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Vorbild Natur

Richtlinien sollen Umsetzung bionischer Entwicklungen in die technische Anwendung vereinfachen. Der Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) hat die ersten Entwürfe für Richtlinien veröffentlicht, die Entwicklern und Konstrukteuren bei der Umsetzung natürlicher Entwicklungen in die technische Anwendung unterstützen sollen.

Die Richtlinie VDI 6224 Blatt 2 ‘Bionische Optimierung – Anwendung biologischer Wachstumsgesetze zur strukturmechanischen Optimierung technischer Bauteile’ bietet Hilfestellung für die Gestaltung technischer Bauteile. Beispielsweise haben sich Bäume, Knochen und Krallen durch die Evolution optimal an ihre Belastung angepasst. Daran angelehnt existieren Optimierungsmethoden wie Computer Aided Optimization, Soft Kill Option, Computer Aided Internal Optimization und die Methode der Zugdreiecke. Diese Methoden greift die Richtlinie auf, mit dem Ziel, den Materialeinsatz zur Gewichtsreduktion zu optimieren sowie die Belastbarkeit und Lebensdauer der Bauteile zu erhöhen. Die Richtlinie VDI 6225 ‘Bionik – Bionische Informationsverarbeitung’ befasst sich hauptsächlich mit Aspekten der bionischen Informationsverarbeitung. Dabei dienen biologische Mechanismen und Strukturprinzipien von Organismen und ihren Nervensystemen als Vorbild. Die Richtlinie soll helfen, das Zusammenspiel und die Funktionsweise von biologischen Sensoren, Nerven und dem Skelett-Muskel-System zu analysieren, zu verstehen, zu abstrahieren und sie so der Technik zugänglich zu machen. Der VDI-Fachbereich Bionik erarbeitet die Richtlinien im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens ‘Transfer bionischer Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in ökologisch vorteilhafte industrielle und technische Anwendungen’ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Weitere VDI-Richtlinien zur Bionik sollen 2011 erscheinen.


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