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Komplexe Prozesse intuitiv abgewickelt

Vernetztes Logistikzentrum

Komplexe Prozesse intuitiv abgewickelt

In Burgbernheim hat Symbiolog ein Logistikzentrum mit moderner Lagerverwaltungs- und Kommissioniertechnik errichtet. Die Software Viadat 9 ermöglicht die Lagerung, Kommissionierung und Konsolidierung von der Unterlegscheibe bis zum 10-Meter-Profil. Das System ist dabei so intuitiv zu bedienen, dass Mitarbeiter im Lager nahezu ohne Einarbeitung zwischen den verschiedenen Arbeitsplätzen wechseln können.

Das neue Logistikzentrum von Symbiolog ist mit modernster Lagerverwaltungs- und Kommissioniertechnik ausgestattet. [1]

Bild: Viastore Software GmbH

Das erst kürzlich errichtete Logistikzentrum der Symbiolog GmbH in Burgbernheim bei Rothenburg ob der Tauber muss mit allen Waren umgehen können, die in der Sanitär-, Heizung-und Klimabranche verarbeitet wird. Das reicht von kleinteiligen Waren wie Unterlegscheiben oder Rohrschellen bis hin zu 140kg schweren und zehn Meter langen Befestigungsprofilen.

Vernetzte Materialflüsse

Realisiert wurde das Logistiksystem mit dem Stuttgarter Unternehmen Viastore. Der Materialflussspezialist lieferte sowohl die Lagersysteme und Fördertechnik als auch die neue Version seines Warehouse-Management-Systems Viadat zur Steuerung der innerbetrieblichen Logistik- und Materialfluss-Prozesse. Das Herz der Anlage bildet ein 95m langes, 15m breites und 12m hohes Behälterlager. „Hier setzen wir das Shuttle-System Viaflex² ein“, erklärt Markus Irmler, Geschäftsführer von Symbiolog. In Betrieb ging das Logistikzentrum mit 50 Fahrzeugen und einer Kapazität von rund 17.000 Behältern, die sich Aufgrund der Shuttle-Technologie auf 28.400 Einheiten erweitern lässt. Direkt an das Behälterlager schließt ein vollautomatisches Paletten-Hochregallager an. Das Gebäude ist in Silo-Bauweise errichtet, das heißt die Regalkonstruktion trägt die Gebäudehülle. Auf vier Gassen bietet es 9.100 Stellplätze. Dort wird der Nachschub für das Behälterlager gelagert sowie Artikel, die zu groß oder zu schwer für das Behälterlager sind. Den dritten Lagerbereich bildet ein Kragarmlager, das auf 4.000 Quadratmetern und in sieben Gängen Platz für die in der Gebäudetechnik benötigten, bis zu zehn Meter langen Schienen, Konsolen und Profile bietet. Dieses wird mit Schubmaststaplern bedient. Alle drei Lagerzonen sind so positioniert, dass sie erweitert werden können. Sie sind durch eine Fläche verbunden, auf der alle Wareneingangs- und Warenausgangsprozesse erfolgen. Die Be- und Entladung der Lkw erfolgt für Stückgut über zwölf Kopframpen, Langgut wird in einer separaten, 600 Quadratmeter großen Kalthalle umgeschlagen. Dort können Sattelzüge komplett hineinfahren und wettergeschützt von der Seite mit Mehrwegestaplern ent- und beladen werden.

Lager intuitiv verwalten

Ein wichtiger Grund für Irmler, Viastore zu beauftragen, war die Software: „Für uns stand bei der Wahl des Lagerverwaltungssystems eine extrem intuitive und sehr leicht erlernbare Bedienoberfläche im Fokus“, betont Irmler. „Damit kann ich bei Bedarf sehr schnell zusätzliche Mitarbeiter einbinden – ohne großen Aufwand für die Einweisung.“ Die neue Version dieser WMS-Lösung verfügt über ein selbsterklärendes User-Interface, über das Kommissionierer intuitiv und ohne lange Einarbeitungszeit an unterschiedlichen Einsatzorten im Distributionszentrum arbeiten können. Logistik-Manager stellen sich die Informationen und Kennzahlen, die sie aktuell oder permanent benötigen, in einem individuellen Dashboard zusammen und planen so ihre Aufgaben und Ressourcen. Alle relevanten Daten sind übersichtlich dargestellt und jederzeit verfügbar – ob auf dem Desktop, Laptop, Tablet oder Smartphone.

Die Skalierbarkeit von Lagertechnik und Warehouse-Management-System ist die Basis für künftige Kapazitätserweiterungen. | Logistikzentrum Symbiolog: Komplexe Prozesse intuitiv abgewickelt [2]

Bild: Viastore Software GmbH

Schritt für Schritt

„Die Arbeitsplatzdialoge führen die Mitarbeiter Schritt für Schritt durch die verschiedenen Prozesse, alles ist per Touchscreen bedienbar“, erläutert Dr. Torsten Federau, Geschäftsführer des Software-Partners von Viastore, Indi-IT, der die Standard-Software bei Symbiolog implementiert hat. Zur Verwaltung und Steuerung der Logistik-Prozesse im Lager bietet Viadat 9 mehr als 2.500 Funktionen, mit denen sich fast alle Prozesse bei Symbiolog abdecken lassen. Diese beginnen auf der Prozessfläche: Hier scannen und überprüfen die Mitarbeiter an mobilen Arbeitsplätzen alle neu eingetroffenen Waren. Nach der Erfassung führt die Software die Stapler zur Einlagerung in das entsprechende Lager – Stückgut wird auf die Fördertechnik des Behälter- oder Palettenlagers aufgesetzt, Langgut platzgeführt im Kragarmregal eingelagert.

Komplexer Warenausgang

„Deutlich komplexer ist der Warenausgang“, meint Markus Irmler. „Denn wir haben hier einen mehrstufigen Prozess mit verschiedenen Möglichkeiten, wie ein Auftrag die Prozesskette durchlaufen kann. In der Regel enthält ein Auftrag Waren aus allen drei Lagerbereichen, mit unterschiedlichen Durchlaufzeiten und Fertigstellungsterminen.“ Die Langgut-Kommissionierung ist aufwändig und erfordert eine spezielle Verpackung – das ist für einen Auftrag der limitierende Faktor hinsichtlich der Durchlaufzeit. Schneller ist die Kommissionierung aus dem Palettenlager, die noch getoppt wird von der Leistung im Behälterlager. „Wir geben daher die Aufträge in mehreren Stufen frei“, erläutert Markus Irmler. Die Software organisiert die Auftragsbearbeitung so, dass zunächst die Kommissionierung aus dem Langgutlager startet. Kurz danach beginnt die Palettenkommissionierung. Erst wenn dort der letzte Palettenpitch aufgerufen wird, startet die Kommissionierung aus dem Behälterlager. Diese Vorgehensweise reduziert die Wartezeiten auf den eigens eingerichteten Zusammenführungsplätzen, auf denen die Mitarbeiter die Ware aus allen drei Bereichen konsolidieren. Je nachdem, wie groß der Auftrag ist, werden die zusammengestellten Artikel zu einem Packtisch oder zu einer Packfläche transportiert, wo sie verdichtet, verpackt – falls nötig, lieferscheinübergreifend – mit einem Label versehen und für den Versand bereitgestellt oder direkt auf einen Lkw verladen werden.

Zukunftssicher aufgestellt

Die Kommissioniertechnik in Verbindung mit der intuitiven Software bietet die Basis für die sichere und schnelle Abwicklung von Aufträgen im Logistikzentrum. Sie stellt zudem sicher, auch in Zukunft über ausreichende Kapazitäten zur verfügen.