Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

VDMA stellt Report zu IT-Trends vor

Der VDMA-Fachverband Software hat zur Eröffnung der Fachmesse IT & Business einen Report zu Investitionsvorhaben und IT-Trends im Maschinen- und Anlagenbau vorgestellt. Aus dem Papier wird unter anderem deutlich, dass der Maschinenbau bis 2018 sein Augenmerk verstärkt auf Lösungen für die Maschinendatenerfassung, Redaktionssysteme, E-Learning und Webshops richten dürfte.

Der VDMA IT-Report 2016 für den Maschinen- und Anlagenbau liefert einen aktuellen Einblick in die Investitionsvorhaben sowie die Beurteilung der Branche von IT-Trendthemen. Vorgestellt wurde das Papier vom Fachverband Software des Industrieverbandes auf der diesjährigen IT & Business. Insgesamt haben 100 Unternehmen an der Erhebung teilgenommen. Es zeigte sich, dass im Zusammenhang mit dem allgemeinen Digitalisierungswunsch die Trendthemen noch einmal an Bedeutung zugelegt haben.

Neue Schwerpunkte

Im Vergleich zu den vorangegangenen IT-Studien des Branchenverbandes setzen Maschinenbauunternehmen mit ihren aktuellen Investitionsplänen bis 2018 nun zum Teil neue Schwerpunkte. Beispielsweise sind Redaktions- und Content-Management-Systeme etwa für technische Produktdokumentationen, die in der Vergangenheit eher auf den hinteren Investitionsrängen zu finden waren, jetzt an die Spitze gerückt. Auch Lösungen für die Maschinendatenerfassung (MDE) stehen aufgrund zahlreicher Industrie 4.0-Projekte und der zunehmenden Digitalisierung in der Produktion im Fokus der Branche. Gleiches gilt für die Aus- und Weiterbildung. Hier geht es darum, mittels E-Learning-Lösungen die Wissensvermittlung für Mitarbeiter vor Ort und weltweit zu erleichtern. Webshops und digitale Ersatzteilkataloge kletterten schon 2014 erstmals unter die zehn am häufigsten genannten Investitionsbereiche und werden bis 2018 noch einmal zulegen. Das Gleiche gilt für Dokumentenmanagement-, CRM- und Business Intelligence-Systeme. Rund 50 Prozent der jeweils angedachten Projekte sind Neueinführungen.

Apps etablieren sich
 
Weiter fortgesetzt hat sich der Bedeutungszuwachs von Apps im industriellen Umfeld. Waren die schlanken 'Softwarehelfer' 2014 nur für rund 42 Prozent der befragten Unternehmen relevant, so sind es im Jahr 2016 bereits 76 Prozent. Für rund die Hälfte dieser Unternehmen haben Apps sogar eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung für die Unternehmensprozesse, was sich auch in den Anwendungen widerspiegelt: Mehr als 50 Prozent der befragten Maschinenbauer haben externe oder eigenentwickelte Apps im Einsatz. Bis auf den Bereich Unternehmens-IT (ERP, CRM), der nahezu unverändert blieb, konnten alle anderen Anwendungsfelder ihren Einsatzanteil gegenüber 2014 deutlich erhöhen. Dabei haben bei Corporate Publishing, Webshops und Kataloge, Engineering sowie Produktion und Service die eigenentwickelten Apps Ihren Vorsprung vor den externen Angeboten ausgebaut.

Cloud-Lösungen verändern IT-Landschaft

Nach lange verhaltener Einsatzbereitschaft haben sich Cloud-Lösungen im Maschinenbau einen Platz in der IT-Landschaft erobert. Mehr als 80 Prozent der befragten Maschinenbauer messen diesem Thema mittlerweile eine Bedeutung für das Unternehmen bei, die Hälfte der Unternehmen sogar eine mittlere bis sehr hohe. Insgesamt ist der Einsatzanteil in allen Anwendungsfeldern gegenüber 2014 gewachsen. Den höchsten Anstieg haben Bewerbermanagement mit 83 Prozent, Office Anwendungen mit 59 Prozent und CRM-Lösungen mit 51 Prozent verzeichnet. Dabei haben 'Private Clouds' in mehreren Bereichen Ihren Vorsprung gegenüber den 'Public Clouds' ausgebaut. Auch für die nächsten zwei Jahre ist mit einem weiteren Anstieg bei der Nutzung von Cloud-Lösungen zu rechnen, wie aus den Unternehmensangaben zu schließen ist.

Big Data-Anwendungen noch am Anfang

Auch wenn Big Data-Analysen im Zusammenhang mit Industrie 4.0 häufig diskutiert werden, stehen die Unternehmen hier noch am Anfang. Für jedes zweite Maschinenbauunternehmen hat das Thema allerdings schon jetzt eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung. Insgesamt 16 Prozent der befragten Maschinenbauer verwenden entsprechende Lösungen bereits. Vorreiter mit einem Einsatzanteil von zehn Prozent sind der Service und die Instandhaltung. Auf den weiteren Plätzen folgen Produktion mit acht Prozent, Logistik mit vier Prozent und Marketing mit drei Prozent. Der heute vergleichsweise geringe Anwendungsanteil dürfte in den kommenden zwei Jahren deutlich ansteigen. Rund ein Viertel der Befragten plant bis 2018 entsprechende Einführungen.
 

Über den VDMA Fachverband Software und Digitalisierung

Die mehr als 340 Mitglieder des Fachverbandes Software und Digitalisierung im VDMA setzen sich zusammen aus Software-Herstellern und Entwicklungs-Abteilungen der Maschinenbauer. Dabei verfolgt der Fachverband das Ziel, Maschinenbau und Software in einem Dialog zusammenzuführen, um zu veranschaulichen, wie Unternehmensprozesse mit IT unterstützt und verbessert werden können.

(Quelle:VDMA)


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Konsolidierung großer Datenmengen, um damit KI-Anwendungen für Produktionsprozesse zu entwickeln, fällt vielen Unternehmen noch schwer. Im Projekt ExDRa sollen Lösungen entstehen, die diesen Prozess spürbar vereinfachen. Dieser Text ist der Auftakt zu einer Artikelreihe zu den produktionsbezogenen Initiativen des vom BMWi geförderten Technologieprogramms Smarte Datenwirtschaft.‣ weiterlesen

Rockwell Automation hat einen neuen CTO. Zum 1 Juli hat Cyril Perducat das Amt des Chief Technology Officers übernommen.‣ weiterlesen

Um schon vor der Lieferung einer Werkzeugmaschine Einblicke in ihre Leistungsfähigkeit zu ermöglichen, arbeitet die Schweizer Starrag-Gruppe mit der NC-Simulationslösung Vericut. Anhand der ermittelten Daten lassen sich die für später angedachten NC-Programme feinjustieren, noch bevor die Maschine ihr Werk verlässt.‣ weiterlesen

Viele Firmen befassen sich gerade mit der Neuausrichtung Ihrer Lieferketten. Dabei bietet das europäische Estland auf einer Fläche so groß wie Niedersachsen beispielhafte Digitalisierungs- und Fertigungsexpertise. Zusammen mit dem vergleichsweise einfachen Marktzugang, der räumlichen Nähe und dem Rahmen der EU-Gesetzgebung dürfte das kleine Land ein zunehmend wichtiger Partner der hiesigen Industrie bei ihrer digitalen Transformation werden.‣ weiterlesen

Änderungen in Personalzeitwirtschaft und Entgeltabrechnung gehören im HR-Management zu den oft ungeliebten, aber dennoch regelmäßig anstehenden Aufgaben. Jede Änderung in den Betriebsvereinbarungen, Gesetzesnovellen oder tarifliche Neuregelungen verlangen die Überarbeitung von Schemen und Regeln in den Personalabteilungen. Und auch Adhoc-Änderungen müssen unmittelbar umgesetzt werden.‣ weiterlesen

ERP-Branchenlösungen sollen Standardgeschäftsprozesse und Spezialfunktionen unter einen Hut bringen. Innovachem für mittelständische Chemieunternehmen verbindet den Systemkern aus Basis von SAP S4/Hana etwa mit Modulen zur Rezepturentwicklung und Compliance-Prüfung. Das erspart so manche Programmierarbeit und Schnittstellenpflege.‣ weiterlesen

Aras Software hat einen neuen Geschäftsführer. Peter Schoppe hat mit Wirkung zum 1. Juli die Leitung des Plattformanbieters übernommen.‣ weiterlesen

Er ist schnell, leicht und verbraucht wenig Treibstoff: Der Hochgeschwindigkeits-Helikopter Racer kann Fluggeschwindigkeiten von bis zu 400km/h erreichen. Die Schalenbauteile seiner Außenhaut werden mit einem neuartigen Fertigungsverfahren hochautomatisiert hergestellt. Ein Forscherteam des Fraunhofer IGCV hat die Methode gemeinsam mit Airbus Helicopters entwickelt.‣ weiterlesen

Dualis hat den neuen Hauptsitz des Unternehmens in Dresden bezogen. Der reguläre Arbeitsbetrieb begann am 19. Juli.‣ weiterlesen

Kawasaki Gas Turbine Europe plant, produziert, installiert und wartet Gasturbinen. In Bad Homburg befindet sich das europäische Zentrallager des Tochterunternehmens von Kawasaki Heavy Industries. Um dort fehleranfällige Prozesse abzulösen, hat das Unternehmen eine Lagerwirtschaftslösung eingeführt, die alle Transportbewegungen dokumentiert.‣ weiterlesen

Störungen in der Lieferkette können schnell zu Problemen führen. Jaggaer hat vier Tipps zusammengestellt, wie Unternehmen Schwachstellen in der eigenen Lieferkette identifizieren können.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige