Anzeige
Anzeige
Anzeige

Unternehmen und ihre IT im Wandel

Die Ära Reaktionsfähigkeit

Beitrag drucken
Mit Epicor Social Enterprise hat Software-Anbieter Epicor eine Kommunikationsplattform in sein Enterprise Resource Planning-System integriert. Die Funktionalität soll Mitarbeiter zum Beispiel bei der Projektkoordination unterstützen. Bild: Epicor

Über die IT hinaus denken

Reaktionsfähigkeit ist nicht nur eine Frage der IT, sondern auch der Unternehmensführung. Schließlich geht es nicht allein um die Einführung einer Vielzahl an Unternehmensanwendungen und mobilen Lösungen. Es geht um die Veränderung der Einstellung, die Transformation bei Mitarbeitern und Prozessen.

Anforderungen verstehen

Sobald die Geschäftsbereiche sich auf eine Vorgehensweise verständigt haben, muss geklärt werden, welche Art von Informationen eine Rolle spielen. So benötigen etwa Führungskräfte Zugriff auf Daten, die Einblick auf die richtigen Leistungskennzahlen in ihrem Verantwortungsbereich gestatten – ob das nun Umsatz, Gewinnspanne oder die Anzahl der termingerechten Lieferungen ist.

Mit Kernfunktionen starten

Ein Unternehmen wird nicht über Nacht reaktionsfähig. Es ist daher ratsam, sich zunächst auf eine verbesserte Reaktionsfähigkeit in Schlüsselbereichen zu konzentrieren. Ist dies gelungen, kann eine kontinuierliche Verbesserungsinitiative für weitere Geschäftsanforderungen folgen. Reaktionsfähigkeit ist eine neue Ära der Geschäftsevolution. Wollen Unternehmen weiter wettbewerbsfähig sein, haben sie keine andere Wahl als ihr ERP-System zu modernisieren und so mit der sich entwickelnden digitalen Welt Schritt zu halten. Viele Fertigungsunternehmen gehen bereits diesen Weg, indem sie auf Daten-gestütztes Wissen und Verständnis bauen, um zügig Hürden im Export zu überwinden, neue Wertschöpfungsmodelle zu entwickeln und Innovationen voranzutreiben. Diese Organisationen werden es sein, die in globalen Märkten schnell Antworten auf Herausforderungen finden und daraus nicht nur heute, sondern auch in den kommenden Jahren Vorteile ziehen können.

 
Im Bild: Hermann Stehlik, Vice President Zentraleuropa bei Epicor Software

Anpassungsfähigkeit ist nicht genug

Vor langer Zeit schrieb Charles Darwin: „Es sind weder die Stärksten einer Spezies, die überleben, noch sind es die Intelligentesten. Derjenige überlebt, der sich am besten an Veränderungen anpassen kann“. Das Zitat ‚anpassen oder sterben‘ lässt sich auch auf Unternehmen übertragen. Auch sie müssen sich mit der Zeit weiterentwickeln, um Erfolg zu haben. Ist allerdings Anpassungsfähigkeit noch genug? Wir alle leben und arbeiten in einer Welt mit immer kürzeren Zeitzyklen für alles, was wir tun – hier hängt Erfolg und das Überleben mehr von unserer Fähigkeit ab, zu reagieren, als sich einfach nur anzupassen. Es besteht ein Unterschied zwischen Reaktions- und Anpassungsfähigkeit. Letzteres bedeutet Veränderung, aber das beschreibt nicht die Geschwindigkeit oder Agilität, mit der sie vollzogen werden muss. Bei Reaktionsfähigkeit geht es darum, dafür in der Lage und schnell zu sein – also sich beschleunigt und flexibler anzupassen.

Das kann bedeuten, Wettbewerber zu überholen, auf interne oder externe Marktveränderungen zu reagieren, höhere Servicelevels zu entwickeln oder stärker auf Innovationen zu setzen. Die Wahrheit ist, dass in Zukunft führende Unternehmen oder Hersteller beides können müssen: sich anpassen und reaktionsfähig sein. Dies zu schaffen ist nicht einfach, wenn eine durchaus erschreckend hohe Anzahl von Anwendern in Umfragen angeben, mit dem bestehenden Enterprise Resource Planning-System (ERP) nicht zufrieden zu sein, aber gleichzeitig solche Lösungen als entscheidend für das Wissen um den Betrieb halten. Wer auf erforderliche Informationen keinen Zugriff hat, kann auch keine fundierten Entscheidungen treffen oder auf die sich verändernde Geschäftsumgebung reagieren. Der Lösungsansatz ist, rohe Fakten in Wissen und Informationen umzuwandeln, die Entscheidungen in Echtzeit unterstützen – auf jeder Hierarchieebene. Bei Bedarf auch entlang erweiterter Wertschöpfungsketten und über alle Abteilungen hinweg. Nur dadurch wird ein Unternehmen wirklich reaktionsfähig.


Das könnte Sie auch interessieren:

Aimtec hat die neue Produktgeneration Sappy4x4 auf den Markt gebracht hat. Sie ist auf SAP S/4Hana vorbereitet, soll aber weiterhin an die Anforderungen spezifischer Prozesse in Automobil- (SappyCar) oder Fertigungsunternehmen (SappyManufacturing) anpassbar bleiben.‣ weiterlesen

ERP-Projekte müssen keine Ewigkeit dauern. In nur sechs Wochen implementierte Sven Mahn IT ein Dynamics 365 von Microsoft als Minimum Viable Product bei der jungen Sanivac GmbH. Das ging nur, weil die Teams beider Firmen eng und mit agiler Methodik kooperierten.‣ weiterlesen

Mit Alexander Kläger hat SAP Deutschland seit dem 1. August einen neuen Geschäftsführer. Der 49-Jährige ist seit 2012 für den Software-Konzern tätig.‣ weiterlesen

Der Werkzeughersteller Perschmann hat die Lösung Smartblick zur Erfassung von Maschinen-Leistungsdaten auf den Markt gebracht.‣ weiterlesen

In der Associazione Liutaria Italiana haben sich Geigenbauer, Wissenschaftler und Musiker zusammengeschlossen, um historische Instrumente zu erhalten und um moderne Nachfolger zu entwickeln. Mit Siemens-Software untersuchen die Experten die Klangqualität antiker Streichinstrumente und geben Herstellern Tipps zur Verbesserung ihrer Produktion.‣ weiterlesen

Zum 30. Juni nächsten Jahres wird Finanzvorstand Harald Fuchs das Softwareunternehmen PSI verlassen.‣ weiterlesen

Der Technologieanbieter Abbyy hat kürzlich NeoML vorgestellt, eine Open-Source-Bibliothek für die Erstellung, das Trainieren und die Bereitstellung von Machine-Learning-Modellen.‣ weiterlesen

Gerade in einer wirtschaftlichen Flaute sollten Unternehmen ihre Position sichern, stärken, neue Angebote entwickeln und bestehende verbessern. Eine gute Datenbasis sorgt dafür, das die Geschäftsprozesse reibungsarm ablaufen und Manager gute Entscheidungen treffen. Doch wie misst man die Güte der Systemdaten?‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige