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Studie: Jeder sechste Mitarbeiter fürchtet den digitalen Wandel

Technologische Innovationen lösen bei Beschäftigten oftmals Überforderungsgefühle aus. Das gilt gerade für Lösungen, die das Unternehmen digital transformieren sollen. Tatsächlich steht hierzulande jeder fünfte Arbeitnehmer der Einführung neuer digitaler Technologien kritisch gegenüber, wie eine Studie von Sopra Steria Consulting nun zeigt. Überrascht zeigen sich die Studienautoren, dass überdurchschnittlich viele Führungskräfte die Sorgen teilen. Das dürfte ihnen die Aufgabe erschweren, möglichst viele Mitarbeiter im Unternehmen für Prozessveränderungen im Rahmen der Digitalisierung zu begeistern.

Der digitale Wandel bereitet 17 Prozent aller Beschäftigten in deutschen Unternehmen Sorgen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung von Sopra Steria Consulting, die sich mit dem Phänomen der digitalen Überforderung im Arbeitsleben auseinandersetzt. 20 Prozent der Studienteilnehmer fürchten die Einführung neuer Digitaltechnologien, wobei diese Haltung unter Führungskräften mit 22 Prozent überdurchschnittlich häufig anzutreffen ist. Wohl auch deshalb, weil sie für die Umsetzung der damit verbundenen Ablauf- und Organisationsveränderungen verantwortlich sind.

Junge Arbeitnehmer haben Vorbehalte

Manche mag es dabei überraschen, dass gerade digital sozialisierte Arbeitnehmenr bis 30 Jahre neuen Technologien im Arbeitsalltag mit gemischten Gefühlen entgegensehen. Deutlich weniger Vorbehalte gegen die Digitalisierung gaben indessen die 40- bis 50-Jährigen an. "Ursache für die verbreitete Skepsis gegenüber digitalen Lösungen ist in den meisten Fällen Unsicherheit hinsichtlich der konkreten Auswirkungen auf den eigenen Arbeitsplatz", sagt Matthias Frerichs, Senior Manager Digital Banking bei Sopra Steria Consulting. Jeder sechste Studienteilnehmer fehlte das Verständnis, warum er bestimmte digitale Hilfsmittel einsetzen soll.

Ziele vermitteln

Führungskräfte sieht Matthias Frerichs daher in der Pflicht, ihren Mitarbeitern die Digitalisierungsziele so konkret wie möglich zu vermitteln und die Belegschaft auf die Prozessveränderungen vorzubereiten. Für diese neue Managementaufgabe haben sich in der Praxis zwei Lösungsansätze bewährt: Digitale Fortbildung für Manager versus Einstellung eines qualifizierten Technologiestrategen, der in der Unternehmensleitung die Rolle eines Chief Digital Officer (CDO) übernimmt. "Als Tandem vereinen CEO und CDO profunde Markt- und Unternehmenserfahrung mit aktuellem Technologie- und Transformations-Know-how", schildert Matthias Frerichs.

Kompetenzen werden vielerorts ausgebaut

Inzwischen bauen immer mehr Unternehmen in ihrer Belegschaft digitale Kompetenzen auf: Knapp 60 Prozent der Befragten haben bereits innerbetrieblich eine entsprechende Weiterbildung absolviert – unter den Führungskräften sind es zehn Prozent mehr. Wie die Studie zeigt, reichen die bisherigen Qualifikationsmaßnahmen noch nicht aus. Ein gutes Viertel der Beschäftigten nutzt private Bildungsangebote oder erwirbt autodidaktisch im Beruf benötigte digitale Fähigkeiten und Kenntnisse. In Zukunft werden betriebliche Fortbildungsinitiativen voraussichtlich zunehmen, denn fast 90 Prozent aller Führungskräfte sehen hierin die wichtigste Quelle für digitales Wissen und Können.
 

Über die Studie:
Im Juli 2016 ließ Sopra Steria Consulting insgesamt 211 Angestellte und Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zu ihrer Haltung gegenüber der digitalen Transformation befragen.

Die Studie „Digitale Überforderung im Arbeitsalltag“ steht hier zum Download zur Verfügung.
 

(Quelle:Sopra Steria Consulting)

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