Anzeige
Anzeige

Umweltmanagementsystem

Auf dem Grat zwischen Umwelt und Kosten

Beitrag drucken

Viele Anforderungen erfüllt

Im Februar 2016 ließ sich die MTU Maintenance Hannover als eines der ersten Unternehmen von TÜV Rheinland gemäß der Revision von ISO14001 zertifizieren. Diese erschien im September 2015. Seitdem läuft die dreijährige Übergangsfrist, in der auch die ältere Version noch akzeptiert wird. Ab September 2018 gilt dann nur noch ISO14001:2015. Wie in allen neuen Managementsystem-Normen – beispielsweise ISO9001:2015 – folgt der Aufbau der sogenannten ‚High Level Structure‘ (HLS). Diese soll alle Normen hinsichtlich ihrer Gliederung und der verwendeten Begriffe und Textbausteine vereinheitlichen. 80 Prozent der Veränderungen aus der Revision hatte die MTU bereits im Rahmen der EMAS-Validierung umgesetzt. Dazu gehört die Vorgabe, bei der Festlegung der Umweltziele geeignete Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators) zu verwenden, um damit die Umweltleistung besser messen zu können. Oder das neue Kapitel ‚Kontext der Organisation‘, das sich mit den ‚interessierten Parteien‘ des Unternehmens befasst.

Ziel ist es, die Erfordernisse und Erwartungen etwa der Kunden, Lieferanten, Gemeinden, Aufsichtsbehörden, Nichtregierungsorganisationen, Investoren und Mitarbeiter besser zu verstehen und zu bewerten, ob konkrete Anforderungen daraus entstehen. Als größte Herausforderung der revidierten Norm erwies sich die neu aufgenommene Lebenszyklusbetrachtung. Dabei muss das Unternehmen die Umweltauswirkungen eines Produkts oder einer Dienstleistung von der Entstehung bis zum Nutzungsende beziehungsweise zur Entsorgung betrachten – also auch Prozesse, die der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit vor- oder nachgelagert sind. Für die MTU Maintenance Hannover bedeutete das, insbesondere ihre Lieferanten und deren umweltbezogene Aktivitäten genauer unter die Lupe zu nehmen. Es soll ein Bewusstsein dafür entstehen, dass umweltbezogenes Engagement für die MTU ein zusätzliches gleichwertiges Entscheidungsmerkmal in künftigen Geschäftsverhandlungen darstellt. Erfolgreiches Umweltmanagement gründet sich bei der MTU Maintenance nicht zuletzt auf dem klaren Bekenntnis der Geschäftsführung und der schlanken Organisation des Unternehmens. Dadurch gibt es nur geringe Widerstände und alle Führungskräfte lassen sich integrieren.

Darüber hinaus gibt es bei dem Instandhalter ein Team, das Umweltthemen kontinuierlich bearbeitet. Da sich die Firma seit vielen Jahren von TÜV Rheinland zertifizieren lässt, kennen die Prüfer das Unternehmen und können schon nach einer Stunde sagen, welche Prozesse sich verbessert haben und welche nicht. Gelegentlich kommt es vor, dass Unternehmen und Prüfer im Zertifizierungsprozess unterschiedliche Ansichten vertreten. Beim Audit für ISO14001:2015 ging die MTU beispielsweise davon aus, dass für die geforderte Risikobewertung die Betrachtung von Gefahren ausreicht, da sich Chancen gegenteilig implizieren. Der Prüfer machte jedoch deutlich, dass auch die Chancen konkret zu beleuchten sind. Daraufhin musste der Instandhalter die Bewertung überarbeiten. Das Nachbessern hat sich gelohnt, schließlich wurde die Zertifizierung gemäß ISO14001:2015 dann erteilt.

Das Umweltmanagementsystem der MTU zielt auch darauf ab, ein Bewusstsein dafür zu fördern, dass umweltbezogenes Engagement für die MTU ein zusätzliches, gleichwertiges Entscheidungsmerkmal in künftigen Geschäftsverhandlungen darstellt.

Bild: TÜV Rheinland AG


Das könnte Sie auch interessieren:

PerfectPattern hat die kostenlose Basisversion von Insights App vorgestellt. Mit der Software können Prozessingenieure, Produktionsexperten und Datenwissenschaftler die von PerfectPattern entwickelte KI-Technologie Aivis nutzen, um Einblicke in Produktionsprozesse zu erhalten.‣ weiterlesen

Die Buss-Unternehmensgruppe ist in vielen unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätig. Eine Herausforderung, stand doch ein Wechsel des ERP-Systems ins Haus - mit mehr als 80 Unternehmen innerhalb der Gruppe. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Sven Mahn IT gelang es, das Projekt innerhalb von 14 Wochen umzusetzen.‣ weiterlesen

Werden neue Technologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz Teil des Arbeistalltages wünscht sich ein Großteil der unter 31-Jährigen, darüber informiert zu werden. Dies geht aus einer Studie des IT-Security-Anbieters Kaspersky hervor. Auch ein menschliches Antlitz könnte laut Studie für mehr Akzeptanz sorgen.‣ weiterlesen

Schlechtere Stimmung als noch im Juni. Geschäftsklima-Index des Ifo Instituts hat in der aktuellen Erhebung im Vergleich zum Vormonat nachgegeben.‣ weiterlesen

Die Sprints zu Covid19-Impfstoffen zeigen den Leistungsdruck, unter dem die Technologieentwicklung steht. In kürzester Zeit sollen Forscher und Ingenieure Lösungen für die kritischen Probleme unserer Zeit finden. Der Accelerated-Discovery-Ansatz soll helfen, Forschungs- und Entwicklungsprozesse mit KI, Hybrid Cloud und schließlich Quantencomputern um das zehn- bis hundertfache des heute Möglichen zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Trebing + Himstedt hat die Partnerschaft mit Celonis bekanntgegeben. Die Unternehmen wollen zukünftig beim Thema Process Mining zusammenarbeiten.‣ weiterlesen

Im Rahmen einer Partnerschaft wollen Crate.io und Zühlke zukünftig gemeinsam an Smart Factory- und Industrie 4.0-Lösungen arbeiten.‣ weiterlesen

Die Dualis GmbH IT Solution hat für Lean-Manufacturing-Aufgabenstellungen ein Add-on zur 3D-Simulationsplattform Visual Components entwickelt. Basierend auf Process Modelling können damit automatisch branchengängige Standardized Work Sheets generiert werden.‣ weiterlesen

Um verschiedene Daten aufzubereiten und den Mitarbeitern nutzenbringend bereitzustellen, ist nicht immer ein großes IT-Projekt nötig. Wer schnell Daten für die Beschäftigten visualisieren möchte, sollte sich einmal näher mit Dashboards befassen.‣ weiterlesen

Die Simulation am digitalen Zwilling macht die Inbetriebnahme von Anlagen und Maschinen mit automatisierten Bewegungen sicherer. Fehler fallen früher auf und können behoben werden, bevor die Anlage aufgebaut ist. So lassen sich Schäden und Verzögerungen vermeiden. Auch als Schulungstool für Bediener und Programmierer ist die digitale Maschine hilfreich.‣ weiterlesen

ISPE, APV, Concept Heidelberg und die VDI/VDE Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik richten am 30. November bis zum 1. Dezember 2021 im Dorint Kongresshotel in Mannheim die 14. Offizielle GAMP 5 Konferenz aus.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige