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Von der Feldebene in die produktionsnahe IT

Produktion und Management ohne Umwege verbinden

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Einfacher mit Direktverbindung

Zu diesen automationsnahen Systemen zählt auch der Industrial Ethernet Kommunikationsprozessor CP343-1 ERPC von Siemens. Die Bezeichnung ‚ERPC‘ steht für Enterprise Connect und weist auf die für die vertikale Integration ausgelegten Eigenschaften hin des Moduls hin, das direkt vor Ort als Erweiterungsbaugruppe der Maschinensteuerung Simatic S7-300 gesteckt wird. Mit parametrierbaren Funktionen zur Datenbankanbindung unterstützt der Kommunikationsprozessor die direkte Verbindung von der Feldebene zum ERP/MES-System. Einer speziellen Firmware-Erweiterung des Partners ILS Technology gestattet dabei die direkte Anbindung der Feldebene an Datenbanken und Systeme der Managementebene ohne aufwändiges Programmieren. Da der Kommunikationsprozessor mit einer Vielzahl von Datenbanksystemen unterschiedlichster Hersteller, darunter Microsoft SQL, mySQL, Oracle und DB2 zusammenarbeiten kann, lässt sich eine Anbindung an verschiedenste Anwendungen vornehmen.

Entlastung von IT-Systemen und Unternehmensnetz

Ein Beispiel für die praktische Anwendung stellt die Protokollierung von Fertigungs- und Prozessdaten etwa für die Archivierung von Qualitätsdaten aus der Produktion im Managementsystem dar. Dazu werden über das Kommunikationsmodul ereignisgesteuert definierte Produktionsdaten beispielsweise an eine Oracle-Datenbank des Managementsystems übertragen. Auch für die Steuerung des Fertigungsprozesses, etwa bei der Vergabe auftragsbezogener Fertigungsaufträge vom Managementsystem aus, lässt sich das System einsetzen. Bei Bedarf kann das Kommunikationsmodul auch die Optimierung von Fertigungsprozessen bei der Verteilung von Fertigungsaufträgen an parallele Fertigungseinheiten unterstützen. Insgesamt entlastet die Datenverarbeitung im Kommunikationsprozessor das PC-System und Netzwerk, auf dem ERP- und MES-Anwendungen laufen. Das Modul kann zudem gleichzeitig die Verbindung zu mehreren Datenbanken halten und unterstützt die Modifikation der Datenbankanbindung im laufenden Betrieb. Eine Datenzwischenspeicherung vermeidet Informationsverlust bei Verbindungsunterbrechung.


Beispiel für vertikale Datenintegration ohne Gateway-PC: Durch den Einsatz eines Kommunikationsmoduls auf der Steuerungsebene anstelle eines fest programmierten Gateway-PC lässt sich die Anbindung parametriert und somit flexibel änderbar umsetzen. Bild: Siemens AG

Parametrierung statt Programmierung

Die Übernahme von Kommunikationsaufgaben durch die Automationsschicht kann auch aus finanzieller und organisatorischer Sicht Vorteile mit sich bringen. Durch eine einfach zu konfigurierende Datenbankanbindung sinken die Kosten für Systemeinrichtung und -anpassung, hinzu kommt eine schnelle Erweiterbarkeit der Lösung und somit hohe Flexibilität. Außerdem sinkt der Schulungsaufwand im Unternehmen, da der Automatisierer bei diesem Vorgehen kein Know-how zur Anbindung von ERP/MES-Systemen und das IT-Personal kein Automatisierungswissen benötigt. Unklare Problemzuordnungen zwischen Automatisierern und IT-Personal lassen sich dadurch ebenfalls vermeiden.

Basis für moderne Analyse-Verfahren

Analysemethoden und Business-Intelligence-Mechanismen werden immer ausgeklügelter. Zahlreiche Unternehmen setzen auf diesen Trend und beschäftigen sich mit der stetigen Verbesserung von Berichterstellung und Forecasting. Dabei wird es immer wichtiger, korrekte Daten und Informationen zeitnah verfügbar zu haben, die komplette Systemlandschaft muss reibungslos kommunizieren können. Gleichzeitig sind Flexibilität und kurzfristige Anpassbarkeit im Fall von geänderten Prozessen und Strategien wichtige Bausteine für eine effiziente Prozessgestaltung. Kommunikationsmodule zur direkten Anbindung der Feldebene an die Managementebene und Datenbanksysteme können hier wertvolle Dienste auf dem Weg zum integrierten Gesamtsystem leisten.


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