Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Interview

„In der Automation wird schon
seit Jahrzehnten mit Daten jongliert“

Sind wir der Herausforderung der digitalen Transformation gewachsen? Diese Frage ist Titel der Trendsession der Berghof Automation GmbH auf dem Automatisierungstreff. Auf dem beinahe eintägigen Format thematisieren Referenten von Wirtschaft bis Forschung den aktuellen Wandel in der industriellen Welt. Wir haben vorab mit Goran Stojanovic, Bereichsleiter Testing beim Automatisierer Berghof, über diese Transformation gesprochen.

Goran Stojanovic ist Bereichsleiter der Business Unit Testing bei Berghof Automation.

Bild: Berghof Automation GmbH

Gerade die Politik fordert von der Wirtschaft, bei der Digitalisierung voranzukommen. Welchen Beitrag kann die Automatisierung leisten?

Ich sehe die Branche als eine Art Vorreiter im Prozess der digitalen Transformation an. In der Automation wird schon seit Jahrzehnten mit Daten jongliert. Sie werden gesammelt, ausgewertet und interpretiert mit dem Ziel der Optimierung von Produkten und Prozessen. In Sachen Digitalisierung sind wir ganz vorne mit dabei.

Es heißt gelegentlich, dass Industrie 4.0 die Rolle der Menschen in der Produktion marginalisieren werde. Diesem Vorwurf ist die Automatisierungsbranche schon lange ausgesetzt. Welche Auffassung vertreten Sie?

Automatisierung bringt es mit sich, dass Maschinen Aufgaben übernehmen, die bisher Menschen ausgeführt haben. Dieser Effekt wird durch Industrie 4.0 und durch Technologien wie Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge noch verstärkt werden. Dennoch sehe ich die Rolle des Menschen in der Produktion nicht als gefährdet an. Vielmehr wird ein Wandel der benötigten Kompetenzen und Aufgabenbereiche stattfinden. Und gerade dem Fachkräftemangel und der demographischen Entwicklung kann Industrie 4.0 und Automatisierung entgegengewirken.

Welchen Stellenwert nehmen IT-Sicherheit und Safety ein, wenn die Automation für Anwendungen im Sinn einer Industrie 4.0 geplant wird?

Durch eine zunehmende Reichweite, Komplexität, Vernetzung, Globalisierung und Dezentralisierung werden IT-Systeme in gleichem Maße zunehmend verwundbarer. IT-Sicherheit ist aus diesen Gründen essentiell für solche Anwendungen. Vor allem, wenn Vernetzung nicht innerhalb des eigenen Unternehmens endet, sondern über die gesamte Wertschöpfungskette hinausreichen soll.

Was erwartet Teilnehmer der Konferenz rund um die digitale Transformation, die Berghof Automation auf dem kommenden Automatisierungstreff organisiert?

Die Trendsession, die am 10. April von 10 bis 16.30 Uhr im Rahmen des Automatisierungstreffs 2018 in Böblingen stattfinden wird, befasst sich mit den Herausforderungen, die die digitale Transformation mit sich bringt. Wir freuen uns, dass wir Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung dafür gewinnen konnten, Themen wie die Datensicherheit und die neuen Anforderungen an Produkte und Mitarbeiter zu beleuchten. Die Referenten erklären anwenderorientiert und praxisnah aktuelle Trends und Problematiken, die die digitale Transformation der Automatisierungsbranche bewirkt. (ppr)


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit sogenannten Robotic Sales Solutions sollen Vertriebler nicht mehr vor einer Liste mit eintausend Kontakten sitzen müssen und sich das Hirn zermartern, wen sie denn als nächstes ansprechen. Die Programme helfen, den Blick der Verkäufer stets auf die vielversprechensten Kontakte zu richten und sorgen so für effiziente Arbeit und mehr Umsatz. Mitarbeiter braucht es jedoch weiterhin, denn zum Kundenbesuch rücken die Programme nicht aus.‣ weiterlesen

Mit dem VPN-Serviceportal Digicluster von Lucom können komplette Anlagen, Maschinen und Netzwerke miteinander verbunden werden. Eine Festlegung der Zugriffsrechte und die Verschlüsselung der VPN-Verbindungen dienen als Schutz. Das Berechtigungsmanagement kann zudem schnell und für jedes Device einzeln eingerichtet werden.‣ weiterlesen

Im verarbeitenden Gewerbe dürften rund 95 Prozent der Firmen eine mehr oder weniger ausgefeilte ERP-Anwendung betreiben. Bei CRM-Systemen geht dieser Prozentsatz bereits rapide zurück, obwohl diese Werkzeuge rund um die Kundenbeziehungspflege kritisch für das Geschäft sein können. Der Grund für die Zurückhaltung ist oft der Aufwand, der mit der Pflege mehrerer mächtiger Systeme einhergeht. Mit einer Komplettlösung für ERP und CRM samt einheitlichem Datenmodell lässt sich dieses Problem auf ein überschaubares Maß einhegen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige