Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Softwaregestützte Standardisierung

Stufe um Stufe zu höherer Effizienz

Unternehmen stehen beim Engineering vor der Herausforderung, Prozesskosten für Produktvariationen so zu reduzieren, dass möglichst flexibel auf Kundenwünsche reagiert werden kann. Gleichzeitig sollte nicht für jede Variante eine Neuentwicklung erforderlich sein. Um diesen Anforderungen zu begegnen, hat sich in der Praxis das Vorgehen nach einem Vier-Stufen-Plan bewährt. Das Ziel dabei lautet, reduzierte Komplexität, erhöhte Wiederverwendung und höhere Produktflexibilität zu erreichen. Damit sinken die Prozesskosten – und die Effizienz im Engineering steigt.

Lösungsanbieter Eplan hat ein Vier-Stufen-Modell sowie einen Leitfaden für die Verbesserung von Produktentwicklungsprozessen entwickelt. Dieser Lösungsansatz dient als Grundlage für die Etablierung einer effizienten Engineering-Struktur, die auf standardisierten Baukastenelementen aufbaut. Bild: Eplan Software & Service

Für eine softwaregestützte Standardisierung des Engineerings muss sowohl die Produkt- als auch die Prozessseite betrachtet werden. Auf der Produktseite stehen die Plattformstrategien, die es ermöglichen, aus einer Vielzahl gleicher Bauteile eine große Anzahl unterschiedlicher Produktvarianten zu erzeugen. Auf der Prozessseite lassen sich Organisations- und Arbeitsstandards entwickeln, die komplexe Abläufe vereinfachen und durch deren geschickte Kombination auch die Flexibilität erhöht werden kann. Dazu ist es auch nötig, tief in die einzelnen Arbeitsschritte der Engineering-Prozesse vorzudringen und Ähnlichkeiten trotz unterschiedlicher Aufgabenstellungen ebenfalls zu standardisieren. Folgende Handlungsfelder sollten dabei adressiert werden:

  • Standardisieren: Einheitliche Prozess- und Arbeitsschritte verbessern den Überblick
  • Modularisieren:Herstellen von Eindeutigkeit durch disziplinübergreifende Strukturierung
  • Klassifizieren: Vereinfachung und Erhöhung der Wiederverwendung von Technologie
  • Parallelisieren: Minimierung der Engineering- und Konstruktionszeit

Bei diesem Vorgehen kommen die ausgereiften Produkte genauso auf den Prüfstand wie die Funktionen zur Automatisierung. Auch die spezifischen, im Unternehmen etablierten Prozesse, werden hinterfragt. Die Fragestellungen in diesem Prozess sollten wie folgt lauten:

  • Welche Engineering-Methode passt exakt auf die individuelle Anwendung?
  • Was sind die notwendigen Folgeschritte?
  • Was muss als Erstes getan werden?

Das systematische Vorgehen dieses Vier-Stufen-Modells unterstützt eine zielorientierte Umsetzung. Dabei stellt jede Stufe einen Fortschrittsgrad in der Effizienzsteigerung dar. So können Potenziale und Chancen in den Handlungsfeldern klassifiziert und priorisiert werden.

Stufe 1: Standardisierungen konsequent verfolgen

Studien zeigen, dass viele Unternehmen bereits diverse ‚Standardisierungsrunden‘ gedreht haben. Doch kurz vor den ersten Umsetzungserfolgen siegt leider häufig das Tagesgeschäft. Die ernüchternden Abschlussformeln lauten dann häufig: „Bei uns ist alles anders, und das geht so nicht.“ oder „Die Software hat nicht die nötigen Funktionen für unseren Prozess.“ Zu wenig Zeit und dadurch unzureichende Beratung sind ein häufiger Grund für diese kostenintensiven Misserfolge. Untersuchungen warnen daher vor einem Projektstart ohne ausreichende Kenntnisse. Ferner muss zuerst die Prozessanalyse erfolgen, bevor ein Lösungsdenken in der Software einsetzen kann. Das Wichtigste in diesem Prozess ist jedoch das Change Management, das alle Betroffenen involviert und zum Umdenken anregen muss. Sind diese Voraussetzungen geklärt, kann es losgehen. Die IEC 81346 bildet dabei die Basis für die Strukturierung von Produkten, Maschinen und Anlagen – möglichst gleich disziplinübergreifend in einer einheitlichen Sprachweise. Denn erst durch genaue Kenntnis und eindeutige Beschreibbarkeit der eigenen Produkte inklusive korrekter Ausdrucksweise sowie Verständnis über Baugruppen, Funktionen und andere Varianten, ist die Basis für Folgeschritte möglich.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

In der Fertigung trägt ein Maschinendaten-Erfassungssystem von Werma zur Produktivität bei. Dabei werden die Informationen der Signalsäulen per Funk erfasst und in einer Software digital aufbereitet. Die Maschinendaten werden dann auf großen Bildschirmen in der Produktion ausgegeben.‣ weiterlesen

Im Maschinenbau und somit auch in der Automatisierungstechnik spielen Markteinführungszeiten heute eine Schlüsselrolle für den Unternehmenserfolg. Eine möglichst einfache Implementierung von Feldbusanbindungen und virtuelle Inbetriebnahmen helfen dabei, Abläufe zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Die rapide wachsende Zahl an Anwendungen zu steuern, zu optimieren und zu schützen, wird für Unternehmen immer schwieriger. Zu diesem Ergebnis kommt eine von F5 in Auftrag gegebene Studie des Ponemon Institute.‣ weiterlesen

Cloudanwendungen sind nicht nur in großen Unternehmen anzutreffen, auch kleine Mittelständler setzen mittlerweile auf die Cloud. Dass die erhöhte Akzeptanz auch vor ERP aus der Cloud keinen Halt macht, zeigen die Ergebnisse des ITK-Budget-Benchmarks von Techconsult und Cancom Pironet.‣ weiterlesen

Mehr künstliche Intelligenz und mehr Funktionen - im Mai hat SAP Details zur neuen Version der Anwendung S/4Hana Cloud bekanntgegeben. Künftig sind Machine Learning- und Predictive Analytics-Werkzeuge in zentrale Geschäftsprozesse der Business-Anwendung integriert.‣ weiterlesen

Zum Portfolio des Kunststoffschweißspezialisten Munsch gehört auch die Reparatur der eigenen Erzeugnisse. Den Arbeitsfortschritt an den eingeschickten Geräten von Peakboard stellten die Werker lange auf einem Card-Board dar, das in der Praxis aber so gut wie nie den aktuellen Stand in der Werkstatt spiegelte.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige