Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Von der Feldebene in die produktionsnahe IT

Produktion und Management ohne Umwege verbinden

Durchgängige Kommunikation über alle Unternehmensebenen hinweg zählt zu den Grundlagen für die schnelle Bereitstellung von Unternehmensdaten für fundierte Management-Entscheidungen. Business-Intelligence-Techniken können auf Basis dieser Daten ein Abbild der Unternehmenssituation und Prognosen erstellen.

Bild: Siemens AG

Einen der wesentlichen IT-Trends für das Jahr 2011 stellen nach Angaben des Beratungshauses Gartner die ‚Next Generation Analytics‘ dar. Dabei werden bestehende Business-Intelligence-Techniken weiterentwickelt, um das Monitoring und Reporting aktueller Ereignisse zu verbessern und Echtzeit-Prognosen zu ermöglichen.

Der Wunsch nach Transparenz wächst

Der Wunsch nach Transparenz im Unternehmen wächst, allerdings auch die Komplexität der Systemlandschaften. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Business Analytics und Reporting seit fast zehn Jahren immer wieder unter den ‚Top10‘ der IT-Trends zu finden sind. Immer mehr führende Unternehmen setzen auf effizientes Monitoring und Reporting von Produktionsdaten, um Änderungen frühzeitig aufzuzeigen und so rechtzeitiges Gegensteuern beziehungsweise eine Anpassung der Geschäftsstrategie zu ermöglichen. Auf Basis von aktuellen Unternehmensdaten lassen sich Fragen wie ‚Bei welchem Prozessschritt in der Fertigung entstehen die meisten Fehlteile?‘ und ‚Welche Fertigungsschritte tragen maßgeblich zur Fertigungsdauer bei?‘ schnell beantworten, etwa um Maßnahmen zur Optimierung von Produktionsabläufen oder Qualität zu unterstützen.

Herausforderung gewachsene IT-Landschaft

Hinzu kommt, dass Qualitätsmanagement und Regulatorien oftmals die lückenlose Rückverfolgbarkeit des produzierten Gutes selbst nach Jahren verlangen. Dabei sind korrekte und konsistente Daten unerlässlich – die jedoch nur eine abgestimmte Kommunikationskette über die Unternehmensebenen hinweg erbringen kann. Systeme, die relevante Geschäftsdaten enthalten, müssen reibungslos miteinander kommunizieren können. Eine Herausforderung dabei stellt die gewachsene IT-Landschaft vieler Unternehmen dar: Zu Systemen unterschiedlichster Hersteller und Technologien kommen immer wieder neue IT-Lösungen hinzu. Doch um niedrige Reaktionszeiten und hohe Flexibilität bei geänderten Anforderungen oder Prozessabläufen und Datenkonsistenz weltweit gewährleisten zu können, sind Unternehmen bestrebt, Prozesse, Daten und Systeme in Einklang zu bringen.

Vertikale Integration für eine transparente Fabrik

Das Ziel, mit einer die Unternehmensebenen übergreifenden Kommunikation die Wertschöpfungskette zu optimieren, wird häufig unter dem Begriff der vertikalen Integration zusammengefasst. Ein wesentlicher Baustein in diesem Konzept, dass von der Feldebene über die Kontrollebene bis hin zur Managementebene reicht, ist die digitale Vernetzung der Produktion mit Enterprise-Resource Planning- und Manufacturing-Execution-Systemen (ERP/MES). Dabei reduziert der direkte Datenaustausch zwischen Produktions-, Warenwirtschafts- und Prozessleitsystemen ohne zwischengeschaltete Gateway-PC-Lösungen die Komplexität der Systemlandschaft, vor allem bei Programmierung und Datenaufbereitung.

Gateway-Lösung und Direktanbindung im Vergleich

Bei Anbindung der Feldebene unter Verwendung eines Gateway-PC übersetzt ein für die jeweilige Anwendung geschriebenes Programm die Datenstrukturen der Steuerung in die Datenstrukturen des Managementsystems. Dabei ist die Anbindung fest programmiert und lässt sich somit nicht flexibel ändern. Im Gegensatz dazu gestatten aktuelle Kommunikationsmodule auf Automationsebene dem Anwender, Daten aus Feldebene und Managementsystem rein durch Konfigurieren und ohne Programmieren bidirektional aufeinander abzubilden und zu übertragen. Durch den Einsatz dieser Technologie sinkt zum einen die Komplexität der IT-Landschaft, da der zusätzliche Gateway-PC entfällt. Außerdem entfallen aufwändige Programmierarbeiten, Änderungen lassen sich flexibel durch Umkonfigurieren der Geräte umsetzen. Darüber hinaus liegen Anschaffungs-, Wartungs- und Administrationskosten für entsprechende Automationskomponenten in der Regel unter denen eines komplexen Gateway-PC-Systems.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der VDMA hat die Produktionsprognose für das laufende Jahr angehoben. War der Verband bisher von einem Zuwachs von 4 Prozent ausgegangen, so rechnet man nun mit einem Produktionsplus von 7 Prozent.‣ weiterlesen

Roboter gehören zum Rückgrat der smarten Fabrik. Doch die Automaten könnten außerhalb der Fabriken viel leisten. Das Dresdner Unternehmen Wandelbots hat jetzt eine Lösung entwickelt, die den Robotereinsatz auch für kleine und mittlere Unternehmen vieler Branchen interessant machen soll. Ein Industrie-PC von Kontron übernimmt in diesem System eine zentrale Aufgabe.‣ weiterlesen

Die Auftragsbücher der deutschen Industrieunternehmen füllen sich und die Produktion nimmt zu. Laut Ifo-Konjunkturumfrage liegen die Produktionserwartungen im März sogar auf dem höchsten Stand seit 1991.‣ weiterlesen

xyzWieviel sind Daten wert? Welche Daten sind für die Effizienzsteigerung der Produktion, die Qualitätssteigerung der Produkte oder neue Geschäftsmodelle für die produzierende Industrie und ihre Dienstleistungen von Nutzen und wie kann ihr Wert gemessen und beziffert werden? Am 13. Januar 2021 konstituierte sich dazu der Fachausschuss 7.24 Big Data in der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik neu, um die Experten-Empfehlung VDI/VDE 3715 'Data Assets' zu entwickeln. Im Fachausschuss wird ein metrischer Standard entwickelt für die Ermittlung des ökonomischen Wertes technikbezogener Daten innerhalb der Wertschöpfungskette.‣ weiterlesen

Zutrittskontrollsysteme dokumentieren Aufenthaltszeiten, können bei der Corona-Kontaktverfolgung unterstützen und ermöglichen die individuelle Arbeitszeiterfassung. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung, der Pandemie sowie dem Trend zum dezentralen Arbeiten lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuellen Anforderungen.‣ weiterlesen

Mit dem Security Operations Center will Vinci Energies Cybersecurity-Spezialisten vernetzen. Die Eröffnung ist für das zweite Halbjahr 2021 vorgesehen.‣ weiterlesen

Plus 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr haben die deutschen Maschinen und Anlagenbauer in Ihren Auftragsbüchern verzeichnet. Dabei kamen besonders aus dem Ausland mehr Aufträge.‣ weiterlesen

In der Softwareentwicklung gewinnen die Low- und No-Code-Plattformen zunehmend an Bedeutung. Doch neben den Vorteilen etwa in Sachen Geschwindigkeit oder Handhabung sind dem Low-/No-Code-Ansatz noch Grenzen gesetzt, etwa wenn es zu komplex wird.‣ weiterlesen

Auf der digitalen Ausgabe der Hannover Messe präsentiert die Fraunhofer-Gesellschaft das Kompetenznetzwerk Quantencomputing. Dadurch soll Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen ein Zugang zur Technologie ermöglicht werden.‣ weiterlesen

Low-Code/No-Code-Entwicklungen bieten Potenzial für Industrieunternehmen. Dadurch wird Software-Programmierung auch Mitarbeitern zugänglich, die nicht über tiefes Fachwissen verfügen. Mendix hat in einer Studie untersucht, wie es um den Low-Code/No-Code-Ansatz in Deutschland bestellt ist.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige