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Testergebnisse für den Produktlebenszyklus erschließen

In vielen Branchen wird ein hoher Testaufwand getrieben, um Qualität, Kompatibilität oder Sicherheit von Produkten zu gewährleisten. Bei Ablage und Verwaltung der dabei entstehenden Datenmengen wird allerdings in vielen Unternehmen zu wenig beachtet, dass die Dokumentation von Versuchen und Messergebnissen wertvolles Know-how darstellt. Über die Software-Plattform openMDM kann die Verwaltung von Messdaten auf langfristige, systematische Nutzbarkeit ausgelegt werden.

Bild: Peak Solutions

Die tägliche Praxis in den Testabteilungen von Unternehmen zeigt: Moderne Mess- und Testverfahren verursachen enorme Datenmengen, deren effiziente Verwaltung zunehmend zum Problem wird. Noch herrschen in vielen Unternehmen historisch gewachsene Methoden vor, dieser Datenflut zu begegnen. Hierbei lassen sich im Wesentlichen drei Ansätze unterscheiden: die Verwaltung von Messdaten in dateibasierten Ordnerstrukturen, die Verwaltung in individuell entwickelten Datenbanklösungen und der Einsatz von proprietären Lösungen der Prüftechnik-Lieferanten. Diesen Ansätzen ist meist eines gemeinsam: Sie enden an Abteilungsgrenzen.

Tester ‚in einer Sprache‘ sprechen lassen

Dies illustriert das Beispiel Automobilbranche: Hier ist die Produktentwicklung extrem testaufwändig. Da verwundert es nicht, dass in dieser Branche viele Bemühungen wurzeln, Testergebnisse besser austauschbar zu machen. Die Association for Standardisation of Automation and Measuring Systems (ASAM) ist ein Arbeitskreis von Automobilherstellern, der mit ‚Open Data Services‘ (ODS) ein Format für das Speichern von Messdaten und ihre Metadaten definiert hat. Damit wurde ein applikationsübergreifender, herstellerunabhängiger Standard etabliert. ODS ist zudem so generisch, dass sich damit nahezu beliebige Fachlichkeiten auch außerhalb der Automobilbranche abbilden lassen. Der Standard ist somit geeignet, um Ergebnisse aus verschiedensten Prüfverfahren in eine einheitliche Form zu bringen und ein unternehmensweit einheitliches Versuchsdatenmanagement aufzubauen.

Damit die Messdaten unterschiedlicher Prüfsysteme an anderer Stelle oder zu anderen Zeiten stets bedeutungsrichtig interpretiert und verglichen werden können, werden sie mit beschreibenden Informationen dokumentiert. Diese Metainformationen dienen dazu, den fachlichen, organisatorischen und technischen Kontext der Daten auswerten zu können. Zum Kontext gehören beispielsweise die Beschreibung des Prüflings – in der Sprache des ASAM ODS ‚Unit Under Test‘ -, des Versuchsablaufs, des Versuchsaufbaus, der Simulationsparameter sowie von organisatorischen und auftragsbezogenen Daten. Die Metainformationen sind damit eine wichtige Voraussetzung, damit Projektbeteiligte später in den Datenbeständen gezielt navigieren und suchen zu können beziehungsweise sie anderen Produkt- und Testdaten zuordnen zu können.

Plattform für übergreifendes Messdatenmanagement

Der Aufbau eines unternehmensweit einheitlichen Versuchs- und Messdatenmanagements ist erfahrungsgemäß eine Managemententscheidung. Nur selten kommt sie aus den einzelnen Testabteilungen, bedeutet es doch auf den ersten Blick Mehrarbeit, die Messdaten mit Metadaten zu versehen und in das ODS-Format zu bringen. Mit der geeigneten Software-Plattform kann die Testdokumentation jedoch vereinfacht werden. Eine Software, die sich hier vielfach bewährt hat, ist openMDM. Die Ursprünge liegen in einem Messdatenmanagementsystem von Audi, das seit dem Jahr 2008 zu einer skalierbaren Enterprise-Lösung weiterentwickelt wurde. Seither nimmt die Zahl der Anwender laufend zu – auch außerhalb der Automobilindustrie. Denn es hat sich gezeigt: Vor allem fachspezifische und nicht branchenspezifische Anforderungen sind für die Einrichtung eines professionellen Messdatenmanagements ausschlaggebend.


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