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Wissensbasierte Konstruktion

Mitgestaltung am Prozess Wissensmanagement in der Konstruktion

Mit Methoden des Knowledge Based Engineering (KBE) kann wirkungsvoll auf Herausforderungen wie den aktuellen Kostendruck reagiert werden. Einerseits lassen sich intelligente Konstruktionsvorlagen erstellen, die die Konstruktion von Systemen, insbesondere bei gleicher oder ähnlicher Funktion, dramatisch beschleunigen und so die Produktivität signifikant steigern können. Andererseits erfordert der KBE-Einsatz einschlägiges Fachwissen und technische Kreativität, die beide in Deutschland vorhanden sind.

Für die Prozessschritte Identifizieren und Akquirieren, Kategorisieren und Strukturieren, Speichern und Finden sowie das Anwenden und Nutzen von Wissen in der Konstruktion gibt es derzeit keine Richtlinie.

 

Bild: Robert Kneschke / Fotolia

Der Prozess des Wissensmanagement in der Konstruktion kann in die vier fundamentalen Unterprozesse

  • Identifizieren und Akquirieren
  • Kategorisieren und Strukturieren
  • Speichern und Finden
  • Anwenden und Nutzen

aufgeteilt werden, wobei das Informationsmanagement als vorgelagerter Prozess der Prozesskette betrachtet wird. In der Auflistung nimmt die Spezialisierung von oben nach unten zu. So wird zwischen Identifizierung und Akquise von Wissen kaum unterschieden. Anwenden und Nutzen werden jedoch in der mechanischen Konstruktion völlig anders zu regeln sein als bspw. in der Softwareentwicklung oder im Process Engineering.

Richtlinienarbeit im Fachausschuss

Zu den Prozessabschnitten gibt es derzeit keine Richtlinie, an die sich der Bearbeiter bei der Umsetzung halten und die z.B. als Checkliste genutzt werden kann. Der VDI-GPP Fachausschuss Wissensmanagement wird dieses Themengebiet nun bearbeiten. Auf der Basis und in Ergänzung zu der bestehenden Richtlinie 5610 ,Wissensmanagement im Ingenieurwesen?, die sich detailliert mit dem Thema auseinandersetzt und dem interessierten Konstrukteur konkrete und praktische Handreichungen für die Umsetzung entsprechender Vorhaben bietet, sollen Richtlinienblätter zum Thema Wissensbasierte Konstruktion entstehen, die die erwähnten vier Prozessphasen beinhalten. Innerhalb des VDI-GPP Fachausschusses Wissensmanagement wird ein Unterausschuss, der die inhaltliche Gestaltung dieser Richtlinienblätter vorantreibt, gegründet. Interessierte an einer Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Wissensbasierte Konstruktion (KBE) im Fachausschuss Wissensmanagement können sich noch bis zum 21.05.2010 per E-Mail unter gpp@vdi.de melden.

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