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Robotic Process Automation bei der Härterei Reese

Ohne neue Software zu datenbasierten Entscheidungen

Die IT-Landschaft der Härterei Reese hat sich über viele Jahre durch unterschiedlichste Lösungen zersplittert. Daten aus unterschiedlichen Systemen mussten manuell zusammengetragen werden. Mit Robotic Process Automation (RPA) kann das Unternehmen nun belastbare Business-Daten aus ihren Systemen ziehen – ganz ohne neue Software.

Bild: Industrial Analytics Lab GmbH

Bild: Industrial Analytics Lab GmbH

Wie profitabel ist welche Maschine? Wie entwickelt sich der Kundenbedarf, und wie lang sind die Durchlaufzeiten tatsächlich? Fragen, die die Härterei Reese an ihren vier Standorten in Bochum, Brackenheim, Chemnitz und Weimar über viele Jahre mit aus unterschiedlichen Systemen stammenden Kennzahlen aus unterschiedlichen Systemen heraus beantwortet hat. Inzwischen setzt das Unternehmen auf ein automatisches Verfahren, um diese Daten aus der eigenen IT-Landschaft zu gewinnen – obwohl diese nie auf umfangreiche Datengewinnung ausgelegt war.

„Auf Grund des Ermittlungsaufwandes haben wir zum Teil auch geschätzt“, beschreibt Jörg Döllekes, zusammen mit Gerhard Reese Geschäftsführer des Standortes Bochum, „zum Beispiel, um Angebote zu schreiben.“ Auf der einen Seite setzt die Härterei Reese auf Know-how, auf Erfahrung und Fachwissen und auf der anderen Seite musste die Härterei otf auf Intuition, und Bauchgefühl setzen. Der Grund dafür liegt im Wachstumsprozess der Firma: „Natürliches, organisches Wachstum über Jahrzehnte hält ein Unternehmen zwar gesund, führt aber oft auch zu einer zersplitterten IT-Landschaft“, beschreibt Sebastian Kollmar, Managing Data Analyst bei der Industrial Analytics Lab GmbH (IAL) in Bochum. Das Unternehmen berät mittelständische Unternehmen bei Themen wie Digitalisierung und Datenanalyse.

Unterschiedliche Datenquellen

„Wie bei vielen anderen mittelständischen Unternehmen auch, hatte die Härterei Reese viele verschiedene Datenquellen, wie zum Beispiel aus dem ERP und aus anderen Anwendungen. Doch diese Daten wurden nur teilweise ausgewertet und miteinander verknüpft, und das auch noch per Hand“, so Kollmar. Abteilungsleiter trugen manuell Statistiken per Excel zusammen.

„Diese Zahlen wollte ich schneller haben, auf Knopfdruck“, beschreibt Geschäftsführer Döllekes, „und standardisiert. Daher bin ich auf das IAL zugegangen.“ Für diesen Zweck bietet das IAL Robotic Process Automation (RPA) an. Mit diesem Verfahren können Unternehmen ein großes Bild aus verschiedenen Datenquellen gewinnen. Quellen, die keine oder die falschen Schnittstellen haben und oftmals manuell ausgewertet und verknüpft werden müssen.

Bild: Industrial Analytics Lab GmbH

Bild: Industrial Analytics Lab GmbH

Daten automatisch zusammentragen

„Mit unseren Werkzeugen für Robotic Process Automation gelingt diese Handarbeit automatisch“, beschreibt Sebastian Kollmar. Dabei bedient eine Software die verschiedenen Subsysteme einer zersplitterten IT-Landschaft genauso, wie ein Mensch es tun würde — mit Maus und Tastatur.

Die Eingaben finden allerdings nur innerhalb der Software statt. Ein solches Tool ist in der Lage, rund um die Uhr verschiedene Enterprise-Relationship-Programme, Maschinendaten, Personal- oder Finanz- und Buchhaltungsdaten zu bedienen und Daten zusammen zu tragen.

Das bei Reese eingesetzte RPA-Skript sammelt jeden Morgen um sechs Uhr verschiedene Daten, bündelt diese und setzt sie miteinander in Korrelation. „Damit sammeln wir unter anderem Daten über Aufträge und Bauteile, die angeliefert wurden; ebenso verknüpfen wir die Informationen, was damit an welchen Anlagen gemacht und wann die Teile ausgeliefert wurden“, so Kollmar.

Bild: Industrial Analytics Lab GmbH

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