Anzeige
Anzeige

Viele Unternehmen gehen ohne Sicherheitsstrategie in die Cloud

Beitrag drucken

Die Cloud-Nutzung in der Wirtschaft boomt: Zwei von drei Unternehmen ab 20 Mitarbeitern haben in Deutschland im vergangenen Jahr Cloud Computing eingesetzt. Eine Studie von Bitkom Research zeigt, dass gerade kleinere Unternehmen dabei auf eine Sicherheitsstrategie verzichten.

 (Bild: BITKOM e.V.)

(Bild: Bitkom e.V.)

Je kleiner das Unternehmen, desto eher wird es auf eine Sicherheitsstrategie bei der Nutzung von Cloud Computing verzichten: Während bei Unternehmen mit 500 oder mehr Beschäftigten, die Cloud-Dienste nutzen oder dies planen, rund zwei Drittel über eine Cloud Security-Strategie verfügen, ist es bei den kleineren nur rund ein Drittel. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der Unternehmensberatung KPMG.

So haben 68 Prozent der Unternehmen mit 2.000 oder mehr Beschäftigten eine bereichsübergreifende Sicherheitsstrategie oder eine Strategie für einzelne Unternehmensbereiche. Bei den Unternehmen mit 500 bis 1.999 Beschäftigen liegt der Anteil bei 61 Prozent. Dagegen besitzen nur 35 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern eine solche Strategie, bei Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sind es sogar nur 28 Prozent.

„Cloud ist Basis der Digitalisierung“

„Cloud Computing ist eine Basis-Technologie der Digitalisierung. Richtig eingesetzt kann sie nicht nur Geschäftsprozesse effizienter machen, sondern auch die Sicherheit erhöhen“, sagt Dr. Axel Pols, Geschäftsführer der Bitkom Research. Und Marko Vogel, Director Cyber Security bei KPMG, betont: „Informationssicherheit ist für viele immer noch ein Schlüsselfaktor bei der Cloud-Nutzung, denn die Cloud ist genauso abzusichern wie die interne IT. Die Studie zeigt, dass sich viele Cloud-Nutzer mittlerweile spezieller Security Services bedienen, um ihre Cloud-Lösungen abzusichern.“

Insgesamt boomt die Cloud-Nutzung in der Wirtschaft: Zwei von drei Unternehmen ab 20 Mitarbeitern (65 Prozent) haben in Deutschland im Jahr 2016 Cloud Computing eingesetzt. Im Vorjahr waren es erst 54 Prozent, 2014 sogar erst 44 Prozent. Cloud Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie beispielsweise Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Datennetze. Das Datennetz kann zum Beispiel ein unternehmens- beziehungsweise organisationsinternes Intranet sein. Ein sogenanntes Private Cloud Computing nutzen 44 Prozent der Unternehmen. Zum anderen kann ein Datennetz auch das öffentliche Internet sein. Das sogenannte Public Cloud Computing setzen 29 Prozent ein.

Weitere zentrale Ergebnisse des ‚Cloud-Monitor 2017‘:

  • 50 Prozent der Großunternehmen über 2.000 Mitarbeiter nutzen Public Cloud-Dienste, aber nur 29 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen
  • 49 Prozent der Public Cloud-Nutzer beziehen Software-Anwendungen aus der Cloud
  • 46 Prozent der Public Cloud-Nutzer berichten von einer Zunahme der Datensicherheit seit der Einführung von Public Cloud-Lösungen, nur 15 Prozent von einer Abnahme
  • 91 Prozent der Cloud-Anwender nutzen spezielle Security Services, um ihre Cloud-Lösungen abzusichern


Das könnte Sie auch interessieren:

Wie der IT-Security-Anbieter Kaspersky berichtet, wurden Unternehmen weltweit über zielgerichtete Phishing-Mails angegriffen, bei denen die Angreifer das Mimikatz-Programm nutzten. Kaspersky hat diese Angriffe analysiert.‣ weiterlesen

Heute suchen meist aufwendige Kamerasysteme nach Teilen im Werkstückträger, die der Roboter greifen kann. Mit der Smart-Task-Funktionalität Load Mapping des Sensorherstellers Sick lässt sich die Belegung von Werkstückträgern während der Zuführung in die Montagezelle erfassen und als digitales Sensorsignal an die Robotersteuerung ausgeben.‣ weiterlesen

Nach über 75 Jahren im Sensorgeschäft sollen künftig auch digitale Lösungen das Portfolio von Sick prägen. Christoph Müller, Senior Vice President für den Industrial Integration Space bei Sick, schildert, was Apps und Sensorik zusammen leisten und warum die Probleme der Anwender immer weniger die Automatisierungstechnik selbst betreffen.‣ weiterlesen

In einer 5. Blitzumfrage des VDMA zeigt sich, dass sich die Lieferketten der deutschen Maschinenbauer nach und nach erholen. Die Branche hat jedoich weiterhin mit Auftragseinbußen zu kämpfen.‣ weiterlesen

Mit Process Mining ermitteln Unternehmen, in welchen Prozessen Sand im Getriebe ist. Da die Methode zwingend datenbasierte Prozesse zur Analyse und Visualisierung voraussetzt, ist dieser Ansatz zwar im ERP-Umfeld zuhause, lässt sich aber hervorragend auf MES-unterstützte Produktionen anwenden.‣ weiterlesen

Immer häufiger werden industrielle Anwendungsfälle mit maßgeschneiderter Technik erprobt. Sven Pannewitz und Tobias Thelemann, Produktmanager bei Reichelt Elektronik, verweisen auf die Beliebtheit von Open-Source-Hardware in solchen Lösungen.‣ weiterlesen

Gesetzlichen Bestimmungen zufolge müssen Hersteller Unterlagen wie CE-Konformitätserklärungen, Atex-Zertifikate oder Werkstoffzeugnisse erstellen. Die Anwendung der im April erschienenen Richtlinie VDI 2770 Blatt 1 soll Prozessabläufe bei der Übergabe von Herstellerinformationen vereinfachen, indem sie einheitlich strukturiert bereitgestellt werden.‣ weiterlesen

Brigitte Falk verantwortet beim Industrie-4.0-Spezialisten Forcam die interne IT sowie das digitale Marketing zur Leadgenerierung. Als CIO/COO berichtet sie an Geschäftsführer (Co-CEO) Oliver Hoffmann.‣ weiterlesen

Nach dem Rückgang im vergangenen Monat legt der Ifo-Geschäftsklimaindex im Mai wieder zu. Dabei haben sich vor allem die Erwartungen für die kommenden Monate verbessert.‣ weiterlesen

Die Corona-Pandemie hat auch die wichtigen Absatzmärkte China, Indien und Brasilien getroffen, wobei aus China wieder positive Signale kommen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige