Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Systemeinsatz in der Metallverarbeitung

Die Produktion an der Preisentwicklung ausrichten

Die Schweizer Ferrum AG stellt in Gießerei und Produktion an Standorten in Rupperswil und Schafisheim Teile für die Geschäftsbereiche Konserven- und Zentrifugentechnik her. Um der Produktion passgenaue IT-Unterstützung zur Seite zu stellen, setzt der Fertiger seit dem Jahr 2009 auf Business-Intelligence-Software.

Bild: Ferrum AG

Die Ferrum AG hat sich einen Namen für Maschinen und Automaten insbesondere für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie die Chemie- und Pharmabranche gemacht. In der unternehmenseigenen Gießerei und Produktion an den Standorten in Rupperswil und Schafisheim werden die grundlegenden Teile für die Geschäftsbereiche Konserven- und Zentrifugentechnik hergestellt. Der Präzisions- sowie Innovationsanspruch des Unternehmens spiegelt sich auch innerhalb der IT-Landschaft des Betriebes wider. Im Zentrum der Systemlandschaft des Schweizer Fertigungsunternehmens steht ein zentrales Enterprise Resource Planning-System (ERP). Für Berichte vom Auftragseingang bis zur Umsatzentwicklung und zu Umsätzen sowie für das Standard-Reporting hat das Unternehmenscontrolling lange Zeit Informationen manuell aus der Software gezogen und in Excel dargestellt.

Zusätzlich kam ein Business Intelligence-System (BI) zum Einsatz. Aus Sicht des Controllings war die Leistungsfähigkeit dieses Systems, angefangen von Stabilität und Zuverlässigkeit bis hin zu Flexibilität sowie Visualisierungsmöglichkeiten, nicht ausreichend. Auch die Mitarbeiter forderten eine zentrale Informationsquelle, die eine zuverlässige Zahlenbasis liefert und gleichzeitig an die Bedienoberfläche von Microsoft Excel erinnern sollte, um Einarbeitung und Bedienung zu erleichtern. Für die Wahl einer passenden Business Analytics-Lösung holte sich die Organisation Unterstützung bei der Contool St. Gallen AG. Das IT-Beratungshaus ist auf die Konzipierung und Implementierung von Management-Informationssystemen spezialisiert und schlug schließlich die Einführung der Lösung Infor BI vor. Ausschlaggebend für die Systemwahl war einerseits die Flexibilität der Lösung bei der Leistungsüberwachung und -steuerung, hinzu kam das softwarespezifische Know-how der Berater. Das Consultinghaus unterstützte den Produzenten auch im Anschluss an die Systemauswahl bei der Einführung der beiden Kernanwendungen: Infor BI Office Plus für die tabellenorientierte Berichterstattung für ‚Power-User‘ sowie Application Studio als Web-Frontend für Standardreportings und die Planungs- sowie Konsolidierungsunterstützung.

Vom Management bis in die Geschäftsbereiche

Roger Leimer, Leitung Controlling bei Ferrum, ist in seinem Team für die Betreuung der neuen BI-Lösung zuständig: „Das Positive an Infor ist, dass man als Berichtsdesigner schnell in die Lösung hineinwächst. Weil die Oberfläche auf Excel basiert, kennt man vieles schon und kann sich auf Erweiterungen und Zusatzfunktionen konzentrieren.“ Im Laufe der Zeit wurde das Berichtswesen bei dem Fertiger Schritt für Schritt erweitert: Anfangs erhielten Verwaltungsrat und Geschäftsleiter einen Monatsreport. Inzwischen ist das Management nach wie vor der wichtigste Adressat, aber nun steht die digitale ‚Helikopter-Sicht‘ auf die Datenwelt des Unternehmens verschiedenen Arbeitsbereichen zur Verfügung. „Wir sind mit relativ einfachen Kennzahlen wie den fakturierten Umsätzen, Auftragseingängen und dem Auftragsbestand gestartet. Die dafür notwendigen Daten werden – zum Teil automatisiert – aus unserer eigenen OLAP-Datenbank über den Cubeware Importer in die Lösung geladen. Über Application Studio stehen Berichte nun jederzeit zum Download zur Verfügung – damit steigt die Nachfrage, zumal immer mehr Drill-Downs eingebaut wurden. Jetzt lässt sich beispielsweise abrufen, welche Aufträge hinter dem Umsatz stecken, wie sie in Bezug auf den Deckungsbeitrag abgeschnitten haben und welche Ersatzteilaufträge noch vorgesehen sind. So dringen wir immer weiter bis zum Basisanwender vor“, erläutert Controlling-Leiter Leimer.


Das könnte Sie auch interessieren:

Das DFKI und das Fraunhofer IML untersuchen in einem Forschungsprojekt, wie künstliche Intelligenz bei der Vergabe von Lehrstühlen und Institutsleitungen unterstützen kann. In der Folge soll ein Portal für Bewerber-Profile entstehen.‣ weiterlesen

Nachhaltigkeit wird oft von den Beteiligten eines Wertschöpfungsnetzwerkes erwartet - und sie kann sich als gewinn- und kostenrelevant darstellen. Um jene Unternehmen zu diesem Wandel zu befähigen, die über begrenzte Ressourcen verfügen, können diese Firmen Ökosysteme etwa mit Zulieferern, Vertragspartnern und Technik-Dienstleistern aufbauen, um kreative Lösungen zu erarbeiten.‣ weiterlesen

Motiviert von der Aussicht auf Effizienz im Produktionsprozess und damit verbundenen Kosten- sowie Wettbewerbsvorteilen, setzen immer mehr Unternehmen auf Technologien wie etwa Sensorik oder künstliche Intelligenz. Und oft fällt das Schlagwort ’Green Manufacturing’. Dabei schauen viele nur auf den unmittelbaren ökologischen und ökonomischen Nutzen. Was oft fehlt, ist die Berechnung der Gesamtbilanz dieser Digitalisierungsmaßnahmen und der Weitblick in Sachen Nachhaltigkeit.‣ weiterlesen

Mit Dimitrios Koutrouvis hat Lütze Transportation ab Oktober einen neuen Geschäftsführer. Er tritt die Nachfolge von André Kengerter an.‣ weiterlesen

Der Bitkom schätzt die Schäden durch Cyberangriffe auf jährlich 220Mrd.€. Unternehmen sind also gefragt, sich bestmöglich gegen solche Vorfälle zu schützen. Wie? Darüber können sich Interessierte vom 25. bis zum 27. Oktober auf der Security-Messe It-sa informieren.‣ weiterlesen

Low Code-Entwicklungsplattformen helfen Unternehmen, ihre IT an stetig wechselnde Strukturen und Prozesse anzupassen. Es gilt: Wo programmiert wird, kann meist Low Code-Technologie eingesetzt werden – erst recht im IIoT-Projekt.‣ weiterlesen

Planung und Überwachung sind entscheidende Faktoren für die Effzienz einer Produktion. Die Basis dafür bilden Daten. Daher setzt die Firma GGK in ihrer Fertigung auf die IIoT-Plattform Toii. Mit ihr erfasst der Hersteller von Kabelmanagement-Systemen alle relevanten Daten, um die Transparenz zu verbessern und etwa Störungen schneller zu beseitigen.‣ weiterlesen

Korrekte Stammdaten sind beim Wechsel auf SAP S/4Hana enorm wichtig. Drei Tools für das Product Structure Management helfen, die Engineering-Stückliste mit der Manufacturing-Stückliste automatisiert abzugleichen.‣ weiterlesen

Eine industrielle IoT-Plattform unterstützt dabei, auf digitaler Basis Transparenz zu erzielen, Prozesse zu optimieren und Fehler zu vermeiden. Dafür werden Menschen, Produktions-IT-Systeme und Maschinen miteinander verknüpft. Doch wie funktioniert das?‣ weiterlesen

Mit einem Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Juni liegt der Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe im Juli auf einem neuen Höchstwert. Die Reichweite der Aufträge bleibt unverändert bei 8 Monaten.‣ weiterlesen