Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Systemeinführung in der bauchemischen Industrie

Fertigungskontrolle in Echtzeit

Der Chemiebetrieb PCI fertigt eine breite Produktpalette für Handel und Bauindustrie, das Angebot reicht vom Fliesenkleber über Abdichtungsmaterialien bis zu Silikon. Für die Steuerung von Produktion, Wartung und Instandhaltung setzt das Unternehmen auf eine Manufacturing-Execution-Lösung, die unmittelbar an die Maschinensteuerung angeschlossen ist.

Bild: GFOS

Als Vorreiter verschiedener Technologien und Anwendungen steht der Firmenname PCI für eine hochwertige Produktpalette, darunter bauchemische Produkte wie Fliesenkleber, Verlaufsmassen, Abdichtungsmaterialien und Silikon. 1960 von zwei Ingenieuren gegründet, wurde PCI nach einigen Zwischenstationen schließlich im Jahr 2006 eine Tochter von BASF. 835 Mitarbeiter beschäftigt PCI heute an drei Standorten in Augsburg, Hamm und Wittenberg. Beliefert werden von dort aus Kunden in ganz Europa sowie den USA und einigen arabischen Ländern. Durch den ständigen Erfahrungsaustausch mit Kunden in Handwerk und Handel agiert der Hersteller dicht am Markt und weiß um dessen Belange. Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch stehen im Mittelpunkt bei dem Unternehmen, denn das bauchemische Unternehmen will auch weiterhin dicht am Marktgeschehen sein. Auch die Software-Unterstützung für die Produktion muss daher stimmen. Aus diesem Grund machte sich ein Projektteam des Betriebes auf die Suche nach einem umfassenden Manufacturing Execution System (MES).

Fertigungsnahe IT für die Pulverproduktion

„Wir wollten einfach über die Ist-Situation in der Produktion Bescheid wissen. Unser Ziel war es, auf Knopfdruck zu sehen, was wir produzieren und wo wir in Bezug auf die Planung stehen“, erläutert Hubert Rieger, Betriebsleiter Pulverfertigung und Dispersion am Standort Augsburg. Hinzu kam der Wunsch, die Stillstandszeiten pro Anlage und pro Produkt zu kennen und im Ergebnis zu wissen, welches Produkt auf welcher Anlage am günstigsten produziert werden kann. Insgesamt wollte der Prozessfertiger seine Anlageneffizienz so um fünf Prozent steigern. Gesucht wurde dazu eine Standardsoftware, die dennoch in der Lage sein sollte, den spezifischen Anforderungen des Pulverherstellers gerecht zu werden.

Im Laufe der Recherche wurde das Unternehmen auf das MES des Essener Softwarehaus GFOS aufmerksam, von dem sich das Team in Präsentationen und Referenzbesuchen ein erstes Bild machte. „Im Gegensatz zu anderen Systemen kann GFOS unsere Anforderungen umfassend abdecken. Obwohl es sich um eine Standardsoftware handelt, ist es möglich, sie durch zahlreiche Parametrierungen genau an unsere Bedürfnisse anzupassen und unsere Produktionsprozesse exakt abzubilden“, erläutert Betriebsleiter Rieger die Gründe für die Entscheidung für die Softwarelösung aus Essen.

Testanlage für die Systemeinführung

Nachdem in gemeinsamen Runden zwischen Unternehmen und Softwareanbieter zuerst ein grobes Pflichtenheft erstellt wurde, erfolgte als nächster Schritt die Feinkonzeption. Danach wurde das System zunächst in einer Testanlage eingeführt: Über drei Monate sammelte die Projektgruppe Erfahrungen und nahm erforderliche Korrekturen vor. „Wer sagt, das alles bei der Einführung eines MES reibungslos verläuft, der sagt nicht die ganze Wahrheit“, bringt es Rieger auf den Punkt.

Natürlich stellte auch die Integration des IT-Systems in die Infrastruktur des Werks in Augsburg die Projektgruppe zuerst vor Herausforderungen, die sich aber in enger Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen lösen ließen. „Komplexe Lösungen wie ein MES führt man nicht auf Knopfdruck ein. Hier müssen die Systeme zusammen wachsen und auch bei einer Standardsoftware entsprechende Parametrierungen beim Kunden vorgenommen werden“, schildert Stefan Schumacher, Bereichsleiter MES-Beratung bei dem Essener Softwarehaus.


Das könnte Sie auch interessieren:

Vernetzte Produkte und softwarebasierte Lösungen gelten besonders in der Industrie, Logistik und im Mobilitätssektor als Schlüssel zu datengetriebenen Geschäftsmodellen. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht das Internet of Things. Die Analysten von Tech Data haben untersucht, wie es um IoT-Technologien wie Machine Learning aktuell steht.‣ weiterlesen

Der Autohersteller Mercedes hat das digitale Ökosystem MO360 vorgestellt. Das Produktions-Ökosystem bündelt selbst entwickelte und vernetzte Shopfloor-Anwendungen auf einer Plattform, an der sich die Werke des Herstellers weltweit bedienen können. Die so vernetzte Factory 56 in Sindelfingen soll ab September ihren Betrieb aufnehmen.‣ weiterlesen

Fast 80 Prozent der Maschinenbauer sehen die Notwendigkeit, bei digitalen Geschäftsmodellen zu kooperieren. Das hat der VDMA in einer Befragung mit McKinsey ermittelt. Auf großes Wachtumspotenzial deutet dabei hin, dass erst 0,7 Prozent der Umsätze in Europa mit digitalen Plattformen und Services erzielt werden.‣ weiterlesen

Verschlüsselungssoftware spielt auf dem Weg zu mehr Datenschutz eine wichtige Rolle, doch können Computersysteme auch auf physikalischem Wege angegriffen werden. Durch das Abfangen von Stromschwankungen oder das Auslösen von Fehlern durch elektromagnetische Impulse werden Geräte wie Smartphones und Schlüsselkarten angreifbar.‣ weiterlesen

Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben in Zusammenarbeit mit der Isoloc Schwingungstechnik GmbH eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt. Sie erfasst die Fußposition eines Mitarbeiters und erkennt Gewichtsverlagerungen.‣ weiterlesen

Die Technologieinitiative SmartFactory KL feiert ihr 15-jähriges Bestehen. Heute beteiligen sich mehr als 50 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen an der Initiative.‣ weiterlesen

ERP-Lösungen spielen eine zentrale Rolle in den Unternehmen und das tun sie gut. So die Erfahrungen von 2.089 Anwenderunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum, die im Zuge der aktuellen Studie ‘ERP in der Praxis‘ durch die Analysten der Trovarit mittlerweile zum 10. Mal befragt wurden. Die Studie weist Zufriedenheitsbewertungen von mehr als 40 ERP-Lösungen aus.‣ weiterlesen

Die Anforderungen an die Produktionsplanung von Fertigungsbetrieben steigen stetig. Jetzt hat MPDV, Hersteller von Fertigungs-IT, eine Feinplanungslösung für das eigene MIP-Ökosystem vorgestellt. Die APS-Software baut auf langjährigen Erfahrungen mit der bewährten MES-Lösung Hydra auf und kann von einfachen Arbeitsgängen bis hin zu komplexen Fertigungsaufträgen planen und optimieren. Im Interview erläutern Thorsten Strebel, Vice President Products, und Jürgen Petzel, Vice President Sales, warum der Softwarehersteller gerade jetzt mit einer APS-Lösung an den Markt geht - und was Fedra zu bieten hat.‣ weiterlesen

Wird weniger Energie verbraucht, sinken Betriebskosten ohne Produktivitätsverlust. Gerade im Verteilzentrum könnte viel Sparpotenzial brach liegen. Denn dort haben technische Fortschritte die Leistung, aber auch den Energiebedarf, in die Höhe getrieben. Daher sind zuletzt viele Materialflusshersteller an ihre Reißbretter zurückgekehrt, um energiesparende Varianten ihrer Fahrzeuge, Kräne und Managementsysteme herzustellen.‣ weiterlesen

Hat das ERP-System einmal den Anschluss verpasst, muss nicht immer gleich etwas Neues her. Sasse Elektronik gelang mit seinem IT-Partner Cosmo Consult das Re-Engineering der Business-Anwendung. Der Lohn bestand in deutlich kürzeren Prozessen bei erheblich weniger Papier im Büro.‣ weiterlesen

Insbesondere Unternehmen der Fahrzeugbau- und Elektroindustrie besitzen großes Potenzial zur Reduzierung des Energieverbrauchs in ihrer Produktion. Daher haben die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und Limtronik als Mitglieder des SEF Smart Electronic Factory e.V. einen Use-Case entwickelt, in dem Wartungsintervalle eines energieintensiven Reflow-Ofen sensorgestützt optimiert werden.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige