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Sondermaschinenbau

Variantenvielfalt im System abbilden

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Im Maschinen- und Sondermaschinenbau gilt es von der Auftragserstellung bis hin zur Dokumentation und zum Service, individuelle Prozesse effizient abzubilden. Die Groninger & Co. GmbH setzt hierfür auf einen Enterprise Resource Planning-Standard, der sich durch die IT-Angestellten an die Bedürfnisse des Unternehmens anpassen lässt. Bild: Groninger

Hohe Ansprüche an die Bauteildokumentation

Angebote konfiguriert der Vertrieb im Customer Relationship Management-System (CRM) und lässt sie von der Projektierung auf die technische Machbarkeit überprüfen. „Unsere Sondermaschinen sind alles Einzellösungen und wirkliche Unikate“, sagt Hasenkopf. Dabei wird auch eine Zeitschätzung mit dem voraussichtlichen Liefertermin vorgenommen und dieses Angebot dann mit dem Kunden abgestimmt bis ein finaler Auftrag vorliegt. Der Auftrag wird schließlich über das Projektmanagementsystem ins Unternehmenssystem eingelastet und damit die Produktion angestoßen. „Besonders wichtig ist für uns die Unterstützung durch die ERP-Software bei der Dokumentation. Gerade im Pharmabereich gelten sehr hohe Anforderungen, denen wir mit Psipenta aber problemlos gewachsen sind“, erklärt Hasenkopf. Eine wichtige Rolle spielt da vor allem die Bauteildokumentation. Je nach Kunde müssen etwa alle geschweißten Teile mit Röntgenprüfungen und Materialzertifikaten dokumentiert sein. So kommen leicht mehr als zehn Dokumentationen zusammen, wobei derselbe Artikel kundenspezifisch mehrere, gar keine oder völlig andere Dokumentationen erfordert. Die Software unterscheidet jedes einzelne Bauteil nach der erforderlichen Dokumentation und erzeugt daraus Chargen, so dass nach Fertigstellung von jedem einzelnen Teil die Verarbeitungskette bis auf das Rohmaterial verfolgt werden kann.

Individuelle Prozesse mit dem Standard vereinbaren

In der Montage gibt es einzelne Montagegruppen, von denen jede über einen sogenannten Info-Point verfügt. „Diese Info-Points haben wir exakt nach den Bedürfnissen der Endmontage ausgerichtet“, führt Hasenkopf aus und erklärt weiter: „Gibt er eine Produktnummer ein, sieht der Werker die komplette Struktur des Auftrags, er sieht, was fehlt und was wann kommen muss. Er bekommt eine individuelle Sicht auf seinen Auftrag.“ Auf diese Weise ist es nicht notwendig, verschiedene Objekte zu öffnen und Teilinformationen abzurufen, sondern der Werker bekommt auf Mausklick alle auftragsrelevanten Informationen. Diese Informationen sind nicht Bestandteil des Standards, sondern wurden von dem zuständigen ERP-Systems Engineer über eine Visual Basic for Applications-Integration (VBA) eigenständig angepasst. Der Informatiker hebt insbesondere die Möglichkeit der Software hervor, „ohne fremde Unterstützung Anpassungen an die internen Bedürfnisse vorzunehmen, ohne den Standard zu ändern.“ Seiner Einschätzung zufolge besteht die Lösung nach dem Upgrade zu 90 Prozent aus dem System-Standard und nur zu zehn Prozent aus Individualanpassungen.

Lager und Projektstände im Blick

Auch das Lager mit über 30.000 Bestandsartikeln wird mit der ERP-Software verwaltet. Die Anwendung sorgt dafür, dass bei der Kommissionierung die richtige Charge zum passenden Auftrag findet. Über eine mitlaufende Kalkulation berechnet die Lösung jede Nacht den Ist-Stand aller Projekte. So gibt es jeden Tag die exakten Projektstände des Vortags. Eine Auswertung macht dann über Warnfunktionen darauf aufmerksam, wenn etwa ein Projekt aus dem Kostenrahmen läuft oder Termine gefährdet sind. Die fortgeschrittene Automatisierung und die Flexibilität ermöglichen dem Sondermaschinenbauer auch weiterhin Kapazitätserhöhungen, Wachstum und die firmenindividuelle Abbildung von Prozessen. Dass der Software-Anbieter zudem regelmäßig Anregungen seiner Anwender weiterentwickelt und in den Standard aufnimmt, ist für Hasenkopf ein nicht zu vernachlässigender Vorteil und gleichzeitig ein Beleg für den Praxisbezug des Systemanbieters zu den Herausforderungen im Maschinen- und Sondermaschinenbau.


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