Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Sicherheit trifft Wettbewerbsfähigkeit

In der Luft- und Raumfahrtindustrie können auch minimale Produktionsfehler Gefahr für Mensch und Umwelt bedeuten. Nicht selten sind es dabei Handgriffe und Abläufe in der Produktion, die über das spätere Wohl und Wehe etwa von Passagieren entscheiden können. Das strikte Einhalten von Compliance-Regeln kann daher Leben retten, bevor Gefahr entsteht.

Bild: Fotolia / Kovalenko Inna

Hersteller von Flugzeugen oder Komponenten sind gezwungen, ihre Unternehmensstrategie auf Sicherheit auszurichten. Gleichzeitig ist es für ihre Wettbewerbsfähigkeit wichtig, Kundenwünsche, Innovationskraft und Effizienz nicht aus den Augen zu verlieren. Manufacturing Execution-Systeme (MES) können durch standortübergreifende Steuerung der Produktion dazu beitragen, Produkte qualitativ weiter zu entwickeln, betriebliche Abläufe zu verbessern und die Produktion am Kundenwunsch auszurichten.

Qualität bis ins kleinste Detail

Um ein optimales Maß an Sicherheit in der Luft- und Raumfahrt durchzusetzen, sorgen nationale Organisationen wie das deutsche Luftfahrt-Bundesamt (LBA) oder die amerikanische Federal Aviation Administration (FAA) für die Einhaltung rechtlicher Vorschriften. Um solche Compliance-Standards zu unterstützen, kann eine MES-Lösung wie das System Flexnet von Apriso Mitarbeiteraktionen und Produktionsverlauf Schritt für Schritt begleiten. Denn zum einen stehen die Produkte und ihre Herkunft unter Beobachtung: Sie müssen qualitative Faktoren wie Hitzebeständigkeit, Schock- und Vibrationsabsorbierung oder auch Korrosionsresistenz aufweisen.

Um hier ein maximales Maß an Kontrolle zu erreichen, ist es notwendig, die genaue Herkunft von Teilen in vielfach komplexen Beschaffungsnetzwerken festzuhalten. Mittels eigener Seriennummern, die in der Datenbank des MES hinterlegt sind, kann ein Unternehmen auch lange Zeit nach Fertigstellung die Historie zentraler Teile oder Baugruppen nachvollziehen, beispielsweise eines Antriebsaggregates. Bei der Luft- und Raumfahrt handelt es sich zudem um eine ‚High-Touch-Industry‘, also eine Branche mit viel Handarbeit und vergleichsweise wenig automatisierter Fertigung.

Die Produktion erfolgt oft nach komplexen Plänen, da nicht jeder Spezialist jeden Arbeitsschritt jederzeit abwickeln kann. Für die Kontrolle der Fertigungsprozesse können Werker und Fachkräfte nach Anmeldung am IT-System bestätigen, welcher Produktionsprozess den Arbeitsanweisungen entsprechend durchgeführt wurde. Das reicht von der Maschinenkonfiguration über die Einrichtung des Arbeitsplatzes bis zur korrekten Handhabung der Werkzeuge. Informationen dieser Art können auch elektronisch vom Werkzeug zum IT-System gelangen. Dazu übermittelt etwa ein Drehmomentschlüssel, ob der Mechaniker die Schraube mit dem richtigen Drehmoment festzieht. Im Fall auftretender Mängel lässt sich so exakte und schnelle Ursachenforschung betreiben. Dabei erhöht eine papierlose Dokumentation nicht nur die Datenqualität, sondern ermöglicht den Mitarbeitern, sich stärker auf produktive Kernprozesse zu konzentrieren.

Change Management

Die diskrete Serienproduktion in der Luft- und Raumfahrt ist hochkomplex. Die Entwicklungs- und Produktionszeiten etwa eines Flugzeugmotors oder eines Radarsystems weichen stark voneinander ab und reichen von Tagen bis hin zu mehreren Jahren. Selbst bei seriengefertigten Produkten wie Flugzeugen ändern sich von Stück zu Stück gewisse Parameter. Dazu zählen Triebwerks- und Lackierungsvarianten oder Veränderungen gesetzlicher Vorschriften. Mittels produktionsnaher IT lässt sich Fertigung so organisieren, dass Produkte möglichst kurz lagern, Durchlaufzeiten niedrig und Arbeitskräfte und Maschinen optimal ausgelastet sind. Das im Oktober 2011 von IDC veröffentlichte Whitepaper ‚Wettbewerbsvorteile durch den Einsatz moderner operativer Plattformen‘ betont die Bedeutung einer verknüpften Planung, Produktentwicklung und Produktion. Ein geeignetes System kann demnach Unternehmen bereichsübergreifend unterstützen, Best Practices zu etablieren sowie Lean-Management-Prozesse zu unterstützen und zu überprüfen. Wie mit einer Schablone lassen sich Prozesse so abteilungs- und standortübergreifend nachzeichnen.

Sicher und wettbewerbsfähig

Software ist auch in der Luft- und Raumfahrt weit mehr als nur ein operatives Werkzeug für Spezialisten in der Produktion. Gezielter IT-Einsatz kann Unternehmen der Luft- und Raumfahrt unterstützen, sich in einer hochregulierten Industrie zu behaupten und einen wichtigen Baustein für Sicherheit und langfristigen Erfolg darstellen – auch im Umfeld starker Branchendynamik.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Begriff Industrie 4.0 ist nun schon seit fast einem Jahrzehnt präsent. Seitdem haben viele Industrieunternehmen neue Technologien ausgerollt und Produktionslayouts sowie -prozesse überarbeitet. Was hat sich auf dem Weg zur vernetzten und digitalisierten Produktion getan und was wirkt auf diese Entwicklung?‣ weiterlesen

Hinter neuen Geschäftsmodellen und Strategien sollte der Grundgedanke stehen: Was wollen die Kunden? Es geht darum, neue Strategien nicht nur am reinen Verkauf auszurichten, sondern sich an realen Bedürfnissen zu orientieren. Erst das sorgt für eine langfristige Bindung an das Unternehmen.‣ weiterlesen

Beim allem technologischen Fortschritt sollten Nutzer nicht die IT-Sicherheit aus dem Blick verlieren. Der elfte State of Software Security (SoSS) Report zeigt, dass die Fertigungsindustrie im Vergleich zu anderen Branchen im Bereich der Anwendungssicherheit schlecht abschneidet. Julian Totzek-Hallhuber, Principal Solution Architect von Veracode, fasst die Ergebnisse zusammen.‣ weiterlesen

Schneider Electric bringt mit Harmony P6 neue Industrie-PCs auf den Markt. Alle Modelle sind mit Intel-Prozessoren der 8. Generation und 4 bis 32GB RAM Arbeitsspeicher ausgestattet. ‣ weiterlesen

Seit Januar 2020 ist das Forschungszulagengesetz in Kraft. Mit dieser Forschungszulage können Unternehmehn ihre Innovationen fördern lassen. Marcus Arens, Director Sales & Marketing bei Ayming, zeigt, was Unternehmen beim Beantragen beachten sollten.‣ weiterlesen

Lieferengpässe drücken die Stimmung der deutschen Wirtschaft. So gehen die Indexwerte von Industrie, Handel und Dienstleistungen im Oktober zurück. Lediglich aus dem Bauhauptgewerbe kommen positive Signale.‣ weiterlesen

Produktionsabläufe und Wartungsmodelle werden schon länger auf der Basis von Daten optimiert. Doch gut integrierte IIoT-Plattformen ermöglichen heute Prozesse, die zu deutlich besseren Ergebnissen und einer neuen Form der Zusammenarbeit führen können.‣ weiterlesen

Die EU soll bis 2050 klimaneutral werden – über den European Green Deal und eine Abgabe auf CO2-Emissionen. Fraunhofer-Forschende unterstützen Unternehmen bei der Reduktion ihrer Emissionen mittels Net-Zero-Technologien.‣ weiterlesen

Universal Robots (UR) baut sein Vertriebsnetz in Deutschland aus. Mit SCS Robotik, JDT Robotics, PTS Automation sowie der Somack sind vier neue Partner hinzugekommen.‣ weiterlesen

Im seinem neuen Lagebericht zur IT-Sicherheit in Deutschland fordert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik der Cybersicherheit eine stärkere Bedeutung beizumessen. Die Gefährdungslage sei hoch, so Bundesinnenminister Horst Seehofer.‣ weiterlesen

In der Produktion lassen sich per Datenwissenschaft Muster erkennen, die etwa zum Ausfall von Anlagen führen oder Prognosen für einzelne Assets generieren. Nicht nur ausgebildete Datenwissenschaftler können solche Projekte umsetzen. Passende Software vorausgesetzt, können viele der eigenen Mitarbeiter wie Data Scientists arbeiten.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige