Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Strategien für das IT-Outsourcing

Keine Patentrezepte

Beitrag drucken
Für die erfolgreiche Durchführung von Outsourcing-Projekten ist eine genaue Ausrichtung an den Erfordernissen und Gegebenheiten vor Ort im Unternehmen unabdingbar. Dazu kann der Einsatz etablierter Methoden wie PASS21T einen zentralen Beitrag leisten.

Projekte am Bedarf vor Ort ausrichten

Um dieses Ergebnis zu erreichen, entwickelt Computacenter, Anbieter von Infrastruktur-Outsourcing, gemeinsam mit Anwendern Projekte anhand von Methodiken wie ‚PASS12T‘. Dabei werden nicht nur Voraussetzungen und Erfordernisse definiert, sondern auch die Grundlagen für kontinuierliche Innovation geschaffen. PASS12T verfolgt das Ziel, Aufgaben aus dem kostenintensivsten Vor-Ort-Bereich oder ‚Touch‘ in vorgelagerte Stufen – vom Second Level (2) über First Level (1) und Self Service (SS) sowie Automation (A) – bis hin zur Prävention (P), also dem Service-Management, zu überführen. Dieser Ansatz kann dabei helfen, die Servicekosten zu senken, die IT-Verfügbarkeit zu erhöhen und die Bearbeitung von Störungen und Aufträgen zu beschleunigen. Den Auftakt bildet die Reifegrad-Analyse, bei der einzelne Aktivitäten dahingehend geprüft werden, inwieweit sie in kostengünstigere Bereiche verlagert werden können. Auf Basis dieser Ergebnisse entstehen die entsprechenden Transformationsprojekte. Konkret werden dabei folgende Schritte durchlaufen:

  • Identifizierung der Optimierungspotenziale durch Gegenüberstellung von Ist- und Soll-Reifegraden der unterschiedlichen Bereiche, etwa indem Softwareaktualisierung nicht vor Ort per Datenträger, sondern über eine zentrale Software-Management-Plattform erfolgt
  • Ableitung von Transformationsprojekten zur Steigerung der Erbringungseffizienz: Dies umfasst das Vorverlagern von Aufgaben vom Vor-Ort-Bereich bis hin zur Prävention
  • Kontinuierliches Verbessern und Einbringen von Innovationen über die gesamte Vertragslaufzeit
  • Messung von Effizienz-KPIs zum Herstellen von Transparenz über den Stand der erzielten Verbesserungen

Desktop-Services für das produzierende Gewerbe

Ein erfolgreiches Beispiel für die Wirksamkeit von PASS12T liefert ein Outsourcing-Projekt für die Desktop-Services bei einem multinationalen Unternehmen: Mit dem Ziel, Kosten zu senken, die Servicequalität zu steigern und kontinuierlich zu optimieren sowie die IT-Dienstleisterlandschaft zu konsolidieren, schrieb das Unternehmen rund 100.000 Endgeräte als End-to-End-Service aus. Anhand des PASS12T-Ansatzes wurde der Zentralisierungs- und Automatisierungsgrad für das Management der PC deutlich gesteigert. Konkret wurde die Serviceerbringung von zwei Anbietern für das User Helpdesk und drei Vor-Ort-Dienstleistern auf einen Provider konsolidiert, der diese Services für die unterschiedlichsten Abteilungen erbringt.

Die Remote-Lösungsquote für Fernzugriffe wurde verbessert, indem die technischen und formalen Voraussetzungen für den gesicherten Remote-Access geschaffen wurden. Zudem erfolgte die Zentralisierung und Optimierung des Geräteaustauschs und der Ersatzteillogistik. So wurde etwa eine Zero-Touch-Installation etabliert, die auf Basis eines hochstandardisierten Client-Images eine nahezu vollständig automatisierte Installation ermöglicht. Die Ausweitung des Self Services konnte unter anderem durch ein Software-Self-Service-Portal erreicht werden, in dem für jeden Mitarbeiter – entsprechend seines Profils – bestimmte Programme automatisch genehmigt sind. Zusätzlich können Anwender über das Portal Administratorenrechte beziehen, was zu einer erheblichen Reduktion der Ticketanzahl im Helpdesk führte.

Die passende Methodik entscheidet

Für erfolgreiches Outsourcing gibt es kein Patentrezept, das auf jedes Unternehmen angewendet werden kann. Wohl aber steht und fällt der Erfolg eines Projekts mit der umfassenden Kenntnis der Ausgangssituation und der präzisen Definition des Zielbetriebs. Bewährte Methoden und Best Practices können, gemeinsam mit kontinuierlicher Verbesserung und regelmäßigem Erfahrungsaustausch, Unternehmen beim Erzielen der bestmöglichen Ergebnisse beim IT-Outsourcing zu erzielen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Dem Cloud Computing werden die Effekte Flexibilität, Agilität und Skalierbarkeit bei gleichzeitigen Kostenvorteilen zugeschrieben. Aber auch das Risiko, in eine Abhängigkeit zum Provider zu geraten. Die Installation einer Abstraktionsschicht kann das verhindern.‣ weiterlesen

Der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Gebäudeautomation zeichnen sich durch anspruchsvolle elektrische Komponenten und einen hohen Vernetzungsgrad aus. Zudem rücken Planung und Konstruktion immer näher an die Fertigung heran. Engineering-und ERP-Systeme miteinander zu verbinden, ist zur Königsdisziplin geworden.‣ weiterlesen

Bei einem weltweit breit gestreuten Ransomware-Angriff wurden laut Medienberichten tausende ESXi-Server, die u.a. zur Virtualisierung von IT-Fachverfahren genutzt werden, verschlüsselt. Wie das BSI mitteilt, sind auch Systeme in Deutschland betroffen.‣ weiterlesen

Mit Extended Warehouse Management und Transportation Management bietet SAP neue Tools für die Logistik an. Doch wann lohnt sich ein Wechsel und welche Vorteile bieten EWM und TM im Vergleich zu ihren Vorgängern?‣ weiterlesen

Durch flexible Produktionssysteme Unsicherheit und Volatilität entgegnen. Dazu müssen starre Verbünde gelöst und auch die Produktions- und Fertigungsplanung flexibilisiert werden. Digitale Zwillinge können helfen, die Produktion in Losgröße 1 zu ermöglichen und dabei Abweichungen im Materialfluss zu kompensieren.‣ weiterlesen

Im Anlagenbau ist das Zusammenspiel von Engineering und Fertigung alles andere als trivial. Es gilt, fertigungsrelevante Daten projektbezogen in die jeweiligen Prozesse an Maschinen zu übermitteln, oft mit erheblichem Aufwand und manchen Schnittstellenhürden. Helfen kann das RiPanel Processing Center von Rittal, ein neues Jobmanagement-Tool zur zentralen Arbeitsvorbereitung.‣ weiterlesen

Das französische Luftfahrt-Startup Blue Spirit Aero entwickelt ihr Leichtflugzeug Dragonfly mit den Werkzeugen der 3DExperience-Plattform von Dassault Systèmes. Neben der Leistungsfähigkeit der Anwendungen hat das den Effekt, dass sich Meilensteine des Startups etwa Investoren gegenüber glaubwürdig darstellen lassen.‣ weiterlesen

Im Forschungsprojekt ’Fluently’ wollen die Beteiligten das Teamwork von Mensch und Maschine optimieren. So sollen zwischen beiden echte soziale Interaktionen ermöglicht werden.‣ weiterlesen