Anzeige
Anzeige

Von der 'Einbahnstraße' zum integrierten System

Brandmeldeanlagen mit IT-Vernetzung

Beitrag drucken

Chancen durch den Einsatz von IT-Technolgie

  • Nutzung einer bereits vorhandenen IT-Infrastruktur zur Verringerung der Störanfälligkeit und zum Senken von Investitions- und Betriebskosten
  • Auf Überwachungsbereiche von einzelnen Meldern zugeschnittene Darstellungen und Handlungsanweisungen über bereits vorhandene Geräte des IT-Umfeldes wie PC-Bildschirmanzeige, Ausdruck von Laufkarten über Kopierer oder Drucker erweitern die alphanumerische Anzeige an der BMZ
  • Rücksetzung von Alarmmeldungen nach einer Überprüfung mittels anderer technischer Einrichtungen – beispielsweise Kamera-Überwachung – oder Rückmeldung von einer Ortsbeschau direkt über das PC-Steuerprogramm
  • Einfache Erweiterung von Detektionsbereichen, Anzeigen und Ansteuerungen weiterer Systeme wie Maschinensteuerungen oder Löschanlagen
  • Im Vorfeld von Wartungen und Serviceleistungen lässt sich der Bedarf nach Ersatzteilen – zum Beispiel für einen verschmutzten Rauchmelder – über Ferndiagnose durch die BMA-Errichterfirma mittels Einwahl an der BMZ erkennen. Über die gezielte Bereitstellung der Bauteile zum Servicetermin sinkt der Zeit- und somit Kostenaufwand bei der Wartung, da der vorbeugende Wechsel gesamter Meldergruppen entfällt und Störmeldungen gezielt vorbeugt wird.
  • Eine kurzzeitige Deaktivierung von Meldern und Bereichen, etwa wegen Reparaturarbeiten an Maschinen und Anlagen mit Staub-, Wassernebel- und Temperaturbelastung sowie ähnlicher Störgrößen, können durch den BMA-Errichter per Internet als Dienstleistung vorgenommen werden.
  • Archivierung und eventuell notwendige Auswertung der durch die BMZ intern gespeicherten Meldungen sowie die danach mögliche gezielte Freisetzung von Speicherplatz durch den BMA-Errichter als fernwartungsgestütze Dienstleistung

Nachteile und Risiken

  • Fehlende auf diese Technik zugeschnittene Vorschriften und Zulassungen der Komponenten insbesondere im Bereich der Netzwerktechnik (Router).
  • Erhöhter Abstimmungsaufwand zwischen den Nutzern der IT-Infrastruktur, insbesondere auch bei Wartungs- und Updatearbeiten zur Sicherstellung der ständigen Verfügbarkeit des BMA-Systems.
  • Einsatz hochwertigerer Geräte und damit verbunden höheren Anschaffungs- und Betriebskosten, darunter auch Prüfkosten von Zertifizierern der BMA-Technik
  • Manipulationsmöglichkeiten der BMA-Systeme von Außerhalb durch Unbefugte, um über eine fingierte Alarmmeldung Produktionsabläufe zu unterbrechen oder zu stören, Panik zu verbreiten oder Zugang zu hochsensiblen Bereichen durch die Entriegelung von Flucht- und Rettungswegen zu erreichen

Auch wenn eine technische Realisierung mit bereits im Markt vorhandenen Geräten möglich ist und BMA-Systeme über IT-Strukturen durch einzelne Errichter und Hersteller im Probe- und Vorführbetrieb bereits realisiert wurden, ist der Einsatz dieser Technik derzeit wegen entsprechenden fehlender Regelungen, Anerkennungen und Gerätezulassungen noch nicht zulässig. Bei einer zukünftigen angepassten Umsetzung der Integration von BMA eröffnen sich für den Betreiber, den Errichter und für die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr erhebliche Erleichterungen mit dem Umgang dieser Systeme. Insbesondere muss dabei auf die Zugriffssicherheit ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

 

Einsatzbereiche integrierter Brandschutztechnologie

Bild: HT Protect

Als Brandmeldeanlagen (BMA) gelten elektrisch- / elektronische Systeme, welche mittels spezieller Detektoren die hauptsächlichen Brandgrößen Rauch und Wärme im Kontext zu den normalen vorhandenen Umgebungsvariablen auswerten. Nach der Überschreitung definierter Grenzwerte erfolgt in aller Regel die Alarmierung von Personen in den betreffenden Bereichen zur umgehenden Selbstrettung. Üblicherweise wird parallel dazu ebenfalls eine externe Stelle, beispielsweise die Feuerwehr über ihre Leitstelle alarmiert. Außerdem können durch die Brandmeldezentrale (BMZ) andere Brandschutzeinrichtungen wie Löschanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Schließen oder Öffnen von Türen und Fenstern angesteuert werden. Schlussendlich lassen sich nach Bedarf durch die BMZ technische Einrichtungen wie Server oder Maschinen rechtzeitig zum kontrollierten Herunterfahren angesteuern, um zusätzlichen Schaden an den Anlagen zu vermeiden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Telefónica Tech erwirbt BE-terna und will damit seine Position als Technologie-Dienstleister stärken.‣ weiterlesen

Tim van Wasen tritt die Nachfolge von Stéphane Paté an und wird Geschäftsführer von Dell Technologies Deutschland.‣ weiterlesen

Überwachungssysteme, die vor Einbrüchen schützen sollen und sich per Smartphone-App steuern lassen, sollen die Nutzer in Sicherheit wiegen. Dass dieses Gefühl trügen kann, haben Studierende aus dem Studiengang Informatik an der Hochschule Emden/Leer im Rahmen eines Forschungsprojektes aufgedeckt.‣ weiterlesen

Das IT-Unternehmen Checkmarx hat das Tool Supply Chain Security vorgestellt. Das Programm zielt aber nicht auf die physische Lieferkette eines Produktionsunternehmens ab, sondern überwacht im Zusammenspiel mit Checkmarx Software Composition Analysis (SCA) den Health- und Security-Status von Open-Source-Projekten mit Blick auf mögliche Anomalien.‣ weiterlesen

Unternehmen haben bezüglich der Digitalisierung ihrer Qualitätsprozesse heute mehr Möglichkeiten denn je. Beim Blick auf klassische Produktionsunternehmen und deren Systemlandschaften kommen ERP- und CRM-Systeme, MES-Software und CAQ-Lösungen zum Vorschein, die durch offene Schnittstellenkonzepte wie OpenAPI in Summe wesentlich mehr Integrationsmöglichkeiten als früher mitbringen.‣ weiterlesen

Mit der weltgrößten Spaltrohrmotorpumpe mit Explosionsschutz konnte Hermetic-Pumpen für Aufsehen sorgen. Um bei der Entwicklung und Fertigung der Spezialpumpen erforderliche Normen und Vorgaben möglichst effizient umzusetzen, setzt der Hersteller aus Gundelfingen auf ein Integriertes Managementsystem.‣ weiterlesen

Mit einem Manufacturing Execution System (MES) können mittelständische Fertigungsbetriebe ihre Produktion digitalisieren und sie so auf komplexere Marktanforderungen ausrichten. Auf welche Funktionalitäten Fertiger achten sollten, zeigt der folgende Beitrag.‣ weiterlesen

Das Maschinenbauunternehmen Schenck Process hat die serverlose, modulare IoT-Plattform Coniq Cloud auf den Markt gebracht. Das System ist als IoT-Backbone für die eigenen Maschinen gedacht und bietet Anwendungsprogramme etwa zu Optimierung von Produktionszeiten und für Datenauswertungen.‣ weiterlesen

Komplexe Fertigung in Kombination mit hohem Termindruck führten beim Maschinenbauer Knoll dazu, dass lediglich 53 Prozent der Liefertermine zu halten waren. Nach der Einführung der PPS-Lösung von LF Consult liegt die Termintreue bei über 90 Prozent - bei kürzeren Durchlaufzeiten.‣ weiterlesen

Wenn sich am 30. Mai die Hallentore zum Flagschiff der Deutschen Messe öffnen, kann das als Startschuss für das postpandemische Messegeschehen gelten. Denn die Hannover Messe nimmt traditionell eine Sonderrolle unter den Industrieausstellungen ein. Grund dafür ist auch das hochkarätige Begleitprogramm, das diesmal mit 600 Vorträgen auf sechs Bühnen die Angebote der 2.500 Aussteller einrahmt.‣ weiterlesen

In diesem Jahr findet die Intralogistikmesse Logimat wieder in Präsenz statt. Und laut Veranstalter bewegen sich die Buchungen wieder auf Vor-Pandemie-Niveau. 1.500 Aussteller werden vom 31. Mai bis zum 2. Juni in Stuttgart erwartet.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige