Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Zeit- und Betriebsdatenerfassung

Direkte Rückmeldung gefragt

Die enge Integration in die Automotive-Lieferkette bedeutet für Steel Automotive hohe Ansprüche im Hinblick auf Informations- und Termintreue. Daher muss das Unternehmen die Abläufe in Fertigung und Qualitätskontrolle jederzeit im Blick behalten. Die Betriebsdatenerfassung per Terminal oder PC sorgt dabei für Flexibilität.

Bild: Steel Automotive GmbH

Die Steel Automotive GmbH konzentriert als Joint Venture von Johnson Controls und Willi Elbe Group Know-how aus über 100 Jahren Erfahrung in der Metallbearbeitung am Standort Großbottwar. Mit rund 230 Mitarbeiter fertigt das Unternehmen Stanz-, Zieh-, Biegeteile und Baugruppen in Serie. Der baden-württembergische Fertiger begleitet seine Kunden von Einzelmuster, Prototyp und Werkzeugentwicklung bis zur Serienproduktion. Gefertigt werden Teile und Baugruppen im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr. Zu den Abnehmern gehören Automobilzulieferer wie Bosch, Johnsons Controls, Magna und Continental sowie Unternehmen aus den Branchen Möbel, Haushaltsgeräte, Elektrowerkzeuge und Kommunikation.

Durch die enge Integration in die Automobilbranche sind reibungslos integrierte Prozesse ein Muss für den Zulieferer. Deshalb ersetzte das Unternehmen 2010 seine heterogene Softwarelandschaft durch eine umfassende Standardlösung. Dabei fiel die Entscheidung zur Einführung von ‚Steeb FIX Automobilzulieferer‘, eines SAP Business All-in-One-Branchensystems. Die Mittelstandslösung liefert integrierte Geschäftsprozesse für die Automobilbranche und bildet Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Versand und Rechnungswesen ab. Im Rahmen der Umstellung wurde nach einer passenden Zeit- und Betriebsdatenerfassung gesucht. „Wir brauchen eine hundertprozentige Verfügbarkeit. Außerdem sollte das System von der Eingabe her flexibel und für Endanwender einfach zu bedienen sein“, skizziert IT-Leiter Eberhard Schimmele die Anforderungen.

Vorausgesetzt wurde eine Standard-Schnittstelle zu SAP, um möglichst gute Integration für die Datenerfassung per PC zu gestatten. „Wir haben uns am Ende für Kaba entschieden, weil die Lösung am besten unsere Anforderungen insbesondere im Bereich Betriebsdatenerfassung erfüllte“, erklärt Schimmele. Auch die Projektreferenzen des Systemanbieters überzeugten. Anfang 2011 ging das Enterprise Resource Planning-System (ERP) ‚live‘, gleichzeitig wurde die Kaba-Lösung ‚B-Comm ERP 4 – SAP ERP‘ für die Zeit- und Betriebsdatenerfassung (BDE) live geschaltet. Das ambitionierte Vorhaben wurde belohnt: „Die Integration hat von Anfang an funktioniert“, sagt der IT-Leiter. Die Basis der Subsystemlösung ist eine zertifizierte Schnittstelle zu den ERP- Modulen HCM, PP und PM/CS sowie den Erfassungskomponenten.

Bei Steel kommen nur wenige Zeiterfassungsterminals zum Einsatz, der Großteil der Anwesenheitszeiten und die kompletten Auftragsdaten werden am PC mit Touchscreen per Web-Client erfasst. Im Bereich Betriebsdatenerfassung sind dies Auftragsstart und -ende, Rüstzeiten, Gut- und Ausschussmengen, Mehrmaschinenbedienung und Mehrauftragsbearbeitung. Eingesetzt werden die Add-on-Module ‚Mehrmaschinenbedienung‘ und ‚Mehrauftragsbearbeitung‘. Steel wertet anhand der Informationen unter anderem Produktivitätsdaten, Soll/Ist-Übersichten, Maschinenzeiten sowie Gutstückmengen aus. Die erfassten Anwesenheitszeiten bilden die Grundlage für Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Inzwischen stehen schon die nächsten Aufgaben an: So sollen BDE-Daten bald an das Instandhaltungsmodul PM rückgemeldet werden. Außerdem sollen aus dem System Prüfaufträge für das Qualitätsmanagement generiert werden. Für Steel hat sich die Einführung der Betriebsdatenerfassung gelohnt. „Wir haben jetzt eine zeitnahe Rückmeldung der BDE-Daten und zu jeder Zeit aktuelle Informationen über Auftragsfortschritt und Auftragsstatus“, erklärt der IT-Leiter. „Unsere Mitarbeiter sehen im System alle anstehenden Aufträge. Durch die PC-Lösung sind wir in der Anwendung flexibel.“ Durch die Anbindung an das ERP-System werden zudem zeitnah Aktionen im Hintergrund angestoßen, etwa Materialtransporte. „Generell sind wir sehr zufrieden mit dem System und der Zusammenarbeit. Die Beratung war sehr kompetent und praxisbezogen und hat uns ein praxistaugliches System beschert.“


Das könnte Sie auch interessieren:

Individuelle Kundenwünsche beeinflussen zunehmend die Produktion. Mit der Verbindung von Verkaufs- und Produktionskonfiguration lässt sich die Komplexität einer variantenreichen Fertigung in den Griff bekommen.‣ weiterlesen

52 Prozent der Unternehmen wollen ihre Ausgaben bezüglich der digitalen Transformation erhöhen. Dies hat der Business-Software-Anbieter IFS in einer Studie ermittelt für die weltweit mehr als 3.032 Führungskräfte befragt wurden.‣ weiterlesen

Die Bekuplast-Unternehmensgruppe produziert Mehrweg-Transportverpackungen aus Kunststoff. Seit 2019 dient ein Enterprise-Content-Management-System (ECM) von ELO als Grundlage, zentrale Geschäftsprozesse zu automatisieren und mit den IT-Systemen zu verzahnen.‣ weiterlesen

Bosch Rexroth gibt einige Veränderungen in der Geschäftsführung bekannt. Unter anderem tritt Filiz Albrecht die Nachfolge von Christoph Kübel an, der zum Jahresende in den Ruhestand geht.‣ weiterlesen

Der Solution Manager von SAP stand lange im Ruf, nicht das Organisationsgenie unter den Business-Anwendungen zu sein. Doch der Hersteller hat in Version 7.2 viel am Werkzeug verbessert. Der Produzent von Lebensmittelzutaten Döhler hat daher den SolMan von SAP mit dem BPM-Tool Aeneus verknüpft, um die Gestaltung von mehr als 2000 Geschäftsprozessen zentral und nachhaltig zu strukturieren.‣ weiterlesen

In einer weltweiten Studie haben TÜV Rheinland und das Marktforschungsinstitut Ponemon untersucht, wie es um die Cybersicherheit von Industrieanlagen bestellt ist. Demnach ist die Operational Technology besonders gefährdet.‣ weiterlesen

Mit dem stärksten jemals gemessenen Anstieg hat sich der Ifo-Geschäftsklimaindex im Juni im Vergleich zum Vormonat etwas erholt. Er liegt nun bei 86,2 Punkten.‣ weiterlesen

Unternehmenswachstum sorgte bei der Penn GmbH für ein Umdenken in der Unternehmensstrategie. Mit der Implementierung eines Manufacturing Execution Systems wollte man etwa Excel-Listen in der Produktionsplanung ablösen. Mit der MES-Lösung von Proxia gelang es sogar, die Anlagenverfügbarkeit auf fast 100 Prozent zu steigern.‣ weiterlesen

Im vergangenen Jahr haben 76 Prozent der Unternehmen Rechenleistung aus der Cloud in Anspruch genommen. Dies geht aus einer Studie von Bitkom Research im Auftrag von KPMG hervor.‣ weiterlesen

Schneider Electric möchte seine gruppeninternen Kompetenzzentren für Schlüsseltechnologien stärken. Mit einem weiteren Ausbau des Standortes Marktheidenfeld wird dieser Weg nun fortgesetzt.‣ weiterlesen

Die überwiegende Zahl der Maschinenbauer ist zuversichtlich, mittelfristig auf das nominale Umsatzniveau von 2019 zurückzukehren. So lautet die Kernbotschaft der sechsten VDMA-Blitzumfrage zur Corona-Pandemie, an der 658 Unternehmen teilnahmen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige