die Termintreue infrage. „In der Vergangenheit haben wir die Planzeiten mit unserem Erfahrungshintergrund und nach dem Ähnlichkeitsprinzip geschätzt. Eine einheitliche Datenbasis lag bis vor einigen Jahren nicht vor, und die subjektiven Schätzungen der jeweiligen Arbeitsplaner führten daher durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen. Erfreulicherweise ist uns keine gravierende Fehleinschätzung unterlaufen“, berichtet Dirk Becker, Arbeitsvorbereiter Wertstrom Außen/Innen. „Eine geeignete IT-Lösung einzusetzen, um belastbare und reproduzierbare Planzeiten zu erhalten, schwebte mir schon lange vor. Außerdem war ich der Meinung, dass das Schätzen der Planzeiten insbesondere bei absoluten Neuteilen nicht mehr zeitgemäß war.“ Im Internet stieß Dirk Becker auf das von der HSI GmbH aus Erfurt entwickelte adaptive Arbeitsplanungs- und Kalkulationssystem HSplan. Folgende Anforderungen wurden an das System gestellt:

  • • Ermittlung realistischer Planzeiten,
  • • Eindeutige Nachvollziehbarkeit der ermittelten Planzeiten,
  • • Automatisierung der Planzeitermittlung und der Erstellung von Arbeitsplänen,
  • • Integration in die SAP geprägte ITInfrastruktur,
  • • kontinuierliche Anpassung der Technologiedaten sowie Abbildung veränderter oder neuer Bearbeitungsprozesse,
  • • übergeordnete Änderungen im Bestand der Arbeitspläne.


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