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Steuerungstechnischem 'Wildwuchs' entgegenwirken

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Zuverlässige Anmeldung per RFID-Token


Bild: Beckhoff

Das Unternehmen will bis Ende 2012 alle Anlagen mit der neuen Steuerungstechnik nachrüsten: „Wir wollen schneller und flexibler werden, indem wir unser Steuerungskonzept vereinheitlichen und vereinfachen”, erläutert Pari Pharma-Projektleiter Schmidt. Durch den Anschluss der Profibus-Masterklemme via Ethercat kann auf PCI-Slots im PC verzichtet werden. Als Bedieneinheit kommt ein Beckhoff Control Panel CP7902 zum Einsatz, dessen Bedienoberfläche nach Anwendervorgaben erstellt wurde und dem Bediener erlaubt, Prozessschritte genau zu verfolgen. Ausgehend vom gescannten Barcode wird aus der Oracle-Datenbank der aktuelle Produktionsschritt validiert und über die Masterklemme bei der S7-SPS das nächste erforderliche Programm automatisch gestartet. Die Anmeldung der Mitarbeiter an der Anlage erfolgt über ein integriertes RFID-Token.

Zentrale Auswertung für effiziente Produktion

„Weil die direkte Kommunikation zwischen der bestehenden S7-SPS, der neuen Beckhoff-Steuerung, den Oracle-Datenbanken und unserem SAP-System möglich ist, können wir endlich die Steuerungs- mit der ITWelt verbinden”, beschreibt Schmidt den erzielten Fortschritt. Jetzt erfolgen Auswertungen nicht länger an der Anlage, sondern zentral im ERP-System. Die Software wird dazu mit Prüfdaten aus den Oracle-Datenbanken versorgt und generiert daraus Stücklisten, Arbeitspläne und Freigabereports oder verwaltet den Lagerbestand. So können die Mitarbeiter sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren: die Fertigung. Auch die Qualitätsprüfung ist einfacher und sicherer geworden. Die Mitarbeiter quittieren nicht mehr manuell; abgezeichnet wird per Barcode.




Die komplexe Fertigung des Aerosolerzeugers erfolgt in insgesamt zwölf Fertigungs- und Prüfanlagen. Zur nahtlosen Rückverfolgung der Teile während der verschiedenen Bearbeitungsvorgänge müssen die Teile vor jedem Produktionsschritt gescannt und identifiziert werden. Bild: Beckhoff

Vorteile durch parallele Einzelteil-Fertigung

Dank der neuen Steuerungstechnik ist der Hersteller nun auch in der Lage, parallel statt auftragsgebunden zu produzieren. Ein Umstand, der dem Unternehmen bei steigenden Stückzahlen mehr als gelegen kommt. „Wir können nun parallel Einzelteile fertigen und müssen nicht mehr geschlossen von Anlage zu Anlage gehen“, erklärt Ronald Schmidt. „Weil jedes Teil mit einer Seriennummer versehen wird, haben wir optimale Kontrolle und können immer genau das liefern, was gerade benötigt wird.” Die reibungslose Kommunikation zwischen den Maschinensteuerungen und den betriebswirtschaftlichen Systemen unterstützt nicht nur fehlerfreie und schnelle Prozesse in der Produktion: „Weil alles im Hause bleibt und wir den Aufwand für Wartung und Programmierung extrem reduzieren konnten, sparen wir Zeit und Kosten, die wir wiederum in neue Maschinen investieren können”, fasst Schmidt zusammen.


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