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Energiemanagement-Plattform bei Rehau

Verbrauchsbild erstellen und optimieren

Lastmanagement Jahreslastgang (Bild: WiriTec GmbH)

Lastmanagement Jahreslastgang (Bild: WiriTec GmbH)

Nutzung europaweit

Rehau hat eine Benutzergruppe aufgebaut, die als Systemadministratoren der wichtigsten Werke fungiert. Deren Schulung übernahm Markus Weiß, der auch als zentrale Schnittstelle zum Softwarehersteller fungiert. In internen Schulungen gibt er sein Wissen an seine Administratoren weiter, die sich dann wiederum vor Ort um das WiriTec-System ihres Werkes kümmern. Derzeit gibt es sechs Administratoren und etwa 80 aktive Nutzer. An den europäischen Rehau-Standorten kommt die englischsprachige Version der Software zum Einsatz. Die Schulung der Nutzer erfolgt über Workshops mit jeweils 30 bis 40 Teilnehmern, wobei jeder Workshop sowohl in Deutsch als auch in Englisch angeboten wird.

Nachhaltigkeit

Eines der Ziele der Rehau-Gruppe ist der schonende Umgang mit Ressourcen. Ein Beispiel dafür ist das Anfang 2018 implementierte, automatisierte Lastmanagementsystem im Werk Wittmund, das ebenfalls auf der C-Plattform realisiert wurde. „Wir schalten eingangs definierte elektrische Lasten vollautomatisiert, je nach Betriebszustand, zu und ab“, erläutert Markus Weiß. „Die Mess- und Schaltdaten visualisieren wir mit Hilfe der WiriTec-Software und schaffen so eine höhere Akzeptanz bei den Mitarbeitern der Produktion“. In der Praxis läuft dies folgendermaßen ab: Ein Schaltservice in der EMS-Plattform holt sich von der Sensorik die Daten, wertet diese aus, und gibt Schaltbefehle an eine Siemens S7-Steuerung weiter. Daraufhin werden schaltbare Lasten zu- und abgeschaltet. Wichtigster Punkt hierzu: Die Intelligenz des Systems liegt zentral bei der Software und nicht verstreut in den einzelnen Controllern. Das Lastmanagement in Wittmund wurde 2018 erfolgreich durchgeführt. Die Ersparnis beläuft sich auf etwa 540.000 Euro. Im Jahr 2019 wurden in Wittmund ca. 450.000 Euro und in Viechtach 45.000 Euro durch Lastmanagement eingespart. Weitere Rollouts an anderen Standorten sind in Planung.

Produktionsdaten analysieren

Zur Erweiterung des Energiemanagement-Systems wurden zusätzliche Importschnittstellen für bisher noch nicht verfügbare Datenprotokolle definiert und durch den Softwarehersteller umgesetzt. Die Schnittstellen betreffen das Produktionsleitsystem EVF sowie die Lösungen OpenWeatherMap und e-Point. Als nächster Schritt ist eine Produktionsdatenanalyse geplant. Sie beinhaltet eine energetische Kennzahl je Artikelnummer und Auftrag. Das schließt ein, den Produktionsplanern eine Empfehlung zu liefern, welcher Artikel auf welcher Anlage produziert werden sollte, um je nach Artikelnummer die energieeffizienteste Strecke auszuwählen. Darüber hinaus betrifft diese Analyse auch die Kostenkalkulation. So können in Zukunft die Energiekosten eines jeden Auftrags ausgewiesen und in der Preisgestaltung der Produkte berücksichtigt werden.


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