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Aus der Forschung in die Anwendung

Gutmeldung per App erfasst

Werden Prüfergebnisse, Status- oder Fehlermeldungen manuell in Excel-Tabellen eingetragen, kostet das Zeit und birgt Fehlerpotenzial. Mit der Software SmartQM lässt sich der Prozess digital und mobil am Smartphone abbilden.

(Bild: ©ipopba/stock.adobe.com)

(Bild: ©ipopba/stock.adobe.com)

Aus einem Forschungsprojekt zum digitalen Fehlermanagement ist nach dreijähriger Arbeit das Softwaresystem SmartQM entstanden. Es soll Anwender dabei unterstützen, die Qualitätssicherung zu digitalisieren, indem es sowohl Gutmeldungen als auch auftretende Fehler mobil per Smartphone oder Tablet erfasst und in einer Datenbank speichert. Eine weiterführende Analyse und Bearbeitung von einzelnen Meldungen kann anschließend im Webbrowser vorgenommen werden. Entwickelt wurde das Softwaresystem durch PRS Technologie und i2solutions mit fachlicher Unterstützung der RWTH Aachen University.

Fehler kosten Geld

Aktuelle Untersuchungen und Studien zeigen, dass Fehlerkosten als Teil der Qualitätskosten – beispielsweise im Maschinenbau – im Mittel circa drei Prozent des Jahresumsatzes deutscher Betriebe ausmachen. Ein fertigendes Unternehmen mit 40 Millionen Euro Umsatz gibt somit beispielsweise jeden Monat 100.000 Euro für Fehler aus. An diesem Punkt setzt das Softwaresystem an: Es reduziert die Zeit zur Erfassung einzelner Meldungen und schafft gleichzeitig eine Datenbasis, die eine nachhaltige Abstellung von Fehlern und Problemen ermöglicht. Durch mobile Endgeräte, insbesondere auch Smartphones, Datenübertragung per WLAN sowie die Schaffung von Datenbankstrukturen kann das System die klassische Fehlersammelliste oder die Dokumentation in Excel-Tabellen ersetzen. Dadurch lassen sich Prüfergebnisse, Status- oder Fehlermeldungen bis zu siebenmal schneller dokumentieren. Gleichzeitig steigt die Datenqualität, da manuelle Übertragungsfehler vermieden werden.

Der Status Quo

Im Zuge des Forschungsprojektes im Vorfeld zur SmartQM-Entwicklung wurde zunächst der Status Quo der Qualitätssicherung bei produzierenden Unternehmen beleuchtet. Die Projektbeteiligten identifizierten dabei zwei wesentliche Herausforderungen: Zum einen werden auftretende Fehler in der Produktion oft nur unvollständig erfasst, was die Fehleranalyse später unnötig erschwert. Dabei dokumentierten insbesondere größere Unternehmen ihre Prüf- und Fehlerdaten zwar in einem CAQ(Computer Aided Quality)-System, jedoch gaben lediglich sechs Prozent aller Befragten an, auf Smartphone-gestützte Lösungen zur Dokumentation zurückzugreifen. Zum anderen zeigte sich in der Untersuchung, dass die nur selten angewendete digitale Erfassung der Daten bei kleinen und mittleren Unternehmen zu Problemen in der Datenorganisation führt. Dadurch können Meldungen der Qualitätssicherung nicht systematisch ausgewertet werden. Mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen gaben zwar an, eine zentrale Datenbank mit ihren Fehlerdaten besitzen, diese jedoch nicht für eine tiefgreifende Fehleranalyse nutzen zu können.


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