Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Trusted Virtual Domains

Firmendaten unter Kontrolle

IT-Angriffe auf Unternehmen sind heute allgegenwärtig. Gelangen dabei Firmengeheimnisse oder Kundendaten in die Hände der Konkurrenz, so kann dies existenzbedrohende Auswirkungen haben. Konzepte wie 'Data Leakage Prevention' versuchen dieses Risiko zu minimieren, die praktische Umsetzung scheitert jedoch oft an zu hoher Komplexität. Einen viel versprechenden Ansatz zur Systemabsicherung stellt das Konzept der Trusted Virtual Domains dar.

Bild: Fotolia – Kobes

Der Verlust von kritischen Informationen stellt für die deutsche Wirtschaft seit langem eine große Bedrohung dar. Und die technische Entwicklung hat die Zahl und Folgen von Informationslecks in den letzten Jahren weiter ansteigen lassen: Informationen gelangen nicht mehr nur in Form von Kopien, Fotos oder in den Köpfen von Mitarbeitern aus der Firma, sondern auch auf USB-Sticks oder über das Internet. Das Innenministerium geht inzwischen von einem jährlichen Schaden von 20 bis 50 Milliarden Euro alleine durch Wirtschaftsspionage aus. Interessanterweise geschieht dies in über 70 Prozent der Fälle durch Innentäter, also Mitarbeiter oder Dienstleister mit legalen Datenzugriff.

Dabei können Angreifer heute viel leichter Zugriff auf ein Unternehmensnetzwerk erlangen, ohne das Firmengelände zu betreten oder auf Innentäter angewiesen zu sein, als noch vor wenigen Jahren. Ein prominentes Beispiel aus den letzten Jahren für einen Angriff durch einen Innentäter stellt die Veröffentlichung von US-Depeschen durch das Online-Portal Wikileaks dar. Doch nicht nur bewusste Angriffe führen zu einem Informationsverlust: Mitarbeiter gehen häufig unachtsam mit Informationen um. Dies zeigt auch der vor wenigen Wochen erfolgte Angriff auf einen Server des Zolls: Die für den Angriff benötigten Informationen erhielten die Angreifer durch die Infizierung des Privat-PCs eines Mitarbeiters mittels Malware. Auch der Verlust mobiler Datenträger stellt ein steigendes Problem dar: Bereits im Jahr 2007 wurden allein in der Londoner U-Bahn innerhalb von sechs Monaten 55.000 Mobiltelefone, 3.000 Notebooks und 900 USB-Sticks liegen gelassen.

Schutz im Vorfeld statt reaktiver Maßnahmen

Ein Grund für die massive Zunahme von Informationslecks ist der reaktive Einsatz vieler eta-blierten Sicherheitsmaßnahmen: Anstelle Sicherheitsangriffe durch Malware beispielsweise im Vorfeld zu verhindern, versucht Anti-Malware-Software Schadprogramme auf dem Unternehmensrechner zu erkennen – dieser Ansatz greift häufig erst, wenn der Rechner bereits infiziert wurde. Aktuelle Anti-Malware-Software setzt zudem – hauptsächlich auf Signaturerkennung, erkennt also nur bekannte Schadsoftware. Ein Problem, das insbesondere bei Wirtschaftsspionage zum Tragen kommt. Denn in diesen Fällen existieren auf Angreiferseite die finanziellen Mittel um spezialisierte Schadsoftware zu erstellen, die von handelsüblichen Virenscanner nicht erkannt wird.

Ein weiteres Problem heutiger Schutzmechanismen ist die Konzentration auf Zugriffskontrolle statt umfassender Informationsflusskontrolle: Es wird nur der erstmalige Zugriff auf Informationen reguliert, anstatt die Informationen über ihren gesamten Lebenszyklus zu schützen. Dabei existieren gute technische Ansätze zum Schutz vor unkontrolliertem Abfluss von Informationen, darunter technische und organisatorische Maßnahmen, zusammengefasst unter dem Begriff Data Leakage Prevention (DLP). Die Umsetzung von DLP-Ansätzen in der Praxis scheitert jedoch oftmals daran, dass die Methoden zu komplex, nicht mit den Arbeitsprozessen vereinbar oder leicht zu umgehen sind. Einfache Systeme unterbinden einfach die Verwendung bestimmter Funktionen, was vielfach nicht umsetzbar ist: Ein vollständiges Deaktivieren von USB-Schnittstellen beispielsweise beeinträchtigt zahlreiche Arbeitsabläufe und bietet zudem keinen umfassenden Schutz. Komplexe Systeme, die feingranuliert Rechte zuordnen und den Zugriff steuern, wiesen erhebliche Komplexität auf, die den breiten Einsatz bisher verhindert – und sie sind genauso den Gefahren durch Malware ausgeliefert.


Das könnte Sie auch interessieren:

Anfang des Jahres hat Bosch CyberCompare eine digitale Plattform gestartet, die Industrieunternehmen und IT-Security-Anbieter zusammenbringen soll. Schon mehr als 100 Anbieter lassen sich auf dem Portal vergleichen, in einem für Anwender kostenlosen Prozess.‣ weiterlesen

Die Allianz geht davon aus, dass sich Ransomware-Angriffe vermehrt gegen Lieferketten richten könnten. Der Versicherer sieht dabei hauptsächlich IT-Dienstleister im Visier von Hackern. Und auch die Höhe der Lösegeldforderungen steigt.‣ weiterlesen

Mit Oliver Gronau als CCO stößt ein weiteres Mitglied zum Management-Team des Datenmanagement-Spezialisten Auvesy, das zukünftig aus Tim Weckerle (CEO), Stefan Jesse (COO) und Oliver Gronau in der neugeschaffenen Position des Chief Commercial Officers besteht.‣ weiterlesen

Die Richtlinie VDI-MT 6602 Blatt 2 'Projektingenieur in Projekten mit Entwicklungspartnern - Anforderungen an die Qualifizierung' ist Anforderungsprofil für in der Praxis tätige Ingenieure und Projektingenieure, die ihre Fähigkeiten für Projekte im multiplen Unternehmensumfeld an einem allgemein anerkannten Berufsbild spiegeln und weiterentwickeln möchten.‣ weiterlesen

Wer im industriellen Kontext zuverlässige Funkverbindungen verspricht, muss schon etwas genauer werden. Wie werden Kollisionen vermieden und wie Kollokationsprobleme entschäft? In Industrie-Funknetzen auf Bluetooth-Basis kommen eine ganze Reihe intelligenter Technologien zum Einsatz.‣ weiterlesen

Der Markt für IT-Sicherheit in Deutschland wächst ungebrochen. Das bisherige Rekordjahr 2020 könnte in diesem Jahr nochmals übertroffen werden. So geht der Digitalverband Bitkom von einem Plus von 9,7 Prozent aus.‣ weiterlesen

Am 10. und 11. Mai 2022 veranstaltet die ITG Informationstechnische Gesellschaft im VDE zusammen mit der VDI/VDE Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik die Fachtagung Sensoren und Messsysteme 2022.‣ weiterlesen

Mitarbeiter von Continental haben einen Ansatz entwickelt, um Unternehmensprozesse analysieren und deren Automatisierungspotenzial bewerten zu können. Dieser Leitfaden ist beim Automobilzulieferer ein Baustein von vielen, um die Herausforderungen einer sich im technologischen Umbruch befindlichen Branche zu bewältigen und dabei die Wertschöpfung zu optimieren.‣ weiterlesen

In Bad Salzuflen findet am 10. November die FBM statt. Bereits im Vorfeld der Messe können Unternehmen über eine Matchmaking-Plattform feste Termine mit den Ausstellern buchen.‣ weiterlesen

Im neuen PWC-Maschinenbaubarormeter blicken mehr als die Hälfte der Unternehmen zwar optimistisch in die Zukunft. Im Vergleich zum Vorquartal ist dieser Wert jedoch zurückgegangen.‣ weiterlesen

Mit der Übernahme der Garz & Fricke Group will das italienische Unternehmen Seco seine Präsenz auf dem deutschsprachigen Markt stärken und sein Lösungsportfolio weiter ausbauen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige