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Systemkonsolidierung erfolgreich bewältigen

Software-Konsolidierung und -Internationalisierung sollen zuerst die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens verbessern. Dazu tragen Maßnahmen bei, die helfen, Kosten zu senken, Transparenz zu erhöhen, Prozesse zu optimieren sowie internationales Wachstum und Zusammenarbeit zu beherrschen. An diesen Zielen müssen sich die Erfolge der Projekte schließlich messen lassen. Bei der Umsetzung sollten daher gezielte Maßnahmen und nicht Konsolidierung um jeden Preis im Fokus stehen.

Bild: Fotolia/Francesco Bisigani

Bei der Konzeption von Projekten zur Konsolidierung und Intenrationalisierung von Unternehmssystemen geht es schon zu Beginn darum, wie das Unternehmen die Grenzen des Enterprise Resource Planning Systems (ERP) definiert, innerhalb derer konsolidiert werden soll. Folgt man dem Anspruch der Markführer, so liegen die Grenzen von ERP weit innerhalb von Bereichen, die in vielen Unternehmen bewusst mit ‚Fremdsystemen‘ abgedeckt werden. So sind zum Beispiel Lösungen für Customer Relationship Management (CRM), Product Lifecycle Management (PLM) oder Produktkonfiguration häufig keine integralen Bestandteile der ERP-Lösung, sondern über Schnittstellen an dieses angebunden.

Darüber hinaus findet man insbesondere bei den weltweit operierenden Marktführern eine Reihe unterschiedlicher ERP Lösungen im Portfolio. Hier stellt sich durchaus die Frage, ob der Einsatz der ‚großen Lösung‘ in der Zentrale und der ‚kleinen Lösung‘ in der Vertriebs- oder Serviceniederlassung den Anforderungen an die Konsolidierungsstrategie genügt, oder ob für diese kleineren Unternehmenseinheiten sogar bewusst Lösungen zugelassen werden, die gegenüber dem zentralen System von einem Drittanbieter stammen.

Internationale Anforderungen berücksichtigen

Die differenzierten Betrachtung der Systemlandschaft ist vor allem vor dem Hintergrund internationaler Anforderungen sinnvoll. Hierbei wird häufig die Problematik der Akzeptanz weltweit zu implementierender Systeme und Prozesse unterschätzt. In diesem Zusammenhang ist die Frage der Anpassung an die vor Ort jeweils gültige Compliance noch eines der einfacheren Probleme.

Schwierig wird es häufig schon bei der internationalen Präsenz des Softwarepartners, die bei Vertragsabschluss noch einfach schien, im Projekt dann aber häufig so gelöst werden muss, dass das internationale ‚Roll-Out‘ vom Unternehmen in Eigenregie geleistet werden muss, wenn der Partner nicht so gut aufgestellt ist, wie vermutet.

Die schwierigsten Aspekte der Umsetzung eines internationalen ERP-Einsatzes mit einer einzigen Lösung liegen jedoch in der unterschiedlichen kulturellen Prägung der Systembenutzer, die je nach Land durchaus erfolgreiche Arbeitsgewohnheiten entwickelt haben können. So wird es immer schwierig sein, einem Brasilianer oder Chinesen dazu zu bewegen, so zu arbeiten wie ein Deutscher. Zumindest erfordern solche Projekte aufwändiges Change Management.

Zwischen Vor-Ort-Installation und Cloudsystem

Neben den organisatorischen Aspekten des internationalen Systemeinsatzes sind auch technische Fragen relevant. Grundlegend gilt es zu bestimmen, ob eine klassische ‚On Premise‘-Installation oder ein Cloud-Ansatz verfolgt werden sollen. Neuerdings ist dabei zu beobachten, dass die klassischen Lösungen sich in Bezug auf ihre Internetfähigkeit zunehmend zu hybriden Systemen entwickeln, die sowohl vor Ort als auch als Online-Lösung funktionieren. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass aktuelle Releasestände eingesetzt werden.

Darüber hinaus ist auch zu beantworten, ob das ERP zentral als ‚One Box‘, an mehreren Standorten oder ‚Hotspots‘ sowie gegebenenfalls auch mit einer 24/7-Strategie nach dem Motto ‚follow the sun‘ betrieben wird. In letzterem Fall kann zwar das eingesetzte System von einem Hersteller stammen, dennoch entsteht Integrationsaufwand bezüglich Stamm- und Bewegungsdaten. Auch wirkt sich diese Strategie maßgeblich auf die Form der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie Netzprovidern, Kunden und Lieferanten aus.


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