Anzeige
Anzeige
Anzeige

Zutrittskontrolle für sichere Lebensmittelproduktion

Beitrag drucken
Die IFS-Zertifizierung setzt Maßstäbe in Bezug auf Qualität, Lebensmittelsicherheit und Kundenzufriedenheit. Südzucker musste für den erfolgreichen Abschluss der Audits auch ein umfassendes Sicherheitssystem vorweisen, das der Konzern nun auf zehn deutsche Standorte ausweitet und anschließend in den internationalen Roll-out überführt. Bild: Südzucker AG

Systemeinsatz in 32 internationalen Standorten

Das neue System sollte schrittweise an den 32 europäischen Zuckerstandorten des Konzerns eingeführt werden. „Wir starteten mit zwei Pilotinstallationen in Mannheim in der Hauptverwaltung und in Zeitz im Bioethanolwerk, um das System zu testen und Erfahrungen zu sammeln“, erklärt Gruppenleiter Trinks. Die Integration in der Hauptverwaltung war insofern einfach, als dass hier nur die Zeiterfassung eingeführt wurde. In Zeitz standen aber daneben noch die Betriebsdatenerfassung und die Zutrittskontrolle auf dem Plan.

In Mannheim wurden Mitte 2012 das System B-Comm ERP zur Zeiterfassung sowie die B-web Terminals installiert. Seitdem erfassen die Mitarbeiter mit ihren Legic-Ausweisen nicht nur ihre Arbeitszeiten, sondern verwenden sie auch an den Kaffeeautomaten zum Bezahlen. In Zeitz kam noch die Betriebsdatenerfassung hinzu: Dafür wurden Kaba Benzing Multitouch-Terminals in Fertigungsbereichen installiert. Um die Instandhaltung übersichtlich zu halten, werden dort die Arbeiten der Handwerker an den Produktionsanlagen erfasst. Diese Daten fließen ins Modul Cats und dann in das ERP-System SAP ECC6 und werden dort ausgewertet.´In einem zweiten Schritt folgte die Einführung der Zutrittskontrolle.

Trennung von Zeit- und Zutrittsdaten

Vom Betriebsrat war zudem eine strikte Trennung von Zeit- und Zutrittsdaten gefordert worden. Der Anbieter setzte daher zwei Systeme für die beiden Aufgaben ein: Für die Zeiterfassung B-Comm ERP und für die Zutrittskontrolle Kaba exos. Zunächst erfolgte eine komplette Arealabsicherung durch einen Zaun und gesicherte Zugänge zum Gelände. Dafür sorgen Vereinzelungsanlagen wie Drehkreuze und Drehsperren. Bestimmte Mitarbeiter und Lieferanten dürfen auch auf das Gelände fahren. Über eine Weitbereichslösung werden Fahrer und Fahrzeug über größere Distanzen sicher identifiziert. Die Fahrzeuge erhielten einen ‚Window-Button‘ und können so aus der Ferne identifiziert werden. Besucher melden sich beim Pförtner und erhalten dort einen Besucher-Ausweis. Sie werden in der Besucherverwaltung registriert; als Stammbesucher können sie ihren Ausweis auch für bestimmte Zeit behalten. Verlässt der Besucher das Gelände wieder durch die Ausfahrt-Schranke, muss er den Ausweis an einem Kartenschluckautomaten einwerfen. Befristete Besucherausweise, ungültige und gesperrte Ausweise werden hier einbehalten, berechtigte wieder ausgegeben.

Online-Leser sichern sensible Produktionsbereiche

Die Zugänge zu den Gebäuden und zu sensitiven Bereichen im Inneren sind mit Online-Lesern abgesichert. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die sogenannten ‚Weißen Bereiche‘, in denen produziert wird. Das gesamte Berechtigungsmanagement übernimmt dabei das Zutrittskontrollsystem. Jedem Mitarbeiter ist ein zeitabhängiges Berechtigungsprofil zugeordnet, je nachdem welche Bereiche er betreten darf. Seine Rechte sind auf seinem Mitarbeiterausweis gespeichert.

IFS 6-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen

Mit dieser umfassenden Absicherung erhielt Südzucker auch die gewünschte IFS 6-Zertifizierung. „Dank der Zutrittskontrolle sind wir zertifiziert, stellen unsere Produkte sicher her und schützen sie vor Kontamination“, schildert Projektleiter Trinks. In Mannheim und Zeitz wurde das System ohne größere Probleme eingeführt. Der Projektleiter kann daher eine positive Zwischenbilanz ziehen: „Wir haben jetzt ein modernes Zeiterfassungssystem, das die Daten nahtlos ins führende SAP-System meldet. Unser Zutrittssystem sorgt für die nötige Sicherheit und war die Basis für die IFS 6-Zertifizierung. Für die verschiedensten Zwecke haben wir nur ein Medium. Das kam auch bei den Mitarbeitern gut an. Die Standardisierung und Harmonisierung der Systeme spart uns Zeit und Wartungsaufwand, denn wir haben nur noch eine Schnittstelle zu SAP. Insgesamt sind wir mit der Zusammenarbeit mit Kaba sehr zufrieden.“ Die Lösung wird schrittweise auf die zehn deutschen Standorte übertragen. Danach folgt der weltweite Roll-out. Funktionserweiterungen wie Employee Self Service befinden sich in Planung. So könnten Mitarbeiter per Terminal beispielsweise Gehaltsabrechnungen ausdrucken, Urlaubsanträge stellen oder Sicherheitsunterweisungen lesen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Als die Arbeit mit Excel und Access beim Verpackungshersteller Romwell an Grenzen stieß, war der Wunsch nach einer flexiblen Business-Software längst gereift. Nach einem harten Auswahlverfahren wurde caniasERP als zentrale Datenplattform integriert. Das flexible System verbindet Vertrieb, Management und Konstruktion – und lässt sich inhouse auf die wachsenden Bedürfnisse anpassen.‣ weiterlesen

Die Cosmo Consult-Gruppe eröffnet eine Niederlassung in Hongkong und plant darüber hinaus weitere Standorte in Asien.‣ weiterlesen

Leere Fabrikhallen können durch virtuelle Modelle mit Leben gefüllt werden, noch bevor eine einzige Maschine installiert wurde. Bei der Inspektion solcher Layouts kann Augmented Reality seinen Nutzen ausspielen.‣ weiterlesen

Falsch geplante Anlagen können unnötige Kosten in großer Höhe verursachen. Sorgfältiges Engineering zeichnet sich dadurch aus, gängige Fallstricke zu vermeiden und verfügbare technische Hilfsmittel wie CAD-Tools und Virtual Reality passend einzusetzen.‣ weiterlesen

Wie bereits im April blieb der Auftragseingang der deutschen Maschinenbauer auch im Mai weit unter dem Niveau des Vorjahres. Die Bestellungen blieben 28 Prozent unter dem Vorjahreswert.‣ weiterlesen

Selbst in hoch automatisierten Fertigungsumgebungen gibt es Maschinenbediener, Instandhalter oder Logistikmitarbeiter, die eine Produktion beobachten und eingreifen. Und solange Menschen Verantwortung tragen, müssen Informationen im Werk vermittelt werden. Mit einer Andon-Anwendung lässt sich das motivierend und effizienzsteigernd strukturieren, gerade wenn weitere Prozessoptimierungsmethoden umgesetzt werden.‣ weiterlesen

Augenstein Maschinenbau plant, entwickelt und fertigt individuelle Automatisierungslösungen für Produktionsprozesse. Eine Visualisierungssoftware liefert dabei früh ein erstes Bild der Anlage. Das schafft Klarheit und hilft dem Vertrieb quasi nebenbei, den Auftrag überhaupt an Land zu ziehen.‣ weiterlesen

Im Projekt ‘Kitos – Künstliche Intelligenz für TSN zur Optimierung und Störungserkennung‘ arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam an Lösungen für ein dynamisches Netzwerkmanagement in der Industrie.‣ weiterlesen

Laut statistischem Bundesamt hat sich die Industrie im Mai von den Einbrüchen verursacht durch die Corona-Pandemie etwas erholt. Die Produktion legte zu, verfehlt das Mai-Ergebnis des Vorjahres jedoch um 19,3 Prozent.‣ weiterlesen

Zwei Drittel (66 Prozent) der Unternehmensleiter weltweit sind optimistisch, dass sich der europäische Markt relativ schnell vom wirtschaftlichen Abschwung durch die COVID-19-Pandemie erholen wird. Das geht aus einem Report des Beratungsunternehmens Accenture hervor, der auf einer Umfrage unter fast 500 C-Level-Führungskräften in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum in 15 Branchen basiert.‣ weiterlesen

Wie die Kommunikation in der Arbeitswelt zukünftig aussehen kann, erforschen derzeit die Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Dabei steht der digitale Zwilling im Mittelpunkt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige