Smarte Systeme und Technologien sowie cybertronische Produkte im Kontext der Industrie 4.0 und des Internets der Dinge verlangen auch höhere Intelligenz und Flexibilität von Handheld-Computern.
Bild: Soredi Touch Systems GmbH
Schon bald werden kundenspezifische Produkte die Empfängerdaten mit sich führen; selbst wenn das Gesamtkonzept der Industrie 4.0 eine Vision für die Zukunft bleibt. Auch die Logistik wird weiterhin raschen Wandel durchlaufen. Fraktale Beförderungsketten, Smart Logistics oder Zustandsdokumentation per Kamera bei der Warenübernahme sind nur einige aktuelle Herausforderungen der Distributionslogistik. Herkömmliche Handheld Computer werden wegen ihrer engen Kommunikations- und Leistungsgrenzen derartigen Anforderungen oft nicht gerecht. Leistungsfähige Prozessoren, Flexibilität bei der Auswahl von Standard-Betriebssystemen, vielfältige und schnelle Netzwerkverbindungen werden essentielle Grundvoraussetzungen.
Offene Benutzerschnittstelle
Wie muss nun ein Handheld Rugged Computer beschaffen sein, der bereits heute auf neue Herausforderungen ausgelegt ist? Die Entwicklung bei Smartphones und Tablets zeigt uns, dass die Offenheit der Benutzerschnittstelle über einen erfolgreichen Einsatz entscheidet. Die Multitouch-Technologie eröffnet neue, intuitive Steuerungsmöglichkeiten. Soredi Touch Systems hat ein 7-Zoll-Display entwickelt, das eine Benutzung mit Handschuhen ermöglicht. Da resistive Touchpanels bei dauerhafter Benutzung in rauer Umgebung Abnutzungserscheinungen zeigen können, hat der Anbieter sein Touchpanel hinter 1,6mm starkem Gorillaglas aufgeschmolzen. Eine Bildschirmdiagonale von sieben Zoll verbindet Handlichkeit mit Lesbarkeit, ausreichender Tastaturgröße bei eingeblendetem Keyboard und hohe Genauigkeit bei der Bedienung per Fingerdruck, denn die WSVGA-Auflösung beträgt 1024 mal 600 Bildpunkte. Eine LED-Hintergrundbeleuchtung erlaubt in Verbindung mit Entspiegelungstechnik die Benutzung unter schwierigen Lichtverhältnissen. Routine-Aufgaben wie das hundertfache Abscannen von Warenetiketten erfordern andere Eingabemöglichkeiten als den Touch-Screen. Dazu hat der Anbieter an der Längsfront des Handhelds einen Folienstreifen mit Funktionstasten angebracht. Neben Standards wie Ein-Ausschalter, Lautstärke und Helligkeit lassen sich diese mit Scan- und anderen Funktionen belegen.
Eine Voraussetzung für dauerhaften Einsatz besteht darin, branchenübliche Standard-Software ausführen zu können. Neben der Größe des Displays entscheidet darüber der Prozessor. Ein Intel 3825 mit zwei mal 1,33 Megaherz Prozessorleistung und zwei Gigabyte DRAM-Arbeitsspeicher bietet eine Grundlage für den Betrieb von Windows-Betriebssystemen. Diese eröffnen eine weite Bandbreite moderner Anwender-Software. So kann die gesamte Bandbreite der Anwendungen eines ERP-Systems mit allen seinen für Logistikprozesse relevanten Modulen direkt betrieben werden. Leistungsverluste und Übertragungsverzögerungen durch Schnittstellen oder Zusatzprodukte sind ausgeschlossen. Viele Warenwirtschafts-, Lager-, und Logistikprogramme – On Premise oder in der Cloud – stellen diese Anforderungen. Wer aufgrund vorhandener Programme auf Windows Embedded Compact 7 setzen muss, kann den Handheld Computer SH7 Taskbook nutzen, der alle Voraussetzungen an einen vollwertigen PC erfüllt. Für jene Anwender, die spezielle Touch-Benutzeroberflächen oder eine digitale Tastatur benötigen, bietet der Hersteller Software-Module an. So lassen sich unterschiedlichste Transportaufträge kommissionieren, erfassen, dokumentieren und unterschreiben.
Offen für Kommunikation
Wir leben in einer vernetzten Welt, in der schon bald Billionen von Dingen über das Internet kommunizieren werden. Beste Netzwerkleistungen und zahlreiche Standardschnittstellen machen einen Handheld Computer zur Kommunikationsplattform im Internet der Dinge. Bei dem Modell des Anbieters unterstützt selbst der Massenspeicher die Kommunikation: Das CFast-Speichermedium mit 32 bis 120 Gigabyte Speicher lässt sich über eine Klappe aus dem gekapselten Gehäuse nehmen. Ein WLAN-Modul von Intel übernimmt die Kommunikation im Netzwerk und über Bluetooth 4.0 mit Energiesparmodus. Mobilfunk-Module für UMTS, LTE und GPS ermöglichen schnelle Zugriffe mit ausreichender Bandbreite. Die moderne Antennentechnik dazu wurde in das handliche Gehäuse integriert. Ein mobiles, auf das Grundgehäuse aufsteckbares Griffmodul erleichtert das Kommissionieren, die Warenannahme oder die Inventur im Lager.
Dazu gibt es wahlweise einen Short Range-Imager von Intermec mit einem Meter Lesereichweite für 1D-Barcodes. Oder einen Auto Range-Imager Ex 25 mit bis zu acht Metern Wirkungsbereich für 1D- und 2D-Barcodes. Ein RFID-Leser kann ebenfalls integriert, Personaldaten können mit Legic oder Mifare identifiziert werden. Das ergonomische Griffmodul erlaubt sicheres Anvisieren von Etiketten und einen ermüdungsfreien Dauerbetrieb, denn es enthält zusätzlich zu dem in das Gehäuse integrierten Li-Ion Akku mit 20 Wattstunden zwei Batstar Schnellwechsel-Akkus von Honeywell mit je 17,8 Wattstunden. Während die Standard-Akkus im Griffmodul ausgetauscht werden, versorgt sich das Taskbook über die integrierte Spannungsversorgung. Dies sichert einen netzunabhängigen 24-Stunden-Dauerbetrieb.
Das SH-Taskbook von Soredi begleitet bei allen Aufgaben der Distributions- und Intralogistik. Bild: Soredi Touch Systems GmbH
Große Robustheit
Es gibt Tablets und Handhelds, die ohne besondere Vorrichtungen ihre Aufgaben unter rauen Bedingungen erfüllen. Doch oft sind Verschleiß, Ausfälle und eine verkürzte Lebensdauer die Folgen. Das Gehäuse des SH7 Taskbooks wurde mit den Erfahrungen aus der Industrie eigens für raue Umgebungen entwickelt. Es übersteht durch seine robuste Bauweise mit Gummipuffern mehrfache Stürze aus bis zu 1,5 Meter Fallhöhe. Auch in Hafenanlagen voller Meersalz, staubigen Containerbahnhöfen oder in der arktischen Kälte einer Kühlkette ermöglicht es schnellere Abläufe im Warenein- und Ausgang, in der Verladung ebenso wie bei der Auslieferung, Dokumentation und Warenverfolgung.
Eine Temperaturüberwachung sichert den lüfterlosen Betrieb in dem gekapselten Gehäuse. Bewegungssensoren richten die Bildschirmanzeige aus und ermöglichen Stoß- und Fallprotokolle für spätere Diagnosen. Eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Staub, Schmutz, Spritzwasser und Feuchtigkeit dokumentiert sich in der Schutzklasse IP65. Der zulässige Temperaturbereich von minus 30 bis plus 50 Grad sichert einen Einsatz des Gerätes in Kühlbereichen ebenso wie im freien Gelände bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Sämtliche erforderlichen Prüfungen wie CE- EN60950, Schutzklasse IP65, elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) sowie Schock und Vibration für extreme Einsätze Klasse 5M3 nach EN60721-3-5 1998 wurden mit besten Ergebnissen erfüllt. Durch die hohe Flexibilität bei gleichzeitiger Verwendung von Standardbauteilen und Erfüllung von Standards erreicht die neue Generation von Handheld-Computern lange Betriebs- und Anwendungszeit bei geringen Gesamtkosten der Anwendung.
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