Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Technologie für den Shop Floor

Das ABC der Smart Factory

Wer die Smart Factory will, muss drei Kernaufgaben lösen: Benötigt werden die Akzeptanz der Belegschaft, die Vernetzung aller Maschinen sowie die Fähigkeit, Big Data in Smart Data zu verwandeln. In Verbindung mit einer integrierten cloudfähigen IT-Plattform für Shop und Top Floor wird die synchrone Echtzeit-Steuerung weltweiter Anlagenverbünde möglich. Auf diese Weise lassen sich Produktivitätsgewinne im zweistelligen Bereich erreichen.



Bild: ©Nataliya Hora/Fotolia.com, ©stocknroll/lstock.com

Computer, Tablet und Smartphone gehören mittlerweile zu unserem Alltag wie Fußball, Grillen und Tagesschau. Senioren suchen mit Google Reiseangebote, Grundschüler erklären im Whatsapp-Klassenchat die Hausaufgaben, Jugendliche messen sich in Echtzeit-Onlinewelten virtuell miteinander, junge Erwachsene sammeln Follower auf eigenen Youtube-Kanälen. Smart Devices und digitale Vernetzung sind fest in unserem Alltag etabliert. Die meisten Menschen haben keine Angst vor der Digitalisierung – sie nutzen sie. Das ist eine große Chance für die Wirtschaft. Denn die vierte industrielle Revolution – Industrie 4.0 – läuft mittlerweile weltweit auf Hochtouren. Ihre Kennzeichen sind die weltweite Vernetzung ganzer Wertschöpfungsketten, von Anlagen, Teilen und Produkten über Zuliefer- und Versandlogistik bis hin zu neuen Aftersales-Services. Die frühe Vorhersage von Bill Gates ist Wirklichkeit geworden: „Das Internet verändert alles.“ Heute gehen nur noch wenige Geschäfte ohne Apps, Big Data-Verarbeitung oder Cloud-Vernetzung. Für die fertigende Industrie ist ein ‚Facebook für die Fabrik‘ technologisch längst möglich. Der Wettbewerb schläft nicht und wer seine Fabrikhallen vor der Konkurrenz zur Smart Factory transformieren will, muss vieles beachten. Die ersten Schritte auf dem Weg lassen sich leichter realisieren, wenn folgende Management-Aufgaben wie ein ‚ABC‘ für das Shop Floor-Management erledigt werden.

Ohne die Belegschaft geht es nicht

Die Akzeptanz in der Belegschaft für produktionsnahe IT-Projekte ist entscheidend. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen von den Chancen der digitalen Transformation überzeugt sein. Ist dies nicht der Fall, werden Führungskräfte in ihren Aufgabenbereichen scheitern. Der Wandel zur Smart Factory sollte Chefsache sein, damit das Projekt den nötigen Rückhalt im Unternehmen bekommt. Dabei spielt Projektverantwortlichen die weit verbreitete Kenntnis von digitaler Kommunikation im Alltag in die Hände. Mit jeder Arbeitnehmer-Generation steigt das Wissen über die digitale Welt und die Akzeptanz der IT-gestützten Vernetzung der Produktion. Zentrale Management-Anforderung ist es, die Belegschaft frühzeitig in die Planungen für eine smarte Produktion einzubeziehen und sie dauerhaft von den Vorteilen der neuen Technologien und neuer Prozesse zu überzeugen. Der Geschäftsführer von MSR Technologies, Robert Stöhr, drückte es so aus: „Ein Vater des Erfolges war die frühe und intensive Einbeziehung der Mitarbeiter in das Projekt.“ Die Effizienzverbesserungen bei dem mittelständischen Automobilzulieferer waren so signifikant, dass das VDI Zentrum für Ressourceneffizienz in Berlin ein Video dazu gedreht hat. Organisatorisch sollte ein ‚Pilot‘ eingerichtet werden, ein vorab definierter ‚Problembereich‘ in der Produktion. In ihm werden die neue digitale Steuerung und neue Abläufe zuerst getestet. Dabei wird eine neue Regelkommunikation eingeführt, die die beteiligten Mitarbeiter regelmäßig und in Echtzeit über Fehler, Verschwendungen sowie Handlungsmöglichkeiten informiert.



Rückhalt in der Unternehmensführung und Akzeptanz in der Belegeschaft – das sind die besten Voraussetzungen für die erfolgreiche digitale Transformation.
Bild: Forcam GmbH


Das könnte Sie auch interessieren:

Je nach Firma sind in der Intralogistik unterschiedlich viele und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Ob diese Prozesse im MES oder einer digitalen Lagerverwaltung besser aufgehoben sind, bestimmen individuelle Anforderungen und Rahmenbedingungen im Werk.‣ weiterlesen

Nach über einem Jahr Pandemie ist kein Ende der Auswirkungen in Sicht. Demnach bleiben Mitarbeiter weiter im Homeoffice und virtuelle Kommunikation die Basis der Interaktion. IT-Großprojekte dürften eher selten Priorität haben, und doch gibt es Möglichkeiten, mit kompakten Lösungen ERP-Prozesse effizienter zu gestalten. Fünf Tipps für die SAP-Strategie, um die Performanz auch in Krisenzeiten anzuheben.‣ weiterlesen

Mit einer VR-Version seines Simulationsspiels Interactive Protection Simulation will Kaspersky Führungskräften Knowhow darüber vermitteln, welchen Einfluss Entscheidungen auf die Cybersicherheit haben können.‣ weiterlesen

Im Industrial Internet of Things (IIoT) orchestrieren Produzenten die Zusammenarbeit zwischen ihren physischen und virtuellen Assets. Das Besondere an der IIoT-Toolbox Solution X von Actemium ist ihr feststehender Softwarekern, der sich modular um Funktionen erweitern lässt.‣ weiterlesen

Die schwer beschädigte Kathedrale Notre-Dame de Paris soll so originalgetreu wie möglich wieder aufgebaut werden. Dabei ermöglicht der Building-Information-Modeling-Ansatz präzise 3D-Modellierungsprozesse und eine digitale Archivierung der historischen Baudaten.‣ weiterlesen

Gemeinsam mit CEO Jed Ayres leitet CTO Matthias Haas zukünftig die Geschicke der Igel Technology GmbH.‣ weiterlesen

Arbeitszeiten und -orte sind durch die Corona-Pandemie um einiges beweglicher geworden - zumindest für Menschen mit Bürojobs. Doch wie sieht es in der Produktion aus? Mit den passenden Tools lässt sich auch Präsenzarbeit deutlich flexibler organisieren.‣ weiterlesen

Der Industrieverband AIM-D befragt seine Mitglieder halbjährlich nach ihrer Sicht auf die allgemeine Geschäfts- und Marktentwicklung sowie die Entwicklung der AutoID-Märkte. In der aktuellen Umfrage schlägt erneut die Pandemie zu buche.‣ weiterlesen

Liebe Leserin, lieber Leser, hatten Sie in den vergangenen Wochen und Monaten manchmal auch das Gefühl, als hielte die Welt den Atem an? Das täuscht. Die Unternehmen z.B. entwickeln ihre Produkte auch während der Pandemie permanent weiter. Was ihnen dabei hilft? Das Internet of Things und starke Partner.‣ weiterlesen

Trotz steigender Kundenerwartungen an ein digitales Einkaufserlebnis sind Industrieunternehmen bei der Umsetzung oft zurückhaltend. Laut einer Accenture-Studie planen nur etwa 14 Prozent der deutschen Unternehmen, ihre digitalen Vertriebsfähigkeiten innerhalb der nächsten zwei Jahre zu transformieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige