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Chance für ungelernte und Menschen mit Behinderung

Digitale Assistenzsysteme integrieren Mitarbeiter

 (Bild: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover)

(Bild: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover)

Vier Schritte

Unternehmen, die digitale Assistenzsysteme integrieren wollen, sollten sich in einem ersten Schitt fragen, wo es Probleme gibt, in welchen Bereichen die Produktion besonders komplex ist, wo diese erleichtert werden könnte und wo es besonders häufig zu Fehlern kommt. Im zweiten Schritt kann das Lastenheft erstellt werden. Dort sollte nicht nur definiert sein, was das System können soll und was es nicht darf, sondern auch, welche Bedürfnisse der Anwender zu berücksichtigen sind. Sollen möglichst viele Menschen in die Produktion integriert werden können, ist wichtig, dass das System intuitiv ist und weder kommunikative noch physische Barrieren enthält.

Technologieauswahl

Der dritte Schritt besteht aus der Technologieauswahl. Aufgrund der Angebots- und Anbietervielfalt empfiehlt es sich, entsprechendes Expertenwissen hinzuziehen. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren bieten sich kleinen und mittleren Betrieben hier als Anlaufstelle an. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards hat als ein Beispiel mit der Mobilien Offenen Werkstatt die Möglichkeit geschaffen, sich über freie, offene Standards direkt im eigenen Produktions- oder Handwerksbetrieb informieren zu lassen. Im persönlichen Gespräch sowie anhand von Demonstratoren informieren die Experten dabei u.a. darüber, wie mit offenen Standards Abhängigkeiten bei IT-Systemen zu vermeiden sind. Das ist besonders dann wichtig, wenn das digitale Assistenzsystem nicht als ‚Stand-Alone‘ Gerät geplant ist, sondern in das ERP-System miteingebunden werden soll.

Pilotprojekt

Der letzte Schritt ist die Einführung des digitalen Assistenzsystems. Der Rollout sollte dabei möglichst ebenfalls in mehrere Schritte aufgeteilt werden. Zunächst empfiehlt sich ein Pilotprojekt. Die Mitarbeiter, die einen solchen Piloten testen, eignen sich später zudem dazu, andere Mitarbeiter mit dem neuen System vertraut zu machen. Sie sollten daher frühzeitig auch auf ihre Rolle hingewiesen und entsprechend gefördert werden.

Eigene Marke stärken

Der Fachkräftemangel spricht zweifellos für den Einsatz und die Entwicklung digitaler Assistenzsysteme, mit denen Arbeitsprozesse erleichtert und mehr Menschen in den Arbeitsalltag integriert werden können. Hinzu kommt, dass Unternehmen, die sich auf den globalen Märkten behaupten möchten, oftmals nicht nur gefragt werden, wie sie ihre Produkte herstellen, sondern auch, unter welchen Bedingungen und worin ihr Wert für die Gesellschaft liegt. Unternehmen, die sich dem stellen und möglichst vielen Menschen Zugang zu Arbeit ermöglichen, leisten daher nicht nur einen Dienst an der Gemeinschaft. Sie stärken mit der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung letztlich auch ihre eigene Marke.


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