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Die Vorzeigewerke von Eaton Industries

Waren- und Informationsfluss vernetzt und optimiert

Bei den abteilungsübergreifenden Tier-Meetings (hier bei Eaton Industries in Holzhausen) werden Entscheidungen auf der Basis der aktuellen Informationen getroffen, die webbasierte Produktions-Cockpits anzeigen. (Bild: Werksfotos GRP GmbH / Gerd Arnolds)

Bei den abteilungsübergreifenden Tier-Meetings (hier bei Eaton Industries in Holzhausen) werden Entscheidungen auf der Basis der aktuellen Informationen getroffen, die webbasierte Produktions-Cockpits anzeigen. (Bild: Werksfotos GRP GmbH / Gerd Arnolds)

Schnell und gut entscheiden

An diesen Produktions-Cockpits finden die täglichen abteilungsübergreifenden Produktionstreffen (Tier-Meetings) statt, an denen Schichtführer, Abteilungsleiter, Produktionsleiter sowie Mitarbeiter der Instandhaltung und der Personalabteilung teilnehmen. Hier sind die aktuellen Produktionsdaten verfügbar. Welche Probleme gab es? Woher kam das Vormaterial? Wo wird es benötigt? Für welchen Artikel? Was kann ich am eigenen Prozess verbessern? So werden Entscheidungen auf der Basis aktueller und stimmiger Daten getroffen und ihre Auswirkungen sind sofort sichtbar. Diese Stand Up Meetings sind strikt auf 15 Minuten beschränkt.

Unverzichtbarer Bestandteil

Mit der Pionierarbeit, die das Team über Jahre geleistet hat, ist KBS heute im Eaton Konzern Vorreiter und Vorzeigefabrik für die Digitalisierung von Produktionsabläufen. Das Erfolgsrezept für die Einführung und das Ausrollen eines solchen Systems ist, von Anfang an Betrofene zu Beteiligten zu machen: Planer, Bediener und Einrichter ebenso wie Abteilungsleiter und die Werksleitung. Erst dann kamen die richtigen Fragen auf und praxisgerechte Lösungen entstanden. Eine Kultur des Miteinanders anstelle eines Gegeneinanders entwickelte sich. Ein weiterer Baustein war die strategische Partnerschaft mit den Lieferanten der Software Tetys mit GRP und FLS. Auf allen Seiten fanden sich Teamplayer. Das Zusammenwachsen wurde in jüngster Zeit durch die Intensivierung der Zusammenarbeit von GRP und FLS weiter begünstigt. Jetzt arbeiten beide Firmen mit einer Geschäftsführung unter einem Dach, das verkürzt Kommunikationswege und führt schneller zu Lösungen.

Eine Kultur der Verbesserung

Das Verschmelzen von Produktionsplanung und MES auf der einen Seite und ihre intensive Anbindung an das ERP-System auf der anderen haben zu einer effizienten, beruhigten Fertigung, hohem Durchsatz und hoher Flexibilität geführt. Obwohl die Autoren sich seit Jahren mit der Thematik befassen, haben sie weder innerhalb noch außerhalb des Konzerns ein Planungs- und Steuerungssystem gesehen, das die Durchgängigkeit zwischen Planung, Betriebsdatenerfassung und Qualitätsmanagement in vergleichbarer Weise realisiert. Die Abbildung aller Prozesse auf der Shop-Floor-Ebene und die hohe Transparenz über alle Ebenen hinweg haben hohen Nutzen. Sie zeigt jedoch gnadenlos auch Fehler auf. In Dausenau und Holzhausen ist es gelungen, damit umzugehen. Es ist eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung entstanden, in der gesagt wird: „Gut, dass wir das herausgefunden haben und morgen machen wir es besser.“ Außerdem hat das System einen weiteren Effekt: Das Wissen über die Produktionsprozesse und die Erfahrung der Experten kann in das System überführt werden und ist so langfristig gesichert, auch wenn Mitarbeiter andere Aufgaben übernehmen.

Die zukunftsfähige Fabrik

Auch die Intralogistik will Eaton entlang der gesamten Lieferkette optimieren. Um Warenbewegungen zu erfassen, sollen Warenträger und Gebinde mit RFID-Transpondern ausgestattet und automatisch lokalisiert werden. Außerdem sollen Kunden und Lieferanten mit dem System verbunden werden, damit Kunden ihre Bestellungen selbst in das System einspeisen können. So können neue Aufträge sofort in die Planung übertragen werden. Das gleiche soll auch für Lieferanten etabliert werden. Für den gesamten Konzern ist die Shop-Floor-Lösung ebenfalls bedeutsam, denn in dieser Datenkugel steht das gesammelte Wissen zur Verfügung, wie sich heute digitalgestützt produzieren lässt. Da die Prozesse im System so abgebildet wurden, dass andere Werke sie ebenfalls ausrollen könnten, lassen sich die weltweiten Standorte des Konzerns künftig noch enger verzahnen.


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