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Übergreifende Planung im Lieferkettenmanagement

Dank der guten Wirtschaftslage steigt die Kapazitätsauslastung der Unternehmen wieder an. Für viele Betriebe gewinnt die logistische Planung damit wieder an Bedeutung, um Lieferengpässe frühzeitig entgegen zu wirken. Gleichzeitig steigt die Vernetzung der Produktionseinheiten in den Supply Chains an, als Folge wachsen die Anforderungen an die Abstimmung der Planungsprozesse.

Bild: OR Soft/Fotolia – Digital_Zombie

Lieferkettenbeteiligte können durch den Einsatz geeigneter Software die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Supply Chain erhöhen. Doch viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren komplexe retrospektive Kennzahlensysteme etabliert und fordern jetzt eine stärkere Interaktion zwischen Planung, operativer Umsetzung und der Prozessbewertung. Dabei werden immer mehr Elemente der Lieferkette in die Planung einbezogen. Dies gilt für Abteilungen wie Qualitätskontrolle und Instandhaltung genauso wie für die Berücksichtigung von Energieverbrauch oder Produkthaltbarkeiten. Bei der Umsetzung der Anforderungen kommt Software-Anwendern die enorm gestiegene Leistungsfähigkeit der Hardware zugute, um etwa Planungsansätze und simulierte Szenarien schnell umzusetzen. Nutzer können so zwischen Planungsebenen wechseln und frühzeitig die Auswirkungen von Planungsänderungen auf die Zielerreichung ihrer Kennzahlen analysieren.

Unternehmensebenen verbinden

Aus der betrieblichen Praxis erwachsen dabei Anforderungen an die Software wie durchgängige Planungsprozesse in, die alle Ebenen von der strategisch-taktischen bis zur operativen Planung vernetzen. Gerade dafür sind eine einheitliche Datenbasis und eine gemeinsame Bewertung aller Planungsebenen durch Kennzahlensysteme zielführend. Dies gilt besonders im Umfeld von schwankenden Wechselkursen und Rohstoffpreisen, die in der Logistik planerisch berücksichtigt werden müssen. Heute arbeiten Unternehmen dazu in der Regel mit einer monatlich rollierenden Planung, in Zukunft wird sich Planung aber zur jederzeit durchführbaren Aufgabe entwickeln. Der Planer muss also schnell verlässliche Ergebnisse erzielen, sowie zügig Entscheidungen fällen und dokumentieren. Andererseits fordern viele Unternehmen, Planungsbereiche zum Beispiel für Produktion, Qualitätskontrolle oder Instandhaltung zu einer logistischen Gesamtplanung zu vereinigen. Auch dazu müssen alle Abteilungen mit konsistenten Daten arbeiten.

Leistungsgewinn durch neue Hardware-Generation

Die Planungsaufgaben-Software der OR Soft Jänicke GmbH basiert auf dem Grundgedanken, das logistische Produktionsmodell im Arbeitsspeicher (RAM) eines Rechners für den Nutzer vorzuhalten. Dabei nutzt die Software zum Beispiel vorhandenen Arbeitsspeicher auf einem Nutzer-PC, um globale Logistikprozesse abzubilden. Denn durch die Leistung moderner Mehrkernprozessoren lassen sich etwa Planungsfunktionen unmittelbar durchführen, die zuvor allein in langwierigen Nachtläufe abgebildet werden konnten. Zusätzlich gestatten zeitgemäße Benutzeroberflächen eine Kombination von Auswertungs- und Planungsaufgaben. Damit werden für den Anwender schnell die Auswirkungen einer Planungsaktion auf die Kennzahlenerreichung sichtbar, die wiederum in Planänderungen einfließen können.

Kennzahlenorientierte, integrative Planung

Mehr und mehr gehen Unternehmen dazu über, ganze Netzwerke zu planen und Planungsprozesse etwa in im Rahmen der Budgetplanung abteilungsübergreifend zu gestalten. Betriebswirtschaftliche und logistische Kennzahlen betrachtet die Software daher integriert und führt zum Beispiel eine Margenrechnung permanent mit. Das gestattet Unternehmen etwa aus der chemischen Industrie Margenoptimierungen zur kurz- und mittelfristigen Verlagerung von Produktionsvolumina auf Basis der logistischen Daten durchzuführen. Dazu setzt die Lösung auf ein gemeinsames Feinplanungsmodell auf, was bei der späteren Umsetzung Brüche an den Übergängen von Grob- zu Feinplanungsmodell vermeidet. Der Grobplaner kann dabei auf aggregierter Ebene, etwa über eine Materialgruppe, disponieren.

Durch eine Simulationsfunktionen zusätzlich zum operativen Feinplanungsmodell lassen sich dabei zum Beispiel die Auswirkungen von zukünftigen Produktivitäts- oder Rohstoffpreisänderungen bei der Disposition berücksichtigen. Doch auch die für Produktionsprozesse benötigte Energie hat für viele Unternehmen einen größeren Anteil an den Gesamtkosten als vor einigen Jahren. Gleichzeitig wächst die Möglichkeit, durch die Einhaltung von mit Energieversorgern vereinbarten Bandbreiten Einsparungen zu erzielen. Dazu kann der Energiebedarf als Parameter in der Supply Chain-Software berücksichtigt werden. Die Verbräuche können als sogenannte ‚weiche Restriktion‘ nur informativ betrachtet oder als limitierender Faktor und damit als ‚harte Restriktion‘ in die Planung eingebracht werden.

Qualitätskontrolle und Instandhaltung

Neben der Datenqualität beeinflussen auch angrenzende Prozesse die Lieferkettenplanung. So zeigen etwa Abläufe aus Qualitätskontrolle und Instandhaltung zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtdurchlaufzeiten. Für eine valide Planung bietet sich daher die Verbindung von Qualitätsmanagement- und Instandhaltungssystemen mit der Lieferkettensoftware an. Das Softwarehaus bietet hierzu sowohl eigene Schnittstellenmodule als auch Standardschnittstellen zu ERP-Lösungen an, um die Abstimmung von Prüfungen und Wartungsarbeiten abteilungsübergreifend auf der Planungseben zu unterstützen. Das erleichtert das Zusammenspiel beispielsweise von Vertrieb, Beschaffung, Instandhaltung und Produktion. Denn die Abstimmung zur Priorisierung von Prüfungen und Wartungsarbeiten ist in vielen Unternehmen aufwändig und kostentreibend. Durch den Einsatz durchgehener Softwareprozesse bauen diese Abläufe auf eine verlässliche Datenbasis auf. Die resultierenden Termine sind für alle Mitarbeiter nachvollziehbar. Dazu warnt die Software frühzeitig vor Terminkonflikten und unterstützt so die Einhaltung geplanter Durchlaufzeiten.

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