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Gefahrstoffe und Abläufe erfassen und bewerten

Sicherheit für Werkhalle und Lager

Gefahrstoffe und Abläufe erfassen und bewerten

Unternehmen müssen Arbeits- und Umweltschutz im Betreib sicherstellen. Doch Gesetze und Vorschriften ändern sich. Software-Lösungen können gerade kleinen und mittleren Betrieben ohne Rechtsabteilung helfen, die Regeln im Blick zu behalten.

Bild: Fotolia – ernsthermann

Ein Unternehmer ist verpflichtet, Gesundheit und Sicherheit seiner Beschäftigten zu gewährleisten. Bei der Fülle rechtlicher Vorschriften im Arbeits- und Umweltschutz fällt die Orientierung allerdings oft schwer. Laufend werden Gesetze geändert und neue Vorschriften erlassen. Mögliche Gefährdungen für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie erforderliche Maßnahmen konnten bisher mit den Schutzstufen 1 bis 4 einfach erkannt und umgesetzt werden. Die neue Gefahrstoffverordnung stellt zusätzliche Anforderungen an Unternehmen. Neben Gefahrstoffverzeichnis und Betriebsanweisungen nimmt die Bedeutung der Gefährdungsbeurteilung als zentrales Element des Arbeitsschutzes zu. Besonders kleine und mittlere Unternehmen können rechtssicheres Arbeiten häufig nur mit externer Unterstützung leisten – Softwarelösungen können hier Unterstützung bieten.

Beständig ist nur, dass sich alles ändert

Zuletzt waren Unternehmen gefordert, die europäischen Verordnungen zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (Reach) sowie die Chenikalien-Richtlinie CLP beziehungsweise GHS umzusetzen. Reach soll vor allem den Überblick über die Stoffe auf dem europäischen Markt gestatten und die Kommunikation in der Lieferkette verbessern, während die Einführung des Global Harmonisierten Systems (GHS) die Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (CLP) weltweit vereinheitlicht. Vor dem besseren Überblick ergibt sich für den Unternehmer allerdings zunächst ein Mehraufwand – und zwar im Hinblick auf die Verwaltung seiner Gefahrstoffe sowie die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung für Stoffe und Tätigkeiten im Unternehmen. Auch die neue Gefahrstoffverordnung – seit dem 1. Dezember des Jahres 2010 in Kraft – muss umgesetzt werden. Wesentliche Änderung ist, dass die bisherigen Schutzstufen wegfallen.

Software-Werkzeug statt Informationsinseln

Viele Unternehmen wünschen sich deshalb praktikable Lösungen, um rechtssicher zu arbeiten. Allerdings tragen in der Praxis vielfach nur einzelne Mitarbeiter oder Abteilungen die Sicherheitsdokumentation zusammen, die etwa im Rahmen eines Audits in einem Fertiungsstandort gerade benötigt werden. Mangels Abstimmung erheben vielfach mehrere Abteilungen dieselben Daten mit unterschiedlichem Fokus und in unterschiedlichen Formaten. Das unternehmensweite Zusammenführen aller Daten für Umwelt- und Arbeitsschutz erscheint unter derartigen Bedingungen kaum oder nur mit großem Aufwand möglich. Eine einheitliche Lösung kann Unternehmen hier helfen, Zeit und Geld zu sparen. Das beginnt bereits beim Vermeiden und Verringern von Gefährdungen in der Beschaffung: Daten über Gefahrstoffe müssen allen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden, die sie benötigen.

Der Anbieter Qumedia erfüllt mit der Betriebsdatenbank für Stoffe, Anlagen, Rechtsvorschriften, Abfalle sowie Prozesse und die Gefährdungsbeurteilung einschließlich Maßnahmen (Sara) gleich mehrere Anforderungen: Die relevanten Daten werden einmal erfasst, Informationen dazu liefert im Wesentlichen das Sicherheitsdatenblatt. Diese Daten bilden die Grundlage für Betriebsanweisungen – auch erforderlich für die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter -sowie Etiketten für die eindeutige Kennzeichnung der verwendeten Stoffe. Die Software ist in allen Branchen anwendbar und eignet sich für den Einsatz im Arbeitsschutz von Fertigungsbetrieben, die mit umweltrelevanten Stoffen arbeiten, ebenso wie für große Prozessanlagen in denen Gefahrstoffe verarbeitet werden. Alle Mitarbeiter eines Standorts haben Zugriff auf benötigte Daten – mit nur einer Lizenz.

Eine Betriebsdatenbank unterstützt das Verwalten von Stoffen, Anlagen, Rechtsvorschriften, Abfallen und Prozessen sowie die Gefährdungsbeurteilung.

Maßnahmenkonzept für Gefahrstoffe im Betrieb

Gerade in Übergangsphasen – aktuell wegen der Übergangsfristen zur CLP-Richtlinie – besteht in vielen Betrieben Unsicherheit darüber, welche Daten in welcher Form erfasst werden sollen, damit sie alternativ nach altem oder nach neuem Recht ausgewertet werden können. Eine Software muss daher die Daten sowohl nach alter als auch neuer Einstufung erfassen, um auf Knopfdruck die rechtlich korrekte Information liefern zu können. Gleichzeitig suchen Unternehmen nach zuverlässigen Lösungen, die einfach zu handhaben sind. Hier bietet sich häufig der Einsatz des Einfachen Maßnahmenkonzeptes Gefahrstoffe (EMKG) an. Von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) entwickelt, stellt das EMKG eine Handlungshilfe für die Gefährdungsbeurteilung dar, um aus den vorliegenden Informationen aus Sicherheitsdatenblatt und Betriebsbegehung schnell Gefährdungen ermitteln und Maßnahmen abzuleiten. Als EDV-Lösung lässt sich die Sicherheitsdatenbank um ein entsprechendes EMKG-Modul erweitern. So können Fachleute in allen Bereichen des Umwelt- und Arbeitsschutzmanagements die einmal erfassten Daten vielfach nutzen: Aus Gefährlichkeit, Freisetzung und Menge der verwendeten Gefahrstoffe wird der Maßnahmenbedarf automatisch ermittelt.

Auskunftspflicht gegenüber Genossenschaft und Behörde

Ein Aktualisierungsservice vervollständigt die Software. Unternehmen erhalten so regelmäßig Informationen über relevante Änderungen im Umwelt- und Arbeitsschutzrecht. Aufwändige Recherchen der Umwelt- und Arbeitsschutzexperten im eigenen Haus oder durch den Einsatz externer Berater werden überflüssig. Durch den Aktualisierungsdienst sparen Unternehmen also Zeit und Geld. Eine Betriebsdatenbank, die stets auf dem aktuellen Stand gehalten wird, unterstützt Unternehmen auch dabei, gestzliche Dokumentationsvorgaben zur erfüllen. Verantwortliche können damit auch gegenüber Berufsgenossenschaften und Aufsichtsbehörden belegen, dass Umwelt- und Arbeitsschutzstandards im Unternehmen eingehalten werden. Zudem erfolgt die Betreuung der Software nicht nur durch Programmierer und Software-Entwickler – Fachpersonal mit Know-how aus den Bereichen Umwelt- und Arbeitsschutz prüfen die Aktualität der Rechtsvorschriften und passen Lösung und Datenbankinhalte bei Bedarf an neue Bestimmungen an.

Modulares Konzept schafft Flexibilität

Als Grundlage für die modular aufgebaute Software dient eine Access-Datenbank. Damit erfüllt die Lösung auch eine weitere Anforderung aus vielen Betrieben: Sie ist an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst, kann erweitert oder bei Bedarf sogar von IT-Mitarbeitern des Unternehmens programmiert werden. Zu den Funktionen zählen etwa eine Stoffverwaltung, ein Gefahrstoffverzeichnis sowie das Erstellen von Betriebsanweisungen und Etiketten nach altem und neuem Recht. Damit steht Betreiben eine anpassbare Lösung zur Verfügung, die in eneger Zusammenarbeit mit industriellen Anwendern entwickelt wurde und je nach Betriebsgröße und Anwenderszenarien eingesetzt werden kann.

Fern-Einweisung am Arbeitsplatz

Die Betriebsdatenbank berücksichtigt damit zahlreiche Anforderungen gerade kleiner und mittlerer Unternehmen und gestattet dem Anwender so, wichtige Compliance-Daten zentral vorzuhalten. Das kommt sowohl der Reaktionszeit auf Anfragen als auch der Rechtssicherheit im Betrieb zugute. Die Software steht sowohl für deutsche Unternehmen als auch für Betriebe im deutschsprachigen Ausland zur Verfügung. Für Interessenten besteht zudem die Möglichkeit, die Lösung ovm Arbeitplatz aus kennen zu lernen. Dazu bietet das IT-Unternehmen eine Einweisung in seine Betriebsdatenbank für den Arbeits- und Umweltschutz per Desktop-Sharing an. Potenzielle Anwender werden dabei durch das das Programm geführt, auftretende Fragen können sofort beantwortet werden.