Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Condition Monitoring in der Fläche

Sensor mit integrierter Datenverarbeitung

Condition-Monitoring-Systeme werden meist nur an wenigen hochkritischen Stellen installiert, weil sie noch immer kostspielig und kompliziert einzurichten sind. Mit den BCM-Sensoren von Balluf sollen sich auch normale Komponenten wirtschaftlich überwachen lassen.

(Bild: Balluff GmbH)

(Bild: Balluff GmbH)

Bereits in den Autos der 1960er Jahre gab es einfache Sensoren und Warnleuchten etwa für den Ölstand. Die Entwicklung ging konsequent weiter und heute gilt die Umsetzung des automatisierten Condition Monitoring in der Luftfahrt nahezu als perfekt. Ohne Sensorik, die jedes Bauteil in jeder Sekunde im Blick hat, sind moderne Flugzeuge nicht mehr denkbar. In der Automatisierungstechnik ist die Realität jedoch eine andere. Condition-Monitoring-Systeme werden hier nur punktuell an kritischen Stellen und dabei oft temporär eingesetzt. Das Preisniveau ist hoch und der Umgang mit der Technik schwierig. Die Auswertung und Analyse ist aufwendig und erfordert tiefgreifendes Knowhow bei Einrichtung und Betrieb. Für den flächendeckenden Einsatz im Anlagen- und Maschinenbau sind solche Lösungen deshalb ungeeignet. Nichtsdestotrotz sind aber aussagekräftige Informationen aus den Anlagen und Maschinen notwendig, um beispielsweise durch rechtzeitige Wartungsmaßnahmen ungeplante Stillstandzeiten zu verhindern.

Sensor für viele Einsätze

Hier könnten preislich attraktive Sensoren einen Markt finden, die sich einfach integrieren und bedienen lassen, eventuell mehrere Messgrößen erfassen, sowie mit der Steuerung oder übergeordneten Datenbanksystemen kommunizieren können. In seinen multifunktionalen Condition-Monitoring-Sensoren BCM will Balluff diese Fähigkeiten vereinen. Der 30g wiegende Sensor mit den Maßen von 32 x 20 x 10mm im robust ausgelegten Edelstahlgehäuse ermöglicht eine kontinuierliche Zustandsüberwachung sowie das automatisierte Monitoring von Grenzwerten und liefert Informationen über den aktuellen Zustand der Maschinenkomponente, an die er montiert ist. Der Sensor erfasst physikalische Größen wie Vibration, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und verarbeitet diese on Board zu statistischen Kenngrößen wie RMS (quadratisches Mittel), Mean (Mittelwert), Peak-to-Peak, Min/Max etc. Der Anwender soll sich dadurch nicht mehr mit den Feinheiten der Schwingungsanalyse auseinandersetzen müssen. Stattdessen liefert der Sensor die angeforderten Daten über IO-Link konfiguriert an ein übergeordnetes System. Das kann eine Steuerung sein, die die Informationen nutzt und gegebenenfalls eine Störmeldung ausgibt. Die Zustandsdaten lassen sich aber auch in einer Datenbank speichern und weiterverarbeiten.

Kommuniziert per IO-Link

Parametriert wird der Sensor über das Kommunikationsprotokoll IO-Link. So lässt sich die Auswertung im Sensor auf die Applikation abstimmen, ohne weitere Software oder externe Auswertegeräte. Der Inhalt der Prozessdaten ist definierbar und erlaubt es, bis zu fünf gemessene oder vorverarbeitete Daten zyklisch zu übertragen. Zudem ist eine azyklische Abfrage weiterer statistischer Auswertegrößen möglich. Beim automatisierten Monitoring sind für Mess- oder Auswertegrößen Grenzwerte für Vor- und Hauptalarme definierbar, sodass der Sensor bei bestimmten Ereignissen Warnmeldungen erzeugt und über Statusbits direkt zur Verfügung stellt.

(Bild: Balluff GmbH)

(Bild: Balluff GmbH)


Das könnte Sie auch interessieren:

In einem Best Practice hat der Komponentenlieferant Sick über die Plattform TwinStore ein digitales Abbild eines seiner Sicherheitsschaltgeräte bereitgestellt. Der Vorteil für die Kunden von Sick: durch Daten beschleunigtes Engineering.‣ weiterlesen

Die Roboterdichte im produzierenden Gewerbe hat weltweit mit durchschnittlich 113 Industrie-Robotern pro 10.000 Mitarbeiter einen neuen Rekord erreicht. Das berichtet die International Federation of Robotics.‣ weiterlesen

Die Schadsoftware Emotet hat zu großen Schäden in Unternehmen, Institutionen und Privathaushalten geführt. Nun ist es gelungen, das dahinterstehende Netzwerk zu zerschlagen.‣ weiterlesen

Der Umsatz mit ERP-Software hat sich in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert. Während der hiesige Umsatz laut Statista 2016 noch bei rund 1,71Mrd.€ lag, wurde 2019 ein Umsatz von rund 1,88Mrd.€ erzielt. Bis 2021 soll der Umsatz mit ERP-Lösungen bereits 1,99Mrd.€ betragen. Doch die Corona-Pandemie hat auch die Business Software Branche, allen voran die ERP-Anbieter getroffen. Dabei können ERP-Systeme ein Treiber der Modernisierung sein.‣ weiterlesen

Wo sich Prozesse verbessern lassen, schlummert Potenzial. Doch wer Abläufe optimieren oder automatisieren will, muss sie genau kennen. Process Mining vermittelt solches Wissen. Doch die Projekte sind durchaus komplex und folgende Untiefen sollten Firmen tunlichst vermeiden.‣ weiterlesen

Eigentlich hätte die Logimat Ende Juni in Stuttgart stattfinden sollen. Nun hat der Veranstalter Euroexpo mitgeteilt, dass die Messe aufgrund der Corona-Lage in diesem Jahr nicht stattfinden wird.‣ weiterlesen

Europäische Unternehmen, die sowohl ihre Digitalisierung als auch einen nachhaltigen Wandel vorantreiben, haben laut einer Accenture-Studie bessere Chancen, sich schneller von den Folgen der Covid-19-Pandemie zu erholen bzw. sogar gestärkt aus der Krise hervorzugehen.‣ weiterlesen

Der Maschinen- und Anlagenbau zieht eine gemischte Bilanz für das abgelaufene Jahr, so das Ergebnis der 9. VDMA-Blitzumfrage zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, an der 575 Mitgliedsunternehmen teilnahmen. Vier von fünf Unternehmen schließen das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang ab.‣ weiterlesen

Mit der Übernahme durch ATS Global wird aus der Lean Scheduling international die ATS Lean Scheduling International.‣ weiterlesen

Mit der Sphinx Open Online on Pluscloud haben Plusserver und GFT Technologies ihre Kompetenzen im Bereich IoT gebündelt. Einsatzgebiete sind beispielsweise Smart Factories in der Produktion.‣ weiterlesen

Wir erleben den größten Einbruch der Weltwirtschaft seit dem 2. Weltkrieg, wenn nicht den 1930er Jahren, meint Wolfgang Weber. Wie der Vorsitzende der ZVEI-Geschäftsführung berichtet, sanken Produktion, Umsatz und Export der deutschen Elektroindustrie in den ersten neun Monaten 2020 pandemiebedingt je um rund acht Prozent gegenüber Vorjahr. Was er auch beobachtet, ist eine noch stärkere Hinwendung der Branche zur Digitalisierung.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige