Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Kollege Roboter

Cobot an der CNC-Maschine

Bei Plastic Molded Concepts (PMC), einem Kunststoff-Spritzgusshersteller aus Eagle (USA), arbeiten die Werker mit dem kollaborativen Roboter Sawyer zusammen. Durch die Zusammenarbeit von Werker und Cobot will PMC die Effizienz seiner 38 Spritzgussmaschinen erhöhen – und sich mehr Spielraum für höher qualifizierte Jobs im Unternehmen verschaffen.

Kollege Roboter: Cobot an der CNC-Maschine

Bild: Rethink Robotics, Inc.

Anfänglich sei es das Ziel gewesen, durch den Einsatz des Roboters Sawyer von Rethink Robotics den Wachstumskurs des Unternehmens fortzusetzen, sagt Larry Floyd, Präsident von Plastic Molded Concepts (PMC). „Nachdem wir Sawyer in unsere Produktion integriert hatten, wurde jedoch schnell klar, dass diese Automatisierungslösung unsere Erwartungen sogar noch übertrifft und dabei gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht.“ In der Fertigung nimmt der Cobot (Collaborative Robot) Teile aus einer Presse, legt diese in eine CNC-Drillmaschine, erkennt, wenn die Löcher fertig gebohrt sind und legt die Teile anschließend in einen Behälter. Sind exakt 160 Teile im Behälter, pausiert der Roboter, bis ein Mitarbeiter die Box austauscht. Nach der Berührung eines Mitarbeiters startet der Cobot wieder mit seinem Zyklus. Mit dem Roboter will PMC seine Beschäftigten von monotonen Aufgaben entlasten. Dadurch solle es den Mitarbeitern ermöglicht werden, anspruchsvollere und komplexere Tätigkeiten zu übernehmen, etwa die Bedienung des Roboters.

Schnell zu implementieren

„Automatisierung ist eine effektive Möglichkeit, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Entscheidend für den Erfolg ist, dass der Roboter schnell zu implementieren ist und einfach für repetitive und unattraktive Aufgaben eingesetzt werden kann“, sagt Jim Lawton, Chief Operating Officer bei Rethink Robotics. „PMC beweist, dass die Automatisierung Arbeitsplätze in der Produktion aufwerten kann, anstatt sie zu ersetzen. Roboter entlasten ihre menschlichen Kollegen, sodass diese sich verantwortungsvolleren Tätigkeiten widmen können.“

Attraktiver Arbeitgeber

Noch bevor PMC seinen ersten Automationsingenieur eingestellt hatte, war der Roboter im Einsatz, erinnert sich Larry Floyd. Doch neben der Effizienz im Werk hat der Roboter einen anderen Effekt: „Einen kollaborativen Roboter in der Produktion zu haben, macht unsere Jobs attraktiver. Wir haben dadurch deutlich bessere Chancen, qualifizierte Nachwuchskräfte anzusprechen und im Unternehmen zu halten“, sagt Floyd. Der Hersteller plant, die Fertigung in Eagle mit weiteren Cobots auszustatten. Ziel ist es, bis zu 30 Prozent der Produktionsschritte zu automatisieren. „Unmittelbar nachdem wir Sawyer in der Produktion im Einsatz hatten, war der Effekt für den Geschäftserfolg spürbar,“ so Larry Floyd. „Wir hoffen, diesen Erfolg in naher Zukunft zu verdoppeln.“

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Zum Portfolio des Kunststoffschweißspezialisten Munsch gehört auch die Reparatur der eigenen Erzeugnisse. Den Arbeitsfortschritt an den eingeschickten Geräten von Peakboard stellten die Werker lange auf einem Card-Board dar, das in der Praxis aber so gut wie nie den aktuellen Stand in der Werkstatt spiegelte.‣ weiterlesen

In Diskussionen um Blockchain-Technologie rücken zunehmend auch Smart Contracts in den Fokus. Bei dieser Form der Vertragsabwicklung lässt sich die Einhaltung ausgehandelter Bedingungen zwar transparent und sehr manipulationssicher dokumentieren, das vertragliche Rahmenwerk ersetzen Smart Contracts aber nicht.‣ weiterlesen

Mit der All about Automation in Leipzig, findet am 12. und 13. September eine regional ausgerichtete Messe für Industrieautomation für den mitteldeutschen Raum statt. Etwa 100 Aussteller werden dann in Leipzig erwartet.‣ weiterlesen

Um Wertstrom-Analysen durchzuführen oder neue Fertigungskonzepte zu untersuchen, muss man nicht unbedingt auf kostspielige Expertensysteme setzen. Dies zeigt die Anwendung der 3D-Software taraVRbuilder von der Tarakos GmbH in der Werksplanung des Automobilzulieferers Magna Exteriors in Idar-Oberstein. In mehreren Schritten ließen sich hier mit Hilfe realitätsnaher 3D-Visualisierung die komplexen Fertigungsprozesse verketten und an die Anforderungen von Kunden und Ressourcen anpassen.‣ weiterlesen

In einem Lager mit mehr als 25.000 Bestandsartikeln verlieren selbst Profis ohne IT-Unterstützung schnell den Überblick. Deshalb ergänzt der Produzent DDM Hopt+Schuler sein 2013 eingeführtes ERP- und PPS-System Fepa von Planat mit einem Datenbrillen-Kommissioniersystem samt Ringscannern.‣ weiterlesen

In vielen Betrieben wird mit Hochdruck an der Einführung von neuen Manufacturing Execution Systemen (MES) oder Advanced Planning Systemen (APS) gearbeitet. Dabei ist die Qualität der eingesetzten Algorithmen wichtig, aber oftmals wird die Benutzerschnittstelle vernachlässigt. Dies führt zu Frustrationen und schlussendlich einem Mangel an Akzeptanz. Dabei stehen bessere Visualisierungen längst bereit.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige