Anzeige
Beitrag drucken

Universelle Kommunikationsanbindung

Von der Steuerung ins Qualitätsmanagement

Als einer der Hauptzulieferer für Ikea steht die Swedwood Älmhult AB hohen Qualitätsansprüchen gegenüber. Zur Überwachung von Produktionsumgebung und Produktqualität gilt es daher, Dutzende von Steuerungen per Unternehmensnetzwerk zu überwachen. Für die Verbindung zwischen Maschine und IT-System setzt das Unternehmen auf OPC-Anbindung über einen zentralen Server.

Bild: Swedwood

Die Firma Swedwood fertigt pro Jahr rund acht Millionen Küchenfronten. Das Geschäft expandiert, dabei spielen die genaue Steuerung der Umgebungsbedingungen sowie die Chargenverfolgung eine immer stärkere Rolle zur Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen des Hauptabnehmers Ikea. Angesichts von Dutzenden zu verwaltender Komponenten der Steuerungsautomatisierung benötigte das Unternehmen eine standardisierte, redundante Plattform zur Anbindung des Maschinenparks sowie eine zuverlässige Datenübertragung in seine Datenbank. Dabei setzt der Fertiger auf eine OPC-Plattform sowie die IT-Anbindung via OPC-Server.

Steuerungsintegration für die SQL-Datenbank

Als Lösung kommt ein System des Anbieters Matrikon OPC zum Einsatz. Der Matrikon OPC Universal Connectivity Server (UCS), in diesem Fall ausgestattet mit Plug-ins für Steuerungen von Siemens, Mitsubishi, Omron und Modbus, bietet eine universelle Kommunikationsanbindung an die Steuersysteme des Unternehmens über eine einzige Schnittstelle. Darüber hinaus realisiert der OPC Client for ODBC des gleichen Anbieters bei Swedwood den Datenaustausch zwischen den OPC-Servern und der Microsoft SQL-Server-Datenbank. Damit steht eine einzige Schnittstelle für alle OPC-Server zur Verfügung, was Diagnose und Qualitätskontrolle erleichtert. Gleichzeitig reduziert sich die Belastung der Steuerungssysteme, da so die Zahl der Client-Anfragen reduziert werden konnte. Die Lösungen sind an den den aktuellen Bedarf des Unternehmens angepasst, können dadurch ein flexibles Lizenzierungssystem bieten, aber auch bei steigenden Anforderungen an die firmeneigene Infrastruktur mitwachsen..

Fertigungsstandort sucht praxisnahe Lösung

Als einer der führenden für Ikea tätigen Hersteller muss der Fertiger hochwertige Möbel in konstanter Qualität und mit höchstem Tempo produzieren. Am Fertigungsstandort im schwedischen Älmhult – einer von über 40 Produktionsstätten weltweit – verarbeiten 350 Mitarbeiter die Ausgangsmaterialien zu circa 150.000 versandfertigen Küchenfronten pro Woche. Zahlreiche OPC-Server und über 50 speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) sorgen am Standort Älmhult für die exakte Überwachung und Regelung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und anderen Umweltbedingungen. Jede Materialcharge, die das Werk durchläuft, muss in einer bestimmten, kontrollierten Umgebung verarbeitet werden.

Schon ein einziger Fehler, etwa bei der Verklebung, kann Kundenreklamationen nach sich ziehen und dazu führen, dass weltweit ganze Chargen aus den Regalen der Einrichtungshäuser genommen werden müssen. Zur Verbesserung seiner Abläufe wollte Swedwood daher eine universelle Kommunikationsanbindung an seine SPSen schaffen, dabei jedoch vermeiden, dass diese durch Abfragen von einzelnen OPC-Clients überlastet würden. Gesucht wurde eine einheitliche Plattform mit einer einzigen, leicht bedienbaren Schnittstelle, die bei Erweiterungen um neue SPSen weniger Unterstützungsaufwand durch externe System-Integratoren notwendig machte. Außerdem musste das Unternehmen sicherstellen, dass geschäftskritische Daten für mehrere seiner Unternehmenseinheiten problemlos verfügbar sind und dazu den Datenaustausch zwischen seiner Microsoft SQL Server-Datenbank und seinen OPC-Servern ermöglichen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Eine Gießerei von Daimler-Motorblöcken rang mit Qualitätsproblemen und hohem Ausschuss. Nachdem sie eine KI-Lösung 15 Monate lang mit allen möglichen Unternehmensdaten fütterte, gab diese neue Betriebsparameter für die Produktion aus. Bereits im ersten Monat nach Anwendung dieser Parameter schleuste sie 50 Prozent weniger Motorblöcke aus.‣ weiterlesen

Nach einem zweistelligen Wachstum im September verzeichnete der Auftragseingang in der Elektroindustrie im Oktober einen Rückgang.‣ weiterlesen

70 Prozent der Firmen mit 250 bis 500 Beschäftigen setzen bereits Roboter ein. Mehr Produktivität und geringere Kosten sind die Hauptgründe dafür, wie die Umfrage von Reichelt Elektronik ergab.‣ weiterlesen

Wer braucht noch Touchscreens? Die nächste Lösungsgeneration für das industrielle Bedienen und Beobachten steht bereits vor der Tür. Noch sind diese Nachfolger eher in Nischen zu finden, aber dort kommunizieren Menschen bereits multi-sensuell mit ihrem Rechner.‣ weiterlesen

Steigende Datenmengen, europäische Cloud-Infrastrukturen, neue Hardware und der Energieverbrauch von Rechenzentren – dies sind aus Sicht des Herborner Unternehmens Rittal zentrale Datacenter-Trends des Jahres 2020.‣ weiterlesen

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wuchsen die Exporte der deutschen Wirtschaft im Oktober um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Importe nahmen hingegen ab.‣ weiterlesen

Nicht der Mensch bezahlt an der Kasse, sondern das Auto direkt an der Ladesäule. In einer Ökonomie der Dinge könnte dies Wirklichkeit werden. Genau daran forscht Bosch gemeinsam mit der TU Darmstadt.‣ weiterlesen

Für 78Mio.US$ hat Tenable das Security-Unternehmen Indegy übernommen. Mit der Akquise will Tenable sein OT-Security-Portfolio erweitern.‣ weiterlesen

In München wurde das neue Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS  eröffnet. Schwerpunkt der Forschung soll auf der Absicherung künstlicher Intelligenz (Safe Intelligence) liegen.‣ weiterlesen

Nach einer kurzfristigen Entspannung im September liegt der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Oktober elf Prozent unter dem Vorjahreswert.‣ weiterlesen

Ein wesentliches Ziel der Fertigungsplanung ist die optimale Auslastung der Produktion. Mit Algorithmen zum Reinforcement Learning lassen sich hervorragende Planungsergebnisse erzielen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige