Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Was die Automobilindustrie von Pokémon Go lernen kann

Ein Computerspiel als Trendsetter? Der IT-Dienstleister und -Berater Cognizant zeigt, was die Autobauer von Pokémon Go abschauen können. Dazu muss die Branche die technologischen Möglichkeiten rund um das Auto ganz neu betrachten.

Seit Wochen sieht man die Pokémon Go-Jäger mit ihren Smartphones durch Parks, Fußgängerzonen und Spielplätze streifen. Scheinbar niemals zuvor ist es gelungen, Mobiltechnologie, GPS-Daten, Positionssender und Augmented Reality zu einem derart neuen Digitalerlebnis zu verbinden. Dabei handelt es sich genau um die Technologien, die in der Automobilindustrie immer öfter eingesetzt werden.

Was sich Autohersteller von dem neuen Hype abschauen können, um das digitale Kundenerlebnis zu verbessern, hat Prasad Satyavolu (Bild), Head of Innovation-Manufacturing and Logistics bei Cognizant, zusammengestellt: Um außergewöhnliche Kundenerlebnisse zu erschaffen, müssten die Hersteller die Technologien rund um das vernetzte Auto neu betrachten. Sie dürfen es nicht mehr nur als Ansammlung von Funktionen sehen, sondern als Ausganspunkt für ein neues personalisiertes Erlebnis.

Hybride Erlebnisse erzeugen

Pokémon Go zeigt eindrucksvoll, wie die reale Welt und virtuelle Realität interagieren können und damit neue Erlebnisse bilden. Diese neuen 'hybriden' Erlebnisse sind auch für das vernetzte Auto von großem Interesse. Menschen kaufen Autos nicht als reines Fortbewegungsmittel – sondern um ihren Lebensstil zu bereichern. Outdoor-Fans wollen damit per Allrad das Hinterland erkunden, Rentner fahren damit zu Abendkursen und Familien machen sich damit auf in den Vergnügungspark.

Das Auto als intelligenter Animateur unterwegs

Das Auto kann diese Erlebnisse mittels digitaler Technologien vertiefen. Zum Beispiel kann es für die Familie auf dem Ausflug als Informations-Hub dienen und sie mit aktuellen Infos versorgen. So kann es ihnen sagen, wie lange die Warteschlangen und -zeiten vor den einzelnen Attraktionen im Park sind und ihnen daraufhin eine optimierte Erlebnisroute erstellen. Erlebnisse dieser Art machen es aber erforderlich, das altgewohnte Auto zu überdenken – nicht mehr als reinen Gebrauchsgegenstand sondern als Erlebnis-Vehikel.

Bei Pokémon Go bilden Daten die Basis des Geschäftsmodells. Um differenzierte und optimierte Kundenerlebnisse zu ermöglichen, werden Daten aus verschiedenen Quellen benötigt. Sie müssen im Kontext verstanden und analysiert werden, um zu Erkenntnissen und neuen Erlebnissen zu führen.

Weitere Erfolgsfaktoren für bessere digitale Erlebnisse:
Design und Kooperationen

Auch das Design spielt eine wichtige Rolle in der Pokémon-Ökonomie – und sollte es ebenso in der Automobilindustrie tun. Die Ansprüche gehen dabei weit über das rein Ästhetische hinaus. Es geht darum, umfassende Technologien nicht nur ins Auto zu bringen, sondern auch um es herum – von intelligenten Transportsystemen bis hin zur cloudbasierten Daten-Speicherung und -Analyse.

Um das zu erreichen, werden Autohersteller Allianzen schmieden und Innovationen aus anderen Branchen mit ihren eigenen integrieren müssen, anstatt alles selbst neu zu erfinden. Ohne Kooperationen haben die hybriden Erlebnisse wenige Chancen, rechtzeitig – also schnell – auf den Markt zu kommen.

Es wird nicht leicht für die traditionellen Hersteller, diese neue Vision des vernetzen Autos zu kultivieren – ganz zu schweigen von der Realisierung. Dennoch: Der Fokus auf das hybride Erlebnis ist erfolgsentscheidend, andernfalls bleibt das Auto ein reiner Gebrauchsgegenstand.

(Quelle:Cognizant/Bild:Cognizant)

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Simulationsexperte Altair hat seine Führungsspitze erweitert. Amy Messano ist neue Chief Marketing Officer und Ubaldo Rodriguez übernimmt die Position SVP Global Sales. Damit baut das Unternehmen seine weltweite Vertriebs- und Marketingorganisation weiter aus.‣ weiterlesen

Software AG hat Anfang des Jahres mehrere Personalveränderungen bekanntgegeben. Neben der Neubesetzung des Chief Technology Officer wird auch die Stelle des Chief Marketing Officer neu vergeben.‣ weiterlesen

ME-Systeme gelten als Brückentechnologie in die Industrie 4.0, denn sie verbinden die Business- mit der Fertigungsebene. Um diese Verknüpfung als Start auf den Weg zur Smart Factory erfolgreich zu meistern, muss das Projekt genau geplant werden. Deshalb kommt dem Lastenheft eine entscheidende Rolle zu.‣ weiterlesen

Live Demos, Fachbeiträge und Workshops: Mit der 20. Auflage der Konferenz ‘Enterprise Portfolio- und Projektmanagement mit SAP‘ beleuchtet der Veranstalter TAC Events aktuelle Themen wie Machine Learning und präsentiert Erfahrungsberichte zum Einsatz von SAP in unterschiedlichen Projekttypen‣ weiterlesen

Die Logimat wächst auch 2019 weiter. Der Veranstalter Euroexpo erwartet zur 17. Auflage der Fachmesse Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement mehr als 1.600 Aussteller. Somit sind die 120.000m² Ausstellungsfläche komplett ausgebucht.‣ weiterlesen

Für produzierende Unternehmen gehört der Einsatz von CAD-Software zum Geschäftsalltag. Dennoch läuft die Konstruktionsumgebung oft abgeschottet vom eigentlichen Informationsfluss einer Firma. Dabei könnten viele Abteilungen in das unternehmensweite Enterprise Content Management profitieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige