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VDMA Kongress: Aspekte vorausschauender Wartung

Predictive Maintenance ist eines der Kernkonzepte von Industrie 4.0. Beim VDMA Kongress „Predictive Maintenance“ haben Vertreter von Technikanbietern und -nutzern ihre Herangehensweise an dieses Thema vorgestellt. Zudem gab es neue Erkenntnisse vom Beratungshaus Roland Berger.

Um Fragen zur Lebensdauer ist es beim VDMA-Kongress 'Predictive Maintenance' gegangen. Der Verband hatte in seine Zentrale nach Frankfurt geladen und für den gesamten Donnerstag ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Dass der VDMA mit dem Thema der Veranstaltung den Zeitgeist getroffen hat, zeigte, dass über 100 Vertreter aus Unternehmen und Wissenschaft den Weg in die Lyoner Straße gefunden hatten.

In einer Videobotschaft verdeutlichte Dr. Jochen Köckler, Vorstandmitglied der Deutschen Messe AG, dass auch für die Hannover Messe 2017 die vorausschauende Wartung einen wichtigen Aspekt darstellt. "Predictive Maintenance ist ein Paradebeispiel für die Nutzung von Industrie 4.0", sagte er und verwies auf die geplante Sonderschau zum Thema, wo sich Interessierte dann im April in Hannover informieren können.

Schaeffler setzt auf Domain-Know-how

Im Folgenden gaben die Vorträge Einblick in die Herangehensweise von Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen an das Thema. So sprach Schaeffler Vorstandsmitglied Dr. Stefan Spindler über den Ansatz des Wälzlager-Herstellers. Die Schaeffler AG setzt auf Domain-Know-how und verfolgt einen systematischen Ansatz, der auf genauer Kenntnis der Produkte, Prozesse und Werttreiber bei den Kunden beruht. So versucht der Automobil- und Industriezulieferer Mehrwert zu schaffen.

Professor Martin Wollschlaeger von der Technischen Universität Dresden sprach über 'Neues aus der Welt der Standardisierung zu Predictive Maintenance'. Er machte deutlich, dass für eine systemweite Nutzung von Predictive Maintenance und Condition Monitorung Integrationsleistungen erforderlich sind, woraus wiederum Standardisierungsdruck entsteht. Die Standardisierung muss laut Wollschlaeger Interoperabilität sicherstellen, ohne den Wettbewerb zu stark einzuschränken.

Nur wenige haben eine Strategie

Sebastian Feldmann vom Beratungshaus Roland Berger stellte eine neue Studie zur vorausschauenden Wartung mit dem Titel 'Predictive Maintenance – Status und Geschäftsperspektive' vor. Erste Erkenntnisse: Nur wenige der Befragten gaben an, eine Strategie oder ein Budget für Predictive Maintenance-Initiativen zu haben. Die technische Realisierbarkeit solcher Maßnahmen gilt zwar gemeinhin als gelöst, doch ist den meisten die Monetarisierung noch unklar. Die komplette Studie, die das Beratungshaus mit Beteiligung der Deutschen Messe AG und dem VDMA durchgeführt hat, soll während der Hannover Messe vorgestellt werden.

Weitere Vorträge beim Kongress kamen von Dr. Gunther Beitinger, Vice President Manufacturing bei der Siemens AG ('Anforderung und Herausforderung einer Smart Factory' am Beispiel des Siemens-Werks in Amberg), Janette Kothe von Bosch Rexroth ('Offenheit, Skalierbarkeit und Nutzerfokus  – Designaspekte für Smart Field Devices'), Werner Binsmaier von der Homag Group AG ('Integration von Predictive Maintenance in Maschinenkonzepten'), Dr. Roger Kehl von der Festo AG & Co. KG ('Von der intelligenten Komponente bis zur Cloud'), Rupert Hoellbacher von Bosch ABS ('Vergleich von klassischen und neuen Methoden zur Auswertung'), Albrecht Winter von der J. Schmalz GmbH ('Kundennutzen aus werthaltigen Daten: Neue Referenzarchitekturen vereinen Datenanalyse und Echtzeit-Automation'), Dieter Meuser von der Itac Software AG ('Datennutzung in der Cloud – Basis für Kundennutzen, neue Services und neue Geschäftsmodelle') sowie Matthias Dietel von IBM Deutschland ('Machine Learning für Predictive Maintenance').

(Quelle:Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)/Bild:D. Heitz/Tedo Verlag)


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