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Stammdaten als Voraussetzung für Digitalisierung

Stammdaten als Voraussetzung für Digitalisierung

Scheitert die industrielle Revolution mit der Versionsnummer 4.0 an mangelhaften Stammdaten? Das legt zumindest die Studie ‚Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die digitale Transformation?“ nahe, die kürzlich von Lünendonk durchgeführt wurde.

[1]15 Prozent der deutschen Unternehmen sehen sich im Stammdatenmanagement [2] sehr gut aufgestellt. Zu diesem Ergebnis kommt die Lünendonk-Studie ‚Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die digitale Transformation?‘, die mit Unterstützung von Salt Solutions, KPS und Zetvisions erschienen ist.

Stammdatenmanagement im Mittelfeld

Die Studie zeigt, dass eine hohe Stammdatenqualität auf dem Weg zur digitalen Transformation von zentraler Bedeutung ist. Bei vielen Unternehmen besteht jedoch noch Nachholbedarf. Während sich 58 Prozent der Befragten bei ihren IT-Prozessen als sehr gut oder gut aufgestellt sehen, ordnen sich 54 Prozent bei der Entwicklung von datenbasierten Geschäftsmodellen als mittelmäßig oder schlecht ein. Die Stammdatenqualität erhält mit 60 Prozent für mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer eine nur mittelmäßige Note. Allerdings zeigen sich positive Entwicklungen: Ein gutes Viertel der Befragten stuft die Datenqualität heute als sehr viel besser ein als noch vor fünf Jahren, 47 Prozent als viel besser, 23 Prozent sehen nur minimale Verbesserungen.

Kontrollen und Korrekturen automatisieren

Im Tagesgeschäft gewann die Softwarefirma Salt Solutions einen ähnlichen Eindruck. „Bislang orientieren sich Unternehmen an starren Kennzahlensystemen und Software-Lösungen, mit denen die Stammdatenpflege in weiten Teilen manuell erfolgt. Es braucht ein neues Denken, das mit gelernten Prozessen und Abläufen bricht“, sagt Hans-Peter Nagel, Geschäftsbereichsleiter bei Salt Solutions. Laut Nagel könnte Software insbesondere Fertigungsbetrieben dabei helfen, ihre Stammdaten automatisiert zu pflegen: „Eine intelligente Lösung erkennt über einen längeren Zeitraum, dass die Rüstzeit für einen bestimmten Vorgang geringer ist, als in den Stammdaten hinterlegt und kann sie vollständig automatisiert ändern. Genau diese Daten fließen wiederum in die Planung und Steuerung der Produktion sowie in die Produktkalkulation ein.“

Erfolg und Stammdaten

82 Prozent der Untersuchungsteilnehmer stimmen der Aussage zu, dass sich auf Grundlage korrekter Stammdaten schnellere Analysen durchführen und vor allem bessere Entscheidungen treffen lassen. Das spricht dafür, dass die Stammdatenqualität auch den Geschäftserfolg beeinflusst. „Ohne gute Daten keine erfolgreiche Marktposition. Auch digitale Geschäftsmodelle brauchen nicht entwickelt zu werden, wenn die Stammdatenqualität nicht gut ist“, schildert Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk und Studienautor.

Für die Studie wurden 155 Führungskräfte aus den Fachbereichen und der IT vorrangig in den Branchen Fertigung und Handel befragt.

(Quelle:Salt Solutions GmbH/Bild:Salt Solutions GmbH)