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Social Enterprise Resource Planning

Gemeinsam Mehrwert schaffen

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Am hart umkämpften ERP-Markt kann aktives Portfoliomanagement auch bedeuten, aktiv die Bildung von Communities zu unterstützen. Fertigungsunternehmen können von dieser Entwicklung profitieren, wenn Verbesserungen praxis- und zeitnah in den Standard einfließen und Nutzer ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Bild: thinkstock

Social-Media-Prozesse in das Unternehmenssystem integrieren

Im Internet steht dazu eine unüberschaubare Vielfalt digitaler Medien und Technologien zur Verfügung, die es Nutzern ermöglicht, sich auszutauschen und Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten. Als Fogle lösen sich die Grenzen zwischen dem Produzenten der Inhalte und dem Konsumenten auf. Die starke Nutzung dieser Social-Media-Elemente deutet auf das Potenzial hin, solche Anwendungen auch im Geschäftsumfeld einzusetzen. So könnten Kommunikationswege verkürzt und Informationen leichter erlangt und verteilt werden. ‚Social ERP‘ wird von vielen ERP-Anbietern individuell verstanden und gelöst. Das beginnt bereits, wenn Unternehmen Social-Media-Aktivitäten in den Geschäftsalltag und ihre Prozesse integrieren. Social-ERP betreiben Unternehmen etwa, wenn sie auf Social-Media-Kanälen aktiv werden und dort in Echtzeit die Verbindung zu Kunden, Partnern oder Lieferanten suchen – und die so gewonnen Informationen unternehmensintern weiterverarbeiten. Der Entwicklungsprozess geht jedoch weiter: So werden gezielt einzelne Anwendungen aus dem Bereich Social Media direkt in das Unternehmensystem integriert.

Community als Wettbewerbsfaktor für Systemanbieter

Menschen mit gleichen Interessen organisieren sich häufig in Gruppen – englischsprachig oft Communities genannt. Im Mittelpunkt steht die Verbindung zu an Interaktion interessierten Personen. Das bedeutet auch, dass jeder Nutzer Mitglied von verschiedenen, interessenbezogenen Communities sein kann. Im ERP-Umfeld bestehen Communities aus Anwendern der jeweiligen Lösung und Mitarbeitern des jeweiligen Anbieters. Dazu kommen gegebenenfalls noch die Anbieter ergänzender Produkte. Diese Communities können einen großen Mehrwert für alle Beteiligten schaffen: Die von den Mitgliedern erstellten Inhalte können eine breite Wissens- und Informationsbasis für aktuelle und zukünftige Nutzer bieten – Probleme können in Diskussionsgruppen der Community gelöst werden. Ein ständig wachsendes Wissensmanagement verspricht Anwendern dabei schnelle Lösungsansätze in konkreten Anwendungsfällen. Gleichzeitig können durch die Community Innovationen oder Optimierungen der Software-Produkte angeregt werden. So kann ein echter Dialog entstehen, der Fachkräfte von Anwender- und Anbieterseite zusammen bringt und den Beteiligten hilft, Zeit im Kommunikationsprozess zu sparen. Kann ein ERP-Hersteller eine solche interagierende Community aufbauen, stellt diese einen Mehrwert dar, der sich zu einer Voraussetzung für das Bestehen im hart umkämpften Markt entwickeln kann.

Nutzerverhalten und Sicherheit im Blick behalten

Die Aktivitäten auf diesem Feld eröffnen allerdings nicht nur Vorteile, es gilt auch Herausforderungen zu meistern. Dazu gehört vor allem das unterschiedliche Nutzerverhalten in ERP-Systemen und im Social-Media-Bereich. Unternehmenssoftware hat in aller Regel eine strikte und feste Rollenvergabe mit wenigen Freiheitsgraden für den einzelnen Anwender. Im Social-Media-Umfeld dagegen können Inhalte, Beiträge oder Kommentare quasi von jedem veröffentlicht und genutzt werden. In diesem Zusammenhang entstehen Fragen nach dem Umgang mit dem Sicherheitsrisiko, wenn bestimmte Daten auch über die Unternehmensgrenzen hinweg geteilt werden. Unternehmen, die Social-ERP nutzen wollen, brauchen daher eindeutige Richtlinien zum Umgang mit den Social-Media-Elementen. Den Anwendern muss verdeutlicht werden, welche Unterschiede in der Nutzung zwischen privaten und geschäftlichen Bereichen bestehen. Ein weiteres Spannungsfeld ist die Speicherung und Verarbeitung der neu anfallenden Datenmengen. Das betrifft auch die Systemanbieter: Anwender müssen sich sicher sein, dass ihr wertvolles Prozess-Know-how auch bei der Interaktion in Social-Media-Communities geschützt bleibt.


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