Anzeige
Anzeige
Anzeige

Supply Chain Management

Die Landkarte zeigt, wie gut es funktioniert

Beitrag drucken

Was hat Einfluss?

Bei der Konfiguration eines Netzwerkes können unterschiedliche Parameter hinsichtlich ihres Einflusses auf die Leistung der kompletten Lieferkette bewertet werden, wie die Dimensionierung von Bestandsreichweiten und Produktionsressourcen, die Ermittlung geeigneter Transportlösungen oder die Bestimmung der notwendigen Behälteranzahl. Darüber hinaus kann die Simulation den Anlauf von Lieferketten beschleunigen. Fehler in der Netzwerkkonfiguration können vor dem realen Anlauf der Kette ermittelt werden. Außerdem kann ein Simulationsmodell im operativen Betrieb eingesetzt werden, um zum Beispiel Steuerungsentscheidungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen vorab zu prüfen. Ein Beispiel aus der Praxis, das über typische Anwendungen hinausgeht, stellt die Entwicklung eines europäischen Distributionsnetzwerks mit circa 50 Standorten und 35.000 Artikelallokationen dar. Ziel war es, unterschiedliche Maßnahmen hinsichtlich möglicher Bestandssenkungspotentiale zu bewerten, wie Konzentration auf weniger Standorte, Veränderung des Auslieferungsprozesses, Sortimentsbereinigung oder Produktionsflexibilisierung. Neben der Abbildung des Artikelstamms und einer Nachfrageprognose gingen insbesondere Kalender zur Verlagerung von Produktionsartikeln und von Auslieferungsstandorten in das Modell mit ein.

Teile des Modells

Damit waren die Schließung von Standorten und der Umzug von Produktionslinien Teil des Modells und wurde nicht über unterschiedliche Szenarien abgebildet. Definiert wurden Regeln für Standortverlagerungen, beispielsweise für den Bestandsaufbau zur Überbrückung von Ressourcenausfällen sowie zum Handling von Restmengen. Diese wurden dann am Modell analysiert. Andere zu analysierende Regeln betrafen die Reduktion von Sicherheitsbeständen bei Zusammenlegung von Standorten sowie multi-lingualen Artikeln. Das Modell wurde auf Basis von Echtdaten eines Jahres validiert und die Entwicklung der Bestände wurde bewertet. So konnten die Effekte der geplanten Maßnahmen anschließend sowohl unabhängig voneinander als auch in Kombination bewertet werden. Das Ergebnis: Bestände konnten signifikant gesenkt werden.

Es gibt viele Softwaretools zur Simulation von Lieferketten, meistens mit einer grafischen Benutzeroberfläche, die den Modellierungsprozess unterstützt. Modellierungsbausteine sind zumeist Standorte – Kunden, Produktionsstätten, Lager und Hubs -, Transportverbindungen sowie Ressourcen. Wichtig kann auch die Abbildung von ERP-Funktionen wie Forecasting, Produktions-, Beschaffungs- sowie Auslieferungs- oder Tourenplanung sein. Wegen der hohen Anforderungen an die Datenqualität und der großen Datenmengen können auch Assistenzfunktionen von Vorteil sein, beispielsweise zur Überprüfung der Datenkonsistenz bei der Eingabe oder zum Import von Massendaten. Bei sehr großen Datenmengen bietet sich ein tabellenorientierter Ansatz mit einer Datenbank an.

Auf Landkarte visualisiert

Zu Kontrollzwecken kann das modellierte Netzwerk auf einer Landkarte visualisiert werden. Bei der Auswertung helfen Standardauswertungen, die Nutzern einen Überblick über das Szenario verschaffen sollen. Externe Werkzeuge wie Excel oder Reporting-Tools können Detailauswertungen und Szenario-Vergleiche gestatten. Das Bausteinkonzept lässt sich für den Einsatz in generischen Simulationsmodellen verwenden. Hier wird das Modell erst zur Laufzeit aufgebaut. Die benötigten Daten werden idealerweise in einer Datenbank vorgehalten, die das Modell bei der Initialisierung über eine Schnittstelle importiert. Die Ergebnisse werden nach dem Simulationslauf wieder in die Datenbank zurückgeschrieben und stehen dort zur Auswertung zur Verfügung.


Das könnte Sie auch interessieren:

Nach German Edge Cloud (GEC) gehört jetzt auch das Startup IoTOS zur Friedhelm Loh Group. Die Übernahme gab die Unternehmensgruppe nun bekannt. Die drei Unternehmen der Friedhelm Loh Group – Rittal, German Edge Cloud und IoTOS – bieten zudem mit Bosch Connected Industry eine Komplettlösung zur Integration, Harmonisierung und Analyse industrieller Produktionsdaten an.‣ weiterlesen

Längst differenzieren sich Mittelständler im weltweiten Wettbewerb durch ihre Effizienz, Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Fertigung. Hierfür wurden Manufacturing Execution Systems geschaffen. Und mit einer schlanken modularen Lösung, die schnell betriebsbereit ist, gelingt der Einstieg in die digitale Fertigung auch leicht im Mittelstand.‣ weiterlesen

Die Möglichkeit, auch Legacy-Anwendungen in Prozessautomatisierungsprojekte zu integrieren, ist oft der ausschlaggebende Faktor für Robotic-Process-Automation-Initiativen.‣ weiterlesen

Wie sieht die perfekte Produktion aus? Dieser Frage widmet sich das Managementforum Perfect Production an zwei Terminen: am 24.Oktober in Frankfurt sowie am 21.November in Leipzig. Teilnehmer erfahren anhand von Praxisbeispielen und Diskussionen, wie andere Unternehmen die Digitalisierung angehen.‣ weiterlesen

Sollte Quantentechnologie einmal verfügbar sein, könnte sich das Thema IT-Sicherheit deutlich verändern. Denn Cyberkriminelle dürften sich dann vor allem auf Endpunktangriffe und Social Engineering konzentrieren.‣ weiterlesen

Jede hinreichend komplexe Software dürfte eine unbekannte Anzahl von Fehlern beinhaltet. Zwar existieren Verfahren zur Schätzung der Anzahl dieser Fehler aus Erfahrungswerten, präzise lassen sie sich aber weder quantifizieren noch vollständig lokalisieren.‣ weiterlesen

Haltian hat einen End-to-End-Smart-Factory-Service vorgestellt. Der Dienst kombiniert die IoT-Plattform von Thingsee mit industrietauglichen umgerüsteten Sensoren und AWS IoT Greengrass Edge Computing sowie Private-LTE-Unterstützung.‣ weiterlesen

Die Fachkonferenz Smart MES bringt Produktionsleiter, Werkverantwortliche und Fertigungs-IT aller Unternehmensgrößen zusammen.‣ weiterlesen

Das Joint Venture der beiden Konzerne Osram und Continental stand vor der Aufgabe, eine völlig neue IT-Infrastruktur einzurichten. Teil des Projektes beim globalen Unternehmen war es, einen Service Desk samt Managementsoftware einzurichten - in zwölf Tagen.‣ weiterlesen

Mit Maximilian Brandl hat sich das SCM-Projekthaus Salt Solutions Verstärkung für den Vorstand ins Haus geholt.‣ weiterlesen

Bill McDermott tritt als CEO der SAP SE zurück. Dies gab der Walldorfer Softwarekonzern am Freitag bekannt. Als Nachfolger sollen nun Jennifer Morgan und Christian Klein das Unternehmen als Doppelspitze führen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige