Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Supply Chain Management

Das Chaos an die Kette legen

Im internationalen Wettbewerb müssen sich deutsche Industrieunternehmen ständig neu ausrichten. Die Planung der Wertschöpfungsketten ist ein wichtiger Bestandteil dabei – und kann mit der passenden Software unterstützt werden.

Mit ‚Move‘ hat Kewill eine multimodale Transportlösung im Portfolio. Die Plattform unterstützt Unternehmen bei der Organisation ihrer Geschäftsprozesse und der Wertschöpfung über die gesamte Lieferkette hinweg. Bild: Kewill

Lange Zeit hieß es, in Deutschland könne nicht mehr produziert werden – zu teuer, nicht rentabel, wenig konkurrenzfähig. Ende der 90er Jahre lagerte fast jedes dritte Unternehmen die Produktion aus, Arbeitsstellen wurden gestrichen und der Anteil der Industrie an der deutschen Wirtschaft ging drastisch zurück. Seitdem suchen Unternehmer nach Wegen, die heimische Produktion wieder anzukurbeln. Klar ist: Deutschlands Industrie ist nicht todgeweiht – sie muss sich nur neu ausrichten. Dazu gehören moderne Strategien für eine Automatisierung der Lieferkette. Wirtschaftlicher Erfolg hängt immer stärker davon ab, inwieweit Firmen in der Lage sind, die globalen Herausforderungen der Logistik anzunehmen.

Strategie und Umsetzung

Zwischen der Supply Chain-Strategie eines Unternehmens und einer erfolgreichen Umsetzung gibt es dabei oftmals eklatante Abweichungen. Denn die Implementierung des Lieferkettenmanagements ist kompliziert. Das Gesamtsystem der Supply Chain entsteht zwar aus dem dynamischen Zusammenspiel aller Glieder der Kette. Dennoch ist ein erfolgreiches Lieferkettenmanagement nicht die bloße Summe aller Eigenschaften der einzelnen Komponenten. Vielmehr verändert sich durch dynamische Prozesse innerhalb der Supply Chain das System. Ordnung in das vermeintliche Chaos der Lieferkette zu bringen, wird für viele Unternehmen immer wichtiger. Dafür gibt es zahlreiche Gründe.



Bild: Kewill

Veränderte Bedingungen

Zwei verändern die Rahmenbedingungen der Wirtschaft ganz besonders: Im Rahmen der Globalisierung sehen sich Unternehmen gezwungen, ihre Ausrichtung internationaler zu gestalten. Der Verzicht auf politische und zolltechnische Grenzen vereinfacht wirtschaftliche Prozesse in vielerlei Hinsicht, verschärft aber auch den Wettbewerb zu konkurrierenden Unternehmen. Der zweite Grund umfasst die sehr individuelle und nur schwierig vorhersehbare Nachfrage der Kunden. Einheitliche Massengüter lassen sich nur noch mäßig absetzen. Der Kunde strebt nach serviceorientierter, auf ihn abgestimmte Leistung. Produktlebenszyklen verkürzen sich, die Produktvielfalt steigt.

Alleine das macht eine Automatisierung der Herstellungsprozesse schwierig. Typische Probleme in der Supply Chain finden sich in diesem Zusammenhang unter anderem auch in der Konfiguration der Prozessstrukturen. Die Lieferkette ist häufig nicht durchgängig, es besteht ein hoher Bedarf an Nachsteuerungen. Der Umgang mit Ausnahmesituationen gestaltet sich in vielen Fällen schwierig, da Standardabläufe zu starr sind. So ist die Reaktionsfähigkeit seites der Unternehmen auf eine veränderte Nachfrage oft nur gering.

Schwierige Abstimmung

Doch die Optimierung der gesamten Lieferkette statt einzelner Kettenglieder ist nicht einfach: Alle Partner müssen in die Umstellung integriert werden, Informationsbarrieren müssen abgebaut und Transparenz geschaffen werden. Dafür ist meist eine ganzheitliche, prozessorientierte und softwaregestützte Planung unerlässlich, die sich durch spezialisierte IT-Systeme passgenau ergänzen lässt.


Das könnte Sie auch interessieren:

Nach 84,5 Punkten im Oktober kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex im November auf 86,3 Punkte. Die Unternehmen blicken demnach weniger pessimistisch auf die nächsten Monate.‣ weiterlesen

In Kombination mit einer Augmented-Reality-Brille bietet eine neue Software des Fraunhofer IGD digitale Unterstützung von Absortiervorgängen. Zusammengehörige Bauteile werden direkt im Sichtfeld der Beschäftigten an der Produktionslinie farblich überlagert. Anwender im Automotive-Bereich können so etwa durch beschleunigte Prozesse und eine minimierte Fehleranfälligkeit Kosten reduzieren.‣ weiterlesen

Edge Management, Digital Twin und Data Spaces bilden die Schwerpunkte einer Zusammenarbeit zwischen der Open Industry 4.0 Alliance und dem Labs Network Industrie 4.0.‣ weiterlesen

Wer im öffentlichen Sektor der USA künftig Software vermarktet, muss eine Software Bill of Materials (SBOM) über die verwendeten Komponenten mitliefern. Ist diese Executive Order 14028 der US-Regierung auch für deutsche Firmen relevant? Die IT-Sicherheitschefin von MongoDB, Lena Smart, ordnet das ein - und verweist dabei auf das IT-Sicherheitsgesetz 2.0.‣ weiterlesen

Das Angebot an cloudbasierter Infrastruktur für SAP Hana wächst rasant. Zudem haben sich durch die weitere Option auf die Software-as-a-Service-Version S/4Hana Cloud die Rahmenbedingungen für den Umstieg auf S/4Hana signifikant verändert. Doch insbesondere deutsche Unternehmen zögern laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens ISG weiterhin, auf die Cloud umzusteigen.‣ weiterlesen

Stabilo wollte seine Produktion mit einem MES-System flexibilisieren. Um beim Erstellen des Anforderungskataloges jeden Irrtum auszuschließen, arbeitete der Schreibwarenhersteller mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg zusammen. Die Praxiserfahrungen der dort Beschäftigten wurden in den Prozess eingebunden.‣ weiterlesen

Assa Abloy hat den Cliq Web-Manager seines elektronischen Schließsystems eCliq/Verso Cliq über eine Schnittstelle in die hauseigene Zutrittskontrolle Scala Net integriert. Damit lassen sich beide Systeme über eine Benutzeroberfläche verwalten. Anwendungsbeispiele zeigen, wie sich unterschiedliche Gebäudetypen mit der Lösung sichern lassen.‣ weiterlesen

Im Maschinen-, Sondermaschinen- und Anlagenbau müssen Configure Price Quote(CPQ)-Systeme neben der Angebotserstellung für Einzelsysteme auch die Projektierung und Projektkalkulation für Großmaschinen, Großanlagen und bis hin zu Fabriken unterstützen. In der Praxis erfordert das meist einen Mix aus Assemble to Order (ATO) und Engineer to Order (ETO).‣ weiterlesen

Die Initiative SEF Smart Electronic Factory hat ihren Vorsitzenden Gerd Ohl sowie den 2. Vorsitzenden Gerrit Sames sowie Kassenprüferin Heike Wilson im Amt bestätigt. Ulrike Peters und Volker Jesberger komplettieren den Vorstand.‣ weiterlesen

Das französische Team von Gaia-X Federated Services (GXFS-FR) hat einen ersten Katalog von 176 Gaia-X-konformen Cloud-Diensten erstellt. Nutzer sollen so einen Überblick über Services erhalten.‣ weiterlesen

Der MES-Spezialist Proxia wird von Shoplogix übernommen, einem IIoT-Plattform-Anbieter. Das Unternehmen, das zur FOG Software Group gehört, will mit der Übernahme das eigene Software-Portfolio ergänzen.‣ weiterlesen