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Implementierung mit Pre-Study vorbereiten

Grundlage für MES-Projekte

Gehen Unternehmen ein Digitalisierungsprojekt in der Produktion an, so ist dies bei vielen Unternehmen mit der Einführung eines Manufacturing Execution Systems (MES) verbunden. Bevor jedoch die Aufgaben eines solchen Systems definiert werden, müssen die Weichen im Management gestellt und alle einbezogenen Mitarbeiter auf einen Nenner gebracht werden.

 (Bild: ©Mimi Potter/adobe.stock.com / MPDV Mikrolab GmbH)

(Bild: ©Mimi Potter/adobe.stock.com / MPDV Mikrolab GmbH)

Die Einführung eines Manufacturing Execution Systems stellt Unternehmen häufig vor große Herausforderungen. Sie kann zeitaufwändig und kostenintensiv sein – daher gilt es, gut vorbereitet zu sein. Das Beratungshaus Perfect Production hat zu diesem Zweck die ‚MES Pre-Study‘ erarbeitet, die in einer frühen Phase Klarheit über die zu erreichenden Ziele und Anforderungen eines MES sowie über die notwendigen Schritte schaffen soll.

Gleiches Verständnis schaffen

An erster Stelle steht dabei die Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses im Managementteam zu den Themen Digitalisierung und Industrie 4.0. Dafür sollten die Entscheider zunächst im Rahmen eines Kick-off Workshops auf einen einheitlichen Kenntnisstand gebracht werden. Ferner ist die Definition unternehmensspezifischer Anforderungen und Ziele hinsichtlich der MES-Einführung eine wichtige Aufgabe, an der sich andere Teilaufgaben ausrichten müssen. Mit Kenntnis der Möglichkeiten kann das Management in die Diskussionen zu deren Nutzen einsteigen. Daraus wird gemeinsam mit dem Management der Scope für die anschließende Pre-Study festgelegt. Die Moderation solcher Workshops erfordert nicht nur Fachkenntnisse im Umfeld der Digitalisierung, Industrie 4.0 und MES, sondern auch im Bereich der Analyse und Bewertung bestehender Prozesse in Produktion und Administration. Die Ergebnisse aus dem Kick-off müssen dann entsprechend aufbereitet und an das Projektteam kommuniziert werden, um sicherzustellen, dass die Rahmenbedingungen in den nachfolgenden Schritten berücksichtigt werden.

Wertstromanalyse 4.0

Mit Hilfe der Wertstromanalyse 4.0 werden Informationen zu den aktuellen Prozessen gesammelt – üblicherweise im Rahmen von Interviews gemeinsam mit den Processownern – und dokumentiert. Im ersten Teil der Wertstromanalyse wird der Herstellungsprozess und Materialfluss beschrieben. Der zweite Teil zeigt den Informationsfluss und die Planungsabläufe vom Eingang des Kundenauftrags bis zum Warenversand. In beiden Teilen werden zudem die einzelnen Systeme und IT-Tools aufgenommen. Die Wertstromdarstellung der Ist-Prozesse kann mit einem Röntgenbild verglichen werden. Die Analyse soll sicherstellen, dass mögliche Potenziale im Bereich Lean Production und Lean Administration gefunden werden, die vor der Digitalisierung durch Prozessverbesserung realisiert werden sollten. Dadurch soll vermieden werden, dass unnötig komplexe Prozesse eins zu eins digital abgebildet werden. Ein weiterer Vorteil ist die Einbindung des Projektteams in den Analyseprozess. Die Teilnehmer erfahren dadurch mehr über Prozesse außerhalb ihres Verantwortungsbereichs.


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