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Tracking & Tracing

Produktivität und Qualität im Blick

Gerresheimer Regensburg stellt Kunststoffe für die Pharma- und Healthcare-Industrie her. Für die Produktion spielen daher neben Geschwindigkeit und Termintreue Qualitätsmanagement und Dokumenation eine zentrale Rolle, um auf dem Markt bestehen zu können. Die Steuerung und Kontrolle von Fertigung und Qualitätssicherung unterstützt die Firmengruppe dazu mit einer unternehmensweit einheitlichen IT-Lösung.

Bild: Gerresheimer

Spitzenleistungen sind heute in den meisten Branchen ohne leistungsfähige, unternehmensweite Datenverarbeitung nicht mehr möglich. Nur wenn alle benötigten Informationen den Mitarbeitern und Entscheidern problemlos, jederzeit und überall zur Verfügung stehen, kann eine Produkt- und Servicequalität erbracht werden, die sich im globalen Wettbewerb auch unter streng regulierten Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen behaupten kann. Gewachsene IT-Strukturen, bei denen oftmals Einzellösungen für unterschiedliche Aufgaben oder Standorte miteinander verzahnt sind, können diesen Anforderungen meist nicht gerecht werden.

Auf der Ebene des Enterprise-Resource-Planning (ERP) hat sich daher längst integrierte Software durchgesetzt, bei denen alle Elemente unternehmensweit ineinander greifen. Unterhalb dieser Ebene, im Bereich der Manufacturing-Execution-Systeme (MES), mit denen die Fertigung gesteuert und überwacht wird, findet sich dagegen häufig noch Optimierungspotenzial. Um sich Kapazitätsvorteile in ihren Werkhallen zu erschließen, und gleichzeitig ihre Serviceleistungen etwa durch verbesserte Dokumentation kundennaher zu gestalten, führte die Gerresheimer Regensburg GmbH daher ein unternehmensweites Manufacturing-Execution-System (MES) ein.

Fertigung auch unter Reinraum-Bedingungen

Das Unternehmen ist als Teil der weltweit operierenden Gerresheimer Gruppe in der Pharma- und Healthcare-Industrie tätig. Gerresheimer Regensburg gehört dem Geschäftsfeld Medical Plastics System an; rund 1.700 Mitarbeiter arbeiten im deutschen Werk in Pfreimd sowie in weiteren Produktionsstätten in Tschechien, der Schweiz, den USA, Brasilien und China. Als Full-Service-Anbieter übernimmt das Unternehmen alle Stufen der Wertschöpfungskette von der Planung bis zum verkaufsfähigen, CE-gekennzeichneten Produkt und bietet somit Produktentwicklung, Engineering, Werkzeugbau, Sondermaschinenbau, Groß- und Kleinserienproduktion unter FDA-/GMP-Bedingungen, Produktveredelungen, manuelle, teilautomatisierte und vollautomatisierte Montage sowie Verpackung und Logistik aus einer Hand. Je nach Anforderung fertigt das Unternehmen sowohl Groß- als auch Kleinserien unter Reinraumbedingungen.

Probelauf für die neue Produktions-IT

Im Februar 2005 fiel die Entscheidung für die Einführung eines MES. Von einer ausgeprägten IT-Unterstützung für Produktionsprozesse und Qualitätswesen erwartete sich das Unternehmen merkliche Wettbewerbsvorteile bei der Produktion ihrer hochwertigen Kunststoffsysteme. Die Systemauswahl wurde durch ein 40-köpfiges Projektteam erarbeitet, dem Mitarbeiter der kaufmännischen Abteilungen, der IT und der Produktionswerke angehörten. Erste Aufgabe des Projektteams war die Erarbeitung eines Lastenhefts und die Identifizierung möglicher Softwareanbieter.

Von 14 Anbietern wurden zwei in die engere Auswahl genommen, die Entscheidung fiel schließlich für die MPDV Mikrolab GmbH. „Die Wahl ist auf MPDV gefallen, da es sich bei dem MES-System Hydra um ein integriertes, modular aufgebautes System handelt, das die Belange aller Produktionsprozesse abdeckt“, sagt Martin Herold, MES-Projektverantwortlicher bei Gerresheimer Regensburg. Vor dem Vertragsabschluss machte sich ein Team aus Key-Usern mit der Software vertraut und teste diese in einer zweimonatigen Testphase im deutschen Werk in Pfreimd.

Im Zuge der Tests sammelten die Anwender umfangreiche Erfahrungen, die in ein detailliertes Pflichtenheft eingearbeitet wurden. Ende September 2005 fiel dann der Startschuss für die Einführung der IT-Lösung in Pfreimd. Von 2006 bis 2007 wurde das MES in die Werke in Tschechien, in der Schweiz und in den USA ausgerollt. 2010 wurde die Lösung dann auch am Standort Brasilien eingeführt, bevor im Jahr 2011 China folgte. Mittlerweile unterstützt die Software an allen Standorten die produktionsnahen Mitarbeiter bei der täglichen Arbeit.

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