Anzeige
Beitrag drucken

IT-Sicherheit

Wissen schützen per Dongle und Co.

Software ist für viele Hersteller mittlerweile so schützenswert wie die Technik ihrer Produkte selbst. Der Schaden durch Kopieren, Reverse Engineering und Manipulation kann existenzbedrohend sein. Das ist ein guter Grund, in Technik zu investieren, die Software etwa auf Maschinen und Steuerungen gegen unerwünschten Zugriff absichern kann.

Wibu-Systems bietet abgesichertes Passwort-Management für das TIA Portal von Siemens.

Bild: Wibu-Systems AG

Globalisierung, individualisierte Produkte und der Einsatz von Software haben dazu geführt, dass sich der Markt für Maschinenbauer und Gerätehersteller verändert hat. Software zählt dabei vielerorts zum wertvollsten Knowhow der Hersteller. Somit steht sie auch im Fokus von möglichen Angreifern, um Produktpiraterie, Reverse Engineering und Manipulation zu betreiben. Schützen lassen sich diese Werte etwa mit der Codemeter-Technologie der Wibu-Systems AG. Das System nutzt unterschiedliche Verschlüsselungsverfahren wie die symmetrische Verschlüsselung AES (Advanced Encryption Standard) und die asymmetrische Verschlüsselung ECC (Elliptic Curve Cryptography) oder RSA (Rivest, Shamir, Adleman) um die Software vor unerwünschtem Zugriff zu schützen. Die kryptografischen Schlüssel werden gemeinsam mit Lizenzbedingungen und Optionen wie Pay-per-Use-Zähler, Zeitbegrenzung, Named-User oder Floating Licenses in einem Container gespeichert. Der Container kann ein Dongle oder eine softwarebasierte Aktivierungsdatei sein, die an den Fingerabdruck des Zielsystems angebunden wird. Teil des Technologiepakets sind Anwendungen und eine Schnittstelle zum Ver- und Entschlüsseln sowie zum Signieren. Für die Integration in die Geschäftsprozesse sowie in ERP- und E-Commerce-Anwendungen dient die Anwendung Codemeter License Central, die auch in einer Cloud betrieben werden kann.

Integration in Steuerungen

Verschiedene Steuerungsanbieter haben Codemeter-Technologie bereits in ihre Engineering-Werkzeuge integriert. Damit können Hersteller Programmcodes schützen, die sie selbst entwickelt haben. Zu den Lösungen der Steuerungsanbieter zählen Siemens mit dem TIA Portal, ABB, B&R Automation Studio, Codesys sowie Phoenix Contact mit dem PC Worx Engineer und Rockwell Software Studio 5000 Logix Designer. Das TIA Portal selbst erlaubt Maschinen- und Anlagenbauern den Zugriff auf ein Software-Paket, das neben Funktionen zur Automatisierung und Digitalisierung auch Engineering-Daten beinhaltet. Ab der Version 14 SP 1 des Portals steht zudem ein Passwort-Provider zur Verfügung, der mit der Passwort-API von Siemens verknüpft ist. Die Passwörter können so in den Codemeter-Dongles gespeichert werden. Die Zugangskontrolle über Nutzungszeitraum, Ablaufdatum oder einen Nutzungszähler legt fest, wie die Benutzer auf Engineering-Daten zugreifen beziehungsweise ob sie diese verändern können. So soll sichergestellt werden, dass nur berechtigte Benutzer die entsprechenden Projekte sehen und bearbeiten können.


Das könnte Sie auch interessieren:

Eine Gießerei von Daimler-Motorblöcken rang mit Qualitätsproblemen und hohem Ausschuss. Nachdem sie eine KI-Lösung 15 Monate lang mit allen möglichen Unternehmensdaten fütterte, gab diese neue Betriebsparameter für die Produktion aus. Bereits im ersten Monat nach Anwendung dieser Parameter schleuste sie 50 Prozent weniger Motorblöcke aus.‣ weiterlesen

Nach einem zweistelligen Wachstum im September verzeichnete der Auftragseingang in der Elektroindustrie im Oktober einen Rückgang.‣ weiterlesen

70 Prozent der Firmen mit 250 bis 500 Beschäftigen setzen bereits Roboter ein. Mehr Produktivität und geringere Kosten sind die Hauptgründe dafür, wie die Umfrage von Reichelt Elektronik ergab.‣ weiterlesen

Wer braucht noch Touchscreens? Die nächste Lösungsgeneration für das industrielle Bedienen und Beobachten steht bereits vor der Tür. Noch sind diese Nachfolger eher in Nischen zu finden, aber dort kommunizieren Menschen bereits multi-sensuell mit ihrem Rechner.‣ weiterlesen

Steigende Datenmengen, europäische Cloud-Infrastrukturen, neue Hardware und der Energieverbrauch von Rechenzentren – dies sind aus Sicht des Herborner Unternehmens Rittal zentrale Datacenter-Trends des Jahres 2020.‣ weiterlesen

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wuchsen die Exporte der deutschen Wirtschaft im Oktober um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Importe nahmen hingegen ab.‣ weiterlesen

Nicht der Mensch bezahlt an der Kasse, sondern das Auto direkt an der Ladesäule. In einer Ökonomie der Dinge könnte dies Wirklichkeit werden. Genau daran forscht Bosch gemeinsam mit der TU Darmstadt.‣ weiterlesen

Für 78Mio.US$ hat Tenable das Security-Unternehmen Indegy übernommen. Mit der Akquise will Tenable sein OT-Security-Portfolio erweitern.‣ weiterlesen

In München wurde das neue Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS  eröffnet. Schwerpunkt der Forschung soll auf der Absicherung künstlicher Intelligenz (Safe Intelligence) liegen.‣ weiterlesen

Nach einer kurzfristigen Entspannung im September liegt der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Oktober elf Prozent unter dem Vorjahreswert.‣ weiterlesen

Ein wesentliches Ziel der Fertigungsplanung ist die optimale Auslastung der Produktion. Mit Algorithmen zum Reinforcement Learning lassen sich hervorragende Planungsergebnisse erzielen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige