Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Systemeinführung im Produktionsumfeld

Zwischen Standard und Individuallösung

Ob Betriebsdatenerfassungslösung oder komplettes Manufacturing Execution-System: Auch bei der Einführung produktionsnaher Software gilt es abzuwägen, ob in Standardsoftware oder eine individuell programmierte Lösung investiert wird. Beide Ansätze versprechen Vorteile, etwa im Hinblick auf Kosten oder Anpassbarkeit. Einen tragfähigen Kompromiss kann der Einsatz eines weitgehend parametrierbaren Standardsystems darstellen.

Bild: GFOS mbh

Vor der Einführung einer neuen Softwarelösung für das Produktionsmanagement stehen Unternehmen vor der Entscheidung, ob sie eher auf standardisierte Funktionspakete oder individuell programmierte Abläufe setzen wollen. Diese Situation stellt gleichzeitig einen günstigen Zeitpunkt dar, um eine konzeptionelle Überprüfung der betrieblichen Abläufe vorzunehmen. Andernfalls läuft das Unternehmen Gefahr, dass eventuell festgefahrene Strukturen in einer neuen Software ‚festgeschrieben‘ werden. Hier zeigt sich ein großer Vorteil von Standardsoftware: Länger am Markt agierende Anbieter haben in der Regel im Zusammenspiel mit Anwendern vor Ort Masken und Vorgehensweisen für ihre Software entwickelt, um Abläufe schnell und strukturiert zu erfassen. Oberstes Ziel bei der Einführung einer Software sollte zwar sein, dass nicht die Abläufe in der Produktion an die Software angepasst werden müssen, sondern dass sich die Software an die Prozesse in der Fertigung anpasst. Wenn die Abläufe in der eigenen Produktion jedoch überhaupt nicht in die Erfassungsmuster gängiger, über die Jahre gereifter ‚Best-Practice‘-Lösung passen wollen, kann sich dennoch die Frage lohnen, ob die eigenen Abläufe noch zeitgemäß sind. Auf diese Weise bietet die Einführungsphase einer Software die Chance, die internen Prozesse nicht nur zu hinterfragen, sondern aus diesem Anlass neu zu strukturieren. Die Abwägung zwischen Prozessoptimierung hin zu einer ‚Best-Practice‘-Lösung und Aufgabe von wertvollen individuellen Abläufen, um die Produktion in Software abbilden zu können, muss sicherlich sorgfältig und am besten von unabhängiger Position getroffen werden. Auf jeden Fall sollte die Chance zur Prozessoptimierung vor der Auswahl einer neuen Software nicht verpasst werden.

Standardisierung bereitet den Weg für Best-Practice-Prozesse

Zwar können Anpassungen der Abläufe in der Regel auch noch nach der Software-Einführung vorgenommen werden. Doch über die Jahre wachsende, immer individueller programmierte Lösungen geben wenig Anlass, gewohnte Strukturen aufzubrechen: Systeme, in denen nach jahrelanger Programmierarbeit alle, auch noch so ungewöhnlichen Abläufe, detailliert abgebildet werden, können dazu beitragen, eingeschliffene Abläufe ständig weiter zu zementieren. Standardsoftware, die vom Hersteller gepflegt wird, bietet hingegen auch lange nach der Einführung den Vorteil, dass Ideen und Ansprüche von vielen anderen Anwendern kontinuierlich in die Software einfließen können. Diese fortlaufende Integration von Erfahrungswissen, das mit jeder Softwareeinführung wächst, fehlt bei individuell programmierter Software vielfach. Die ständige, fremdgesteuerte Weiterentwicklung von Standardsoftware kann somit einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsfaktor darstellen: Spätestens bei einem Releasewechsel bekommt der Nutzer einer Standardsoftware Weiterentwicklungen geliefert, deren Anwendung das Unternehmen möglicherweise gar nicht im Blick hatte.


Das könnte Sie auch interessieren:

Anfang des Jahres hat Bosch CyberCompare eine digitale Plattform gestartet, die Industrieunternehmen und IT-Security-Anbieter zusammenbringen soll. Schon mehr als 100 Anbieter lassen sich auf dem Portal vergleichen, in einem für Anwender kostenlosen Prozess.‣ weiterlesen

Die Allianz geht davon aus, dass sich Ransomware-Angriffe vermehrt gegen Lieferketten richten könnten. Der Versicherer sieht dabei hauptsächlich IT-Dienstleister im Visier von Hackern. Und auch die Höhe der Lösegeldforderungen steigt.‣ weiterlesen

Mit Oliver Gronau als CCO stößt ein weiteres Mitglied zum Management-Team des Datenmanagement-Spezialisten Auvesy, das zukünftig aus Tim Weckerle (CEO), Stefan Jesse (COO) und Oliver Gronau in der neugeschaffenen Position des Chief Commercial Officers besteht.‣ weiterlesen

Die Richtlinie VDI-MT 6602 Blatt 2 'Projektingenieur in Projekten mit Entwicklungspartnern - Anforderungen an die Qualifizierung' ist Anforderungsprofil für in der Praxis tätige Ingenieure und Projektingenieure, die ihre Fähigkeiten für Projekte im multiplen Unternehmensumfeld an einem allgemein anerkannten Berufsbild spiegeln und weiterentwickeln möchten.‣ weiterlesen

Wer im industriellen Kontext zuverlässige Funkverbindungen verspricht, muss schon etwas genauer werden. Wie werden Kollisionen vermieden und wie Kollokationsprobleme entschäft? In Industrie-Funknetzen auf Bluetooth-Basis kommen eine ganze Reihe intelligenter Technologien zum Einsatz.‣ weiterlesen

Der Markt für IT-Sicherheit in Deutschland wächst ungebrochen. Das bisherige Rekordjahr 2020 könnte in diesem Jahr nochmals übertroffen werden. So geht der Digitalverband Bitkom von einem Plus von 9,7 Prozent aus.‣ weiterlesen

Am 10. und 11. Mai 2022 veranstaltet die ITG Informationstechnische Gesellschaft im VDE zusammen mit der VDI/VDE Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik die Fachtagung Sensoren und Messsysteme 2022.‣ weiterlesen

Mitarbeiter von Continental haben einen Ansatz entwickelt, um Unternehmensprozesse analysieren und deren Automatisierungspotenzial bewerten zu können. Dieser Leitfaden ist beim Automobilzulieferer ein Baustein von vielen, um die Herausforderungen einer sich im technologischen Umbruch befindlichen Branche zu bewältigen und dabei die Wertschöpfung zu optimieren.‣ weiterlesen

In Bad Salzuflen findet am 10. November die FBM statt. Bereits im Vorfeld der Messe können Unternehmen über eine Matchmaking-Plattform feste Termine mit den Ausstellern buchen.‣ weiterlesen

Im neuen PWC-Maschinenbaubarormeter blicken mehr als die Hälfte der Unternehmen zwar optimistisch in die Zukunft. Im Vergleich zum Vorquartal ist dieser Wert jedoch zurückgegangen.‣ weiterlesen

Mit der Übernahme der Garz & Fricke Group will das italienische Unternehmen Seco seine Präsenz auf dem deutschsprachigen Markt stärken und sein Lösungsportfolio weiter ausbauen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige