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Vision-Systeme für Cobots

Dem Roboter die Augen öffnen

Roboter helfen vielerorts, die Produktion zu automatisieren. Mit Vision-Systemen lernen sie sogar das Sehen – etwa um ihre Umgebung wahrzunehmen. Allerdings gilt es dabei einiges zu beachten, nicht nur bei der Auswahl des Systems.

Vision-Systeme werden in Zukunft zunehmend an Relevanz gewinnen. Die Ausstattung eines Cobots mit einem Sehsinn ist daher eine sinnvolle Ergänzung.(Bild: OnRobot A/S)

Vision-Systeme werden in Zukunft zunehmend an Relevanz gewinnen. Die Ausstattung eines Cobots mit einem Sehsinn ist daher eine sinnvolle Ergänzung.(Bild: OnRobot A/S)

Zehn Millionen Informationen kann das menschliche Auge innerhalb einer Sekunde aufnehmen. Dabei ist es so komplex wie kaum ein anderes Organ. Zusammen mit dem Gehirn verarbeitet es eingehende Informationen, leitet diese umgehend weiter und bildet die Welt optisch ab – ähnlich einer Filmkamera. Der Sehsinn erlaubt es, ein breites Spektrum an Aufgaben zu erledigen, vom Griff nach der Kaffeetasse bis hin zu feinmechanischen Präzisionsarbeiten wie der Montage eines Uhrwerks. Dabei stecken selbst hinter intuitiven Handgriffen hochkomplexe Prozesse.

Nur so intelligent wie der Code

Maschinen hingegen sind nur so intelligent, wie ihre Programmierung es erlaubt. Welche Möglichkeiten es dabei gibt, zeigen vor allem Cobots. Im Gegensatz zu altbekannten Industrierobotern stellen sie eine platzsparende und erschwingliche Automatisierungslösung dar. Sie können Arbeitskräfte beispielsweise unterstützen, indem sie repetitive Aufgaben übernehmen. Dabei verleihen Vision-Systeme kollaborierenden Robotern einen eigenen Sehsinn und befähigen sie, komplexere Aufgaben zu übernehmen. Noch bis vor wenigen Jahren waren Bildverarbeitungssysteme teuer und nur von Fachleuten programmierbar.

Der sehende Roboter

Zwar leisten Cobots auch ohne Bildverarbeitung hervorragende Arbeit. Allerdings ist es vergleichsweise aufwendig, ‚blinde‘ Applikationen beispielsweise für Pick-and-Place-Aufgaben zu programmieren: Damit ein Roboter weiß, wo genau sich ein Gegenstand befindet, muss der Anwender ihm das Zielobjekt jedes Mal in genau derselben Ausrichtung und am selben Ort präsentieren. Um Zufälligkeiten auszuschließen, müssen oft zusätzliche Vorrichtungen wie Wendelförderer installiert werden. Vision-Systeme ermöglichen dem Roboter, selbst zufällig angeordnete Objekte zu verorten und sie präziser zu greifen. Zudem können Cobots mithilfe von Bildverarbeitungsprogrammen schnell zwischen verschiedenen Werkstücken wechseln, was die Umrüstzeiten senkt. Kosten für die Installation zusätzlicher Zuführvorrichtungen entfallen.

Wird die Kamera am Roboterarm montiert, lässt sich die gesamte Applikation flexibel und ohne großen Umbauaufwand an verschiedenen Orten einsetzen, beispielsweise für Pick&Place-Aufgaben. (Bild: OnRobot A/S)

Wird die Kamera am Roboterarm montiert, lässt sich die gesamte Applikation flexibel und ohne großen Umbauaufwand an verschiedenen Orten einsetzen, beispielsweise für Pick&Place-Aufgaben. (Bild: OnRobot A/S)


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